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Zusammenfassung

Lange bevor die Nationalsozialisten ihren Propaganda-Feldzug gegen die moderne Architektur begannen, fanden sich in ihrem politischen Programm bereits Aussagen zu Kunst und Kultur. Hitler kritisierte in Texten wie Reden die Weimarer Republik aufgrund ihrer angeblichen kulturellen Unsicherheit und ihres Mangels an politischer und militärischer Stärke. Er bezeichnete wiederholt sowohl die Weimarer Demokratie als auch die militärische Niederlage von 1918 als Ergebnis eines kulturellen Verfalls, der seine Ursachen in einem ‚rassischen‘ Niedergang habe. Beweise für diese Dekadenz sah Hitler nicht nur im ‚Materialismus‘ und im ‚fehlenden heroischen Ideal‘ der Weimarer Gesellschaft, sondern auch in der modernen Kunst. In Mein Kampf beschrieb er die moderne Kunst als ‚bolschewistische Kunst‘ und übernahm damit Vokabular aus dem Streit um das Bauhaus.1 Früher hatte er bereits vor Kunstformen gewarnt, die die Nation ‚vergifteten‘, während er im dreiundzwanzigsten seiner ‚Fünfundzwanzig Punkte‘ „den gesetzlichen Kampf gegen eine Kunst- und Literaturrichtung“ versprach, „die einen zersetzenden Einfluß auf unser Volksleben ausübt“. Dieses Versprechen gab er 1922 und 1923 erneut.2

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Literatur

  1. 1.
    Adolf Hitlers Mein Kampf (München 1936, Bd. 1, Kap. 10, S. 282 f.) befaßt sich vor dem Hintergrund des militärischen Zusammenbruchs mit den Ursachen des kulturellen Verfalls. Im 11. Kapitel führt Hitler seine Thesen zu Nation und Rasse aus, in Kapitel 2, Bd. 2, analysiert er die Beziehungen zwischen Kultur, Kunst, Rasse und Staat.Google Scholar
  2. 2.
    Das Programm der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei 1920, in: Die deutschen Parteiprogramme,hrsg. von F. Salomon, Leipzig 1926, Bd. III, S. 128 —131; siehe auch:,Some fundamental demands of the Party’, 18. September 1922, and,The Paradise of the Jew’, 27. April 1923, in N.H. Baynes, Hrsg., The Speeches of Adolf Hitler,(London 1942), I, S. 66, 108Google Scholar
  3. 3.
    Rede im Hofbräuhaus am 13. August 1920 (Fotokopie des Textes in den Archiven des Instituts für Zeitgeschichte, München, Gruppe I, Stück 62), S. 5. Mein Kampf,Bd. I, Kap. 10. Rede vom 4. April 1929, zit, in Otto Dietrich,Adolf Hitler als künstlerischer Mensch’, in: Nationalsozialistische MonatshefteIII (1933), S. 473.Google Scholar
  4. 4.
    Bettina Feistel-Rohmeder, Im Terror des Kunstbolschewismus,Folge 11/12, August/September 1928, berichtet von einem Treffen des Kampfbundes Anfang 1928 in München. Eugen Haug (nacheinander Vorsitzender des Reichshammerbundes, des Deutschvölkischen Schutz-und Trutzbundes und der NSDAP in Stuttgart) beschreibt die Gründung einer Ortsgruppe des Kampfbundes 1928 in Stuttgart in ‚Aufzeichnungen zur Vorgeschichte der Entstehung der NSDAP in Stuttgart’ (Manuskript in den Archiven des Instituts für Zeitgeschichte, München, Gruppe VI, Stück 166), S. 9. — In Die Kunstpolitik des Nationalsozialismus (Hamburg 1963) zeichnet Hildegard Brenner ein genaueres Bild der Anfänge des Kampfbundes und analysiert detailliert weitere Tendenzen der Kunstpolitik der Nazis, die in diesem und in den beiden folgenden Kapiteln angesprochen werden. Da meine Darstellung sowohl in den Fakten als auch in ihrer Interpretation stark von den Ausführungen Brenners abweicht, hielt ich es nicht für notwendig, in den Anmerkungen häufig auf ihre Analyse zu verweisen.Google Scholar
  5. 5.
