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Ansatzpunkte einer Erweiterung der traditionellen Produktionstheorie

  • Joachim Houtman
Part of the Neue betriebswirtschaftliche Forschung book series (NBF, volume 243)

Zusammenfassung

Wir greifen die Problemstellung aus Abschnitt 1.1. auf. Wie dort gezeigt wurde, treten bei der Integration ökologischer Fragestellungen in die Produktionstheorie bereits beim Begriff des Gutes erste Probleme auf. Die Existenz von Abfällen belegt, daß nicht mehr alle Outputkategorien nutzenstiftende Eigenschaften besitzen. Nun sind aber Güter und deren Quantitäten ein zentrales Erkenntnisobjekt innerhalb der betriebswirtschaftlichen Produktionstheorie. Die Messung der Quantitäten der in einen Produktionsprozeß ein- und ausgehenden Güterarten ist der erste Schritt zur Angabe eines Mengengerüsts. Die im Mengengerüst erfaßten Güterquantitäten werden anschließend mit Preisen bewertet und im Wertgerüst dargestellt.

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Literatur

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    Auf diese Tatsache weisen auch Dyckhoff Rüdiger und Souren hin. Sie stellen fest: „Bei all diesen Bemühungen überrascht es, warum dabei nicht mehr Bezug auf die Produktionstheorie genommen wird Eine Okobilanz stellt nämlich bislang lediglich die Dokumentation (vergangener) Produktionen dar. Dagegen kann die Produktionstheorie zumindest konzeptionell alle möglichen (zukünftigen) Produktionen abbilden. Sie bedient sich dazu verschiedener Produktionsmodelle, welche den mengenmäßigen Zusammenhang zwischen Input-und Outputquantitäten und deren Einflußgrößen beschreiben.“ (Dyckhoff/Rüdiger/Souren [ 1994 ], S. 16 )Google Scholar
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Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  • Joachim Houtman

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