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Bankenrating pp 451-468 | Cite as

Der Ratingprozess bei Banken

  • Rainer Claussen

Zusammenfassung

Externe Ratings deutscher Banken gibt es seit etwa 20 Jahren. Die Anforderungen der Agenturen haben sich in diesem Zeitraum erheblich verändert. Beide Seiten durchliefen dabei einen intensiven Lernprozess. Während vor einigen Jahren noch mangelndes Einfühlungsvermögen der Ratingagenturen für die spezifischen Belange der deutschen Bankwirtschaft zu beklagen waren und den Vertretern der Agenturen bisweilen auch das Verständnis in den Detailkomplexen zu fehlen schien, sind heutzutage die verantwortlichen Analysten fast ausschließlich deutschsprachig und mit den Besonderheiten der hiesigen Bankensysteme sowie den Vorschriften zur Rechnungslegung bestens vertraut. Mittlerweile agieren sie auch nicht mehr ausschließlich von ihren Firmensitzen in New York und London, was vielfach die räumliche Distanz zu einer distanzierten Haltung werden ließ, sondern sind in eigenen Büros in Frankfurt zu erreichen. Von dort aus sind sie weitestgehend eigenverantwortlich tätig. Zur Sicherstellung vergleichbarer Ratings werden sie bei ihrer Bonitätsbewertung durch ihre Kollegen in London und New York unterstützt. Bezeichnend auch, dass Deutschland in der Anfangsphase für die beiden Marktführer Standard & Poor’s und Moody’s lediglich ein Nischenmarkt war, der mit den bis dahin gültigen US-amerikanisch geprägten Usancen und Methoden bearbeitet wurde. Auch das hat sich inzwischen geändert; die Anpassung der Agenturen an den deutschen Bankenmarkt findet ihre Entsprechung in der hohen Akzeptanz der Ratings an den Kapitalmärkten.

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© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2004

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  • Rainer Claussen

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