    Die Kulturkrise der Gegenwart‘, in: VB,27. Februar 1929, bezeichnet das Treffen vom Vortag als die,erste‘ Versammlung des Kampfbundes.Google Scholar
  6. 7.
    Deutsche aller Berufe und Stände’, in: Kampfbund für deutsche Kultur,Flugblatt Nr. I, o.J. Der Text läßt eine Veröffentlichung Anfang 1929 vermuten.Google Scholar
  7. 8.
    A.a.O., und Ein Kampfbund für deutsche Kultur (München o.J.). Der Text läßt eine Veröffentlichung im Sommer 1930 vermuten.Google Scholar
  8. 11.
    Der Kampfbund versuchte sich zunächst als überparteiliche Organisation. So wurde keine der erwähnten Personen ausdrücklich um Unterstützung der NSDAP gebeten, anläßlich von Vorträgen auf Versammlungen des Kampfbundes wurden sie jedoch von Funktionären der Nazis vorgestellt.Google Scholar
  9. 14.
    Zu den akademisch gebildeten Mitgliedern zählten Friedrich Wilhelm Freiherr von Bissing, Professor für Ägyptologie in München, Carl Cornelius, Kunsthistoriker in München, Arthur Prüfen, Musikwissenschaftler in Leipzig, Andreas Heusler, Germanist in Basel, Adalbert Wahl, Historiker in Tübingen (Kampfbund für deutsche Kultur,a.a.O.). — In ihrer Einleitung beschreibt Feistel-Rohmeder den 1930 erfolgten Zusammenschluß von 17 verschiedenen kulturellen Organisationen, einschließlich des Kampfbundes, zum,Führerrat der Vereinigten Deutschen Kunst-und Kulturverbände, unter Führung ihrer eigenen Deutschen Kunstgesellschaft. In Folge 43 vom Januar 1931 erwähnt sie, daß der Kampfbund den,Führerrat‘ übernommen habe. Die Organisationen waren u.a.: Adler und Falken, Bund völkischer Lehrer Deutschlands, Deutscher Frauenkampfbund, Bayreuther Bund Deutscher Jugend und der Nordische Ring. Siehe auch die Erklärung des Stuttgarter Deutschen Befreiungs-Bundes (16. Juni 1930, Eugen Haug,,Aufzeichnungen zur Vorgeschichte, S. 42–43), in der er anläßlich seiner Verschmelzung mit dem Kampfbund seine Gründe erläutert.Google Scholar
  10. 15.
    Der Kampfbund hatte Ende 1930 Ortsgruppen in München, Stuttgart, Dresden, Weimar, Frankfurt und Augsburg (,Kampfbund für deutsche Kultur‘, in: VB, 12. November 1930, und weitere vereinzelte Angaben in der gleichen Zeitung zwischen 1929 und 1930); 1931 kamen Ortsgruppen in Karlsruhe, Wiesbaden, Darmstadt und Kaiserslautern hinzu (,Kampfbund für deutsche Kultur’, in: Nationalsozialistische Monatshef te, I [1931], S. 64–65, und VB, 1931, passim); im Laufe des Jahres 1932 wurden in Berlin, Essen, Mannheim, Jena, Köln und achtzehn weiteren Städten Ortsgruppen bzw. entsprechende kleinere Einheiten gegründet (,Ubersicht der Organisationsleiter, Obleute und Sachreferenten des KfdK-Groß-Berlin‘, in: Deutsche Kultur-Wacht II, 1933, H. 5, S. 18). Der politische Kopf der Berliner Ortsgruppe war Hans Hinkel, ein weiterer frustrierter Künstler, der Propagandist für den Nationalsozialismus geworden war. Nach 1933 bekleidete er verschiedene einflußreiche Posten im Propaganda-Ministerium. Zu den für Architekturfragen zuständigen Leitern der Berliner Ortsgruppe gehörten Schultze-Naumburg und Nonn.Google Scholar
  11. 16.
    In,Ein Vortrag des Kampfbundes für deutsche Kultur’, in: VB, 3. März 1929, wird von Reden, die Heuss in Weimar und München hielt, berichtet. Siehe auch VB, 9. März 1929Google Scholar
  12. 17.
    In,Der ewige Kampf zwischen Chaos und Gestalt. Eine Rede Alfred Rosenbergs über den Schicksalskampf der deutschen Kultur’, in: VB, 27. April 1929, wird über Rosenbergs Reden in München, Berlin und Dresden berichtet.Google Scholar
  13. 18.
    Siehe z.B. den Bericht zur Rede über,Kulturbolschewismus‘ von Dr. Werner Kulz in Kaiserslautern, in,Kulturumsturz in Deutschland’, in: VB, 25. Juni 1931Google Scholar
  14. 19.
    ‚Der Kampfbund für deutsche Kultur zum sächsischen Staatsliteraturpreis’, in: VB, 1. August 1929. Die Staatsregierung akzeptierte zwar das Geld, lehnte es jedoch ab, die Preise den vom Kampfbund nominierten Personen zuzuerkennen.Google Scholar
  15. 20.
    In,Kampfbund für deutsche Kultur‘, in: VB, 30. Oktober 1929, werden einige dieser Darbietungen beschrieben. Siehe auch,Ein Rückblick auf die Pfingsttagung des Kampfbundes zum Schutze der deutschen Kultur‘, in: VB, 17. Juni 1930Google Scholar
  16. 21.
    ‚Die Kampfbund-Bühne München steht!‘, in: VB, 23./24. Oktober 1932Google Scholar
  17. 22.
    Der Völkische Beobachter wurde zwar von Rosenberg herausgegeben, da aber Hitler sich immer sehr interessiert an dem Blatt zeigte und Göring seit 1928 die Parteipropaganda leitete, war Rosenberg für die redaktionelle Politik nicht allein verantwortlich.Google Scholar
  18. 23.
    Siehe z.B.,Neue Verhöhnung der deutschen Frontsoldaten auf der Bühne’, in: VB, 3. März 1928; Hans von Wolzogen,,Vergangenheit und Zukunft: Eine Betrachtung der Gegenwart‘, 3. November 1928; und der Leitartikel über Reinhardt am 16. April 1929.Google Scholar
  19. 24.
    Gottfried Feder,,Gegen die Negerkultur‘, in: VB, 31. Januar 1930Google Scholar
  20. 25.
    Gegen den Kulturbolschewismus‘, in: VB, 16. Januar 1929, ein sehr umfassender Artikel, der jene Künstler und ihre Werke angriff, gegen die auch der Kampfbund opponierte. In diesem Text findet sich die für Rosenberg typische Terminologie.Google Scholar
  21. 26.
    Der Desssauer Bauhausfilm; wie bauen wir gesund und wirtschaftlich?‘, in: VB, 16./17. Juni 1927; und,Neues Bauen - Neues Wohnen’, in: VB, 24. September 1927Google Scholar
  22. 28.
    Das technische Gesicht der neuen Münchner Ausstellung’, in: VB, 4. Mai 1928. Siehe auch,Eröffnung der Ausstellung,Heim und Technik‘; in: VB, 27. Mai 1928,,Ausstellung Heim und Technik München’, in: VB, 4. Juli 1928;,Die moderne Technik des Haushalts’, in: VB, 5. Oktober 1928.Google Scholar
  23. 29.
    ‚Die Großstadt ohne Straße. Ein phantastisches Zukunftsbild’, in: VB, 20. Juni 1929. Siehe auch,Die Großstadt der Zukunft‘, in: VB, 19./ 20. Dezember 1926;,Berlins Stadtplan bestimmend für den Stadtorganismus‘, in: VB, 23. September 1927,,Wovon leben die deutschen Großstädte‘, in: VB, 26. September 1928Google Scholar
  24. 30.
    Über Darrés Karriere und seinen Einfluß gibt es keine hinreichenden Darstellungen. Die folgenden Texte geben vereinzelte Hinweise: A. Bullock, Hitler, a Study in Tyranny, revidierte Ausgabe (New York 1962); K. Heiden, Der Führer (Boston 1944); K.D. Bracher u.a., Die nationalsozialistische Machtergreifung (Köln und Opladen 1960); Heinz Haushofers Beitrag über Darré in: Neue Deutsche Biographie, Bd. III (Berlin 1957), und der Beitrag über Darré in Wer Ist’s (Berlin 1953). Unter diesen Schriftstellern gibt es keine Einigung über Darrés Lebensweg zwischen 1926 und 1933; vor allem das Datum seines Parteieintritts ist umstritten. Alle weisen jedoch Darrés eigene Darstellung vor dem internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg zurück, er sei der Partei erst im April 1930 beigetreten und habe vorher keinen Kontakt zu ihr gehabt.Google Scholar
  25. 31.
    Wer Ist’s, 1935, und Heiden, S. 336–337. Haushofer, in: Neue Deutsche Biographie, III, S. 517, nennt das Jahr 1928. Darré wurde offensichtlich wegen seiner aggressiven Geopolitik und seiner Verbindungen zu Karl Haushofers Deutscher Akademie in München seines Amtes enthoben.Google Scholar
  26. 33.
    Wer Ist’s, 1935. Zum Rasse-und SiedlungsHauptamt siehe Gerald Reitlinger, The SS, Alibi of a Nation (London 1956)Google Scholar
  27. 34.
    Das Bauerntum als Lebensquell der Nordi-schen Rasse (München 1929). Seitenangaben beziehen sich auf die 7. Auflage aus dem Jahr 1938. Dem Vorwort zur 1. Auflage nach stellte Darré das Manuskript im Herbst 1928 fertig. Er betonte des öfteren den großen Einfluß von Mielkes Die Siedlungskunde des Deutschen Volkes (München 1927) und von Günthers Arbeiten.Google Scholar
  28. 38.
    Aus der Asphaltkultur der Großstadt‘, in: VB, 13. Juli 1928Google Scholar
  29. 39.
    Berlin, die unfruchtbarste Stadt der Welt’, in: VB, 30. April 1929Google Scholar
  30. 40.
    Unsere Stellung zu Damaschkes Bodenreform: Kulturpolitischer Irrtum‘, in: VB, 23. Juni 1931; Teil einer Serie über die Bodenreform, die Neuadel aus Blut und Boden als offizielles Naziprogramm betrachtet und ihm zustimmtGoogle Scholar
  31. 41.
    Ein Rückblick auf die Pfingsttagung des,Kampfbunds zum Schutze der deutschen Kultur’, in: VB, 17. Juni 1930Google Scholar
  32. 42.
    Die Reihenfolge der Ereignisse ist strittig. Sicher ist, daß Darré und Schultze-Naumburg im Frühjahr 1930 enge Freunde wurden, denn Neuadel aus Blut und Boden, im Frühjahr fertiggestellt, wurde in Schultze-Naumburgs Haus in Saaleck geschrieben (Vorwort zur 1. Aufl., München 1930 ). In diesem Buch drückt er mehrfach seine Dankbarkeit und Bewunderung aus. Es gibt jedoch keinen Hinweis dafür, daß diese Freundschaft bereits bestand, bevor Frick sich für Schultze-Naumburg zu interessieren begann.Google Scholar
  33. 43.
    Fritz Sauckel, Kampf und Sieg in Thüringen (Weimar 1934), S. 21Google Scholar
  34. 44.
    Sauckel,,Zeittafel‘, im Anhang des Buches, und General-Anzeiger (Dortmund), 14. April 1930, Reihe,Presse 1930 I‘, Gropius-ArchivGoogle Scholar
  35. 45.
    Justus Bier,,Zur Auflösung der Staatlichen Bauhochschule in Weimar’, in: Die Form, VI (1930), S. 269–274;,Wider die Negerkultur’, in: VB, 15. April 1930; F. Sauckel,,Die Rettung Thüringens’, in: VB, 20., 21., 22. April 1930;,Die Weimarer Hochschule für Baukunst‘, in: VB, 11. April 1930Google Scholar
  36. K.D. Bracher, Die Auflösung der Weimarer Republik (Villingen/Schwarzwald 1960), S. 360, Anm. 100; Georg Witzmann, Thüringen von 1918–1933; Erinnerungen eines Politikers (Meisenheim am Glan 1958), S. 153 ff.;,Jüdische Hetze gegen Schultze-Naumburg’, in: VB, 23. August 1930;,Schultze-Naumburg und die zünftige Kritik’, in: VB, 13. März 1931;,DVP sabotiert den Kulturaufbau‘, in: VB, 21. März 1931;,Was geht in Weimar vor?’, in: VB, 3. Oktober 1931; Jahrbuch der Deutschen Sozialdemokratie für das Jahr 1931 (Berlin: Vorwärts, 1931), S. 230–232; ‚Thüringer Kulturabbau Professor SchultzeNaumburgs‘, in: VB, 16. Januar 1932Google Scholar
  37. 47.
    ‚Ostische Bilder’, in: Hannoverscher Kurier, 29. November 1930, Reihe,Presse 1930 I‘, Gropius-ArchivGoogle Scholar
  38. 48.
    Das Bauhaus in Weimar’, Der Nationalsozialist (Weimar), 2. März 1930, Reihe ,Presse 1930 I‘, Gropius-Archiv; Das Bauhaus in Weimar’, in: VB, 14. März 1930; Paul Schultze-Naumburg, ,Die Weimarer Kunsthochschule, Niederdeutscher Beobachter (Schwerin), 27. Januar 1931, Reihe ,Presse 1931 II‘, Gropius-Archiv. ,Neues Bauen und Tradition’, in: VB, 13. Februar 1931 zufolge waren viele der neuen Dozenten, die Schultze-Naumburg einstellte, Studenten von Paul Schmitthenner in Stuttgart.Google Scholar
  39. 49.
    Mit Ausnahme einer kurzen Rezension von Kunst und Rasse (4. April 1928), die sich nur mit dem Kapitel über Malerei auseinandersetzte, und einer kurzen Ankündigung von Das Gesicht des Deutschen Hauses (19. Juni 1929)Google Scholar
  40. 50.
    Was geht in Weimar vor’, in: VB, 3. Oktober 1931; ,Jüdische Hetze gegen Schultze-Naumburg‘, in: VB, 23. August 1930; H.F. Schmidt, ,Moderne Baukunst‘, in: VB, 27. März 1930.Google Scholar
  41. 51.
    Siehe die Broschüre Deutsche Kunst und Rasse, nachgedruckt im Kampfbund für Deutsche Kultur, etwa Mitte 1930. Diese Broschüre ist anonym, zitiert jedoch direkt aus Kunst und Rasse und ähnelt im Wortlaut sehr einer Rede Schultze-Naumburgs anläßlich der ,Kulturpolitischen Tagung‘ der Thüringer DNVP im April 1930 (,Idioten und Dirnen’, Welt am Montag, 14. April 1930, Reihe ,Presse 1930 I‘, Gropius-Archiv).Google Scholar
  42. 52.
    Kultur und Macht; Machtentwicklung als Voraussetzung echter Volkskultur; Alfred Rosenberg auf der Tagung des KfdK in Weimar’, in: VB, 13. Juni 1930;,Ein Rückblick auf die Pfingsttagung des Kampfbunds zum Schutze der deutschen Kultur‘, in: VB, 17. Juni 1930;,Ansprache des Staatsministers Dr. Frick auf dem Kongreß des Kampfbundes für deutsche Kultur, Pfingsten 1930’, in Kampfbund für deutsche Kultur, etwa Mitte 1930, S. 19Google Scholar
  43. 53.
    Felix Schmidt, ,Der Kampfbund der Deutschen Architekten und Ingenieure im Kampfbund für Deutsche Kultur’, in: Deutsche Technik, I (1933), S. 47–49. Deutsche Kultur-Wacht, II (1933), H. 5, S. 18 beschreibt die Gründung dieser Organisation in Berlin im Februar 1932 und ihre weitere Entwicklung.Google Scholar
  44. 54.
    Gottfried Feder, Hrsg., Deutsche Technik (Berlin 1933 ff.). Die Tagungen, die in Kapitel 7 näher beschrieben werden, fanden vom 24. bis zum 25. Juni in Weimar und am 15. Dezember in Berlin statt. Siehe ‚Führertagung der deutschen Architekten und Ingenieure‘, in: Deutsche Kultur-Wacht, II (1933), H. 13, S. 8–9; und,Wider den Kulturbolschewismus! Machtvolle Kundgebung des Kampfbundes der deutschen Architekten und Ingenieure‘, in: VB, 16. Dezember 1933Google Scholar
  45. 55.
    Kampf umd die Kunst (München: Eher, 1932), S. 5Google Scholar
  46. 57.
    Dresden und München: ,Schultze-Naumburg in München im ,Kampfbund für deutsche Kultur‘, in: VB, 10. Februar 1931; ,Schultze-Naumburg und die zünftige Kritik‘, in: VB, 13. März 1931; ,Wo bleibt die gute, moderne Kunst?!... Schultze-Naumburg, Panizza, Grassmann, und was Herr Essein dazu zu sagen hat’, in: VB, 10. April 1931. Paul Renner gibt in seinem Kulturbolschewismus? (München 1932), S. 8 —10 eine lebendige Beschreibung des zweiten Münchner Vortrags, bei dem die Sturmtruppen den Maler Wolf Panizza für dessen Ausruf „Wo bleibt die gute, moderne Kunst?“ niederknüppelten, während Schultze-Naumburg seine Dias zeigte. Siehe auch ,Der Kampf um die Kunst’, in: VB, 13. Februar 1931; ,Schultze-Naumburg spricht in Wiesbaden’, in: VB, 17. März 1931; und ,Schultze-Naumburg in Darmstadt und Frankfurt’, in: VB, 24. März 1931Google Scholar
  47. 58.
    K.J. Fischer, ,Kampf um Schultze-Naumburg’, in: VB, 5. März 1931; ,Schultze-Naumburg und die zünftige Kritik‘Google Scholar
  48. 59.
    Aus der Rede ,Neues Bauen und Tradition’, die Schmitthenner im Februar 1931 zunächst in Weimar hielt (,Neues Bauen und Tradition’, in: VB, 11. Februar 1931), und später noch häufig wiederholte. Zitiert aus der wortgetreuen Niederschrift in K.W. Straub, ,Bekenntnisse eines deutschen Baumeisters’, in: VB, 30. März 1932, die eine der nachfolgenden Veranstaltungen in Berlin zum Thema hat. Zu anderen Versionen siehe: ,Neues Bauen und Tradition’, in: Schwäbischer Merkur, 2. April 1931; ,Kampfbund Kundgebung in Württemberg’, in: Deutsche Kultur-Wacht, II (1933), H. 9, S. 13 — 14; ,Tradition und neue Kunst’, in: Bauwelt, XXIV (1933), S. 789; ,Tradition und neue Kunst’, in: VB, 16./17. Juli 1933Google Scholar
  49. 60.
    Sachlichkeit in alter und neuer Bauweise; ein Vortragsabend des Kampfbundes für deutsche Kultur‘, in: VB, 3. März 1932Google Scholar
  50. 61.
    Architektur und Revolution’, in: VB, 2. Februar 1933. Brenner irrt in der Annahme, daß Senger einer der ersten Kampfbund-Redner gewesen sei (Hildegard Brenner, Die Kunstpolitik des Nationalsozialismus Hamburg 1963, S. 11–13). Bis 1931 weigerte er sich, unter der Schirmherrschaft des Kampfbunds zu sprechen oder zu schreiben (Renner, Kulturbolschewismus? S. 59–60).Google Scholar
  51. 62.
    Die Treffen der Ortsgruppen werden beschrieben in ,Kampfbund der deutschen Architekten und Ingenieure, in: Deutsche Kultur-Wacht, II (1933), H. 5, S. 18. Zu weiteren wichtigen Vorträgen Schultze-Naumburgs anläßlich von KDAI-Treffen siehe: ,Architekten und Ingenieure vor die Front! Zur Reichstagung des KDAI‘, in: VB, 6./7. November 1932; und ,Führertagung der deutschen Architekten und Ingenieure‘, in: Deutsche Kultur-Wacht, II (1933), H. 13, S. 8–9Google Scholar
  52. 63.
    Kampfbund der deutschen Architekten und Ingenieure‘, in: VB, 3. März 1932Google Scholar
  53. 64.
    Winfried Wendland, ,Moderne Baukunst — Junge Baukunst‘, in: Bauwelt, XXIII (1932), S. 740–741Google Scholar
  54. 65.
    Führertagung des Kampfbundes deutscher Architekten und Ingenieure‘, in: VB, 29. Juni 1933; und ,Wider den Kulturbolschewismus! Machtvolle Kundgebung des Kampfbundes der deutschen Architekten und Ingenieure‘, in: VB, 16. Dezember 1933Google Scholar
  55. 66.
    Rosenberg spricht über Kunst’, Deutsche Allgemeine Zeitung, B. Mai 1934; Rosenberg, ,Kampf um die Kunst’, Rede vom 26. September 1934 in Berlin, abgedruckt in: Nationalsozialistische Monatshefte, IV (1934), S. 1095–1099; und ,Gesinnung und Kunst’, Rede vom 7. Juni 1935 in Düsseldorf, Nachdruck, V (1935), S. 607. Rosenberg äußerte eine ähnliche Ansicht über die Technik wie Schultze-Naumburg und Feder in ,Kultur und Technik’. Rede vom 6. Juni 1935, abgedruckt in: Gestaltung der Idee (München 1939), S. 319–328.Google Scholar
  56. 67.
    Angriffe auf die neue Architektur tauchten im Völkischen Beobachter erstmalig im Sommer 1929 auf; die Herausgeber veröffentlichten zu dieser Zeit jedoch weiterhin Artikel von gegenteiliger Tendenz. Innerhalb der ersten Gruppe sind die Kolumnen von Friedrich Imholz erwähnenswert: ,Die Orientalisierung der deutschen Baukunst‘, in: VB, 22. August 1929; ,Die Gefahren der Orientalisierung unserer Baukunst‘, in: VB 19. November 1929; ,Kirchenbau und ,moderner‘ Baustil’, in: VB, 15. Januar 1930. Im Februar veröffentlichte der Völkische Beobachter eine ausführliche Gegendarstellung zu Imholz: Karl J. Fischer, ,Neuer Baustil als Ausdruck neuer Zeit’, in: VB, 14. Februar 1930; im März eine Widerlegung von Fischers Thesen: H.F. Schmidt, ,Moderne Baukunst‘, in: VB, 27. März 1930. Noch im Juni vertraten die Herausgeber gegenüber dem neuen Stil keine klare Position - siehe den positiven Bericht über Gropius’ Beitrag zur Werkbundausstellung in Paris, ,Die Wohnung für das Existenzminimum‘, in: VB, 28. Juni 1930. Am 2. Juli jedoch wurde Gropius in einem anderen Artikel zur gleichen Ausstellung beschuldigt, auf eine proletarische „Diktatur in Kunstsachen“ hinzuarbeiten (,Der deutsche Werkbund in Paris’); von diesem Zeitpunkt an war jede Erwähnung der Arbeit der Ring-Architekten negativ gefärbt.Google Scholar
  57. 68.
    Es gibt viele Beispiele für diese Gleichsetzung von Neuem Bauen und moderner Kunst. Siehe vor allem ,Bolschewismus oder Deutschland’, in: VB, 2. März 1933; ,Jetzt wird der Schlußstrich gezogen!’ Wahlaufruf vom 5./6. März 1933; und einen ähnlichen Artikel in Der Angriff ,Vierzehn Jahre Marxistischer Baukunst‘, 1. März 1933. Der Artikel ,Irrung und Entwirrung. Bildende Kunst gestern, heute und morgen’, in: VB, 28. September 1932, stellt in Aussicht, daß sich die neue deutsche Kunst zuerst in der Architektur ausdrücken werde.Google Scholar
  58. 69.
    ‚Eine Abrechnung mit dem System May, Gropius, Taut und Konsorten!‘, in: VB, 12./13. Juli 1931. Siehe auch Paul Schmitthenner,,Gestalteter Zeitgeist. Baukunst und Stil im Jahrhundert der Technik‘, in: VB, 27. Januar 1933Google Scholar
  59. 70.
    Entscheidungskämpfe um die deutsche Kultur’, VB, 11. Februar 1932, liefert eine besonders deutliche Darstellung der Zusammenhänge zwischen Neuem Bauen und ,Kulturbolschewismus‘.Google Scholar
  60. 71.
    Berliner Bauausstellung und Wohnungs- not’, in: VB, 6. Juni 1930; ,Der deutsche Werk- bund in Paris’, in: VB, 2. Juli 1930; ,Auch Schweden lehnt sich gegen das ,Neue Bauen‘ auf’, in: VB, 5. November 1930; ,Was die Berliner Bauausstellung zeigt!‘, in: VB, B. Juli 1931; ‚Nachwort zur Berliner Bauausstellung’, in: VB, 7. August 1931; ,Leuchtende Wände - Lichtgas-wände, in: VB, 2. März 1932; ,Sonne, Luft und Haus für alle: Berliner Sommerschau 1932’, in: VB, B. Juni 1932Google Scholar
  61. 72.
    Siehe z.B. ,Wider den Bolschewismus in der Baukunst‘, in: VB, 3. Dezember 1930; ,Flachdachkrach!...‘, in: VB, 3. Juli 1931; und ,Kampf um Gropius‘, in: VB, 28. Januar 1932.Google Scholar
  62. 73.
    Bolschewismus im Bauwesen’, in: VB, 22. Oktober, 5. und 7. November 1932Google Scholar
  63. 74.
    Das Ziel unseres kulturpolitischen Kampfes’, in: VB, 4. November 1932. Unter dieser Seitenüberschrift erscheinen drei Artikel; die zitierte Textstelle ist dem zweiten entnommen: ,Schrankenloses Bekenntnis zu einer deutschen Kunst’, Die ,Kathedrale des Marxismus’ - und ihre ,Gläubigen‘ ,Kulturelle Erneuerung aus Volks-und Rassebewußtsein‘Google Scholar
  64. 75.
    ‚Bauelend und Kulturverödung im heutigen Staate‘, in: VB, 19. August 1930. S.a. ,Die neue Architektur und ihre Gefahren’, in: VB, 12. Juli 1930Google Scholar
  65. 76.
    ‚Bauelend...‘. Siehe auch ,Zum Thema; Wohin unsere Steuergelder kommen?’, in: VB, 4. Juli 1931; und ,Wo unsere Steuergelder hinkommen: Die ,R.F.G.’ oder wie mit öffentlichen Mitteln eine Überorganisation genährt wurde‘, in: VB, 4. September 1931.Google Scholar
  66. 77.
    ‚Eine Abrechnung...‘, in: VB, 12./13. Juli 1931. Siehe auch alle Artikel in Anm. 71Google Scholar
  67. 78.
    ‚Schultze-Naumburg und die zünftige Kritik‘, in: VB, 13. März 1931Google Scholar
  68. 80.
    Jetzt wird der Schlußstrich gezogen!’ Wahlaufruf, 5./6. März 1933Google Scholar
  69. 81.
    ‚Vom deutschen Kunstreich jüdischer Nation’, in: VB, 2. Februar 1933Google Scholar
  70. 82.
    ‚Eine Abrechnung...‘, in: VB, 12./13. Juli 1931Google Scholar
  71. 83.
    ‚Das Ziel unseres kulturpolitischen Kampfes.‘, in: VB, 4. November 1932Google Scholar

Copyright information

© Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Braunschweig 1986

Authors and Affiliations

  • Barbara Miller Lane
    • 1
  1. 1.WayneUSA

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