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Die Auseinandersetzung um das Neue Bauen

  • Barbara Miller Lane
Chapter
Part of the Schriften des Deutschen Architekturmuseums zur Architekturgeschichte und Architekturtheorie book series (Arch.)

Zusammenfassung

Die fortschrittlichen Architekten verdankten ihren Erfolg in Deutschland in den späten zwanziger Jahren nicht nur staatlicher und städtischer Schirmherrschaft, sondern auch eigenen Anstrengungen, ihre Arbeiten und Ideen bekannt zu machen. Durch eine Flut von Büchern, Flugblättern, Zeitschriftenartikeln und Vorträgen beeinflußten sie Fachwelt und Öffentlichkeit in ihrem Sinne. Obwohl das Neue Bauen in den zwanziger Jahren nur einen kleinen Teil des gesamten Bauvolumens ausmachte, stand die neue Architektur sowohl in der Tages- als auch in der Fachpresse bald im Mittelpunkt des Interesses. Die öffentliche Diskussion über Arbeit und Absicht moderner Architekten war weithin verbreitet und verhalf ihnen zu weiterer Popularität. Gleichzeitig hielt jedoch die große Publizität des Neuen Bauens die Argumente aus dem Bauhaus-Streit lebendig und verschaffte so auch den Gegnern der neuen Architektur Gehör in der Öffentlichkeit. Um das Jahr 1930 hatte die Auseinandersetzung zwischen Gegnern und Befürwortern des Neuen Bauens beachtliche Ausmaße erreicht. Die Nazis erkannten allmählich die politische Brisanz dieser Kontroverse und räumten der Architektur nach und nach eine wesentliche Rolle innerhalb ihrer Propaganda ein.

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Literatur

  1. 1.
    Walter Gropius, Internationale Architektur (München, 1925), und Bauhausbauten Dessau (München 1930); zusammen mit Laszlo Moholy-Nagy als Hrsg., Bauhaus Bücher (Dessau 1926–1931). Bruno Taut, Bauen: Der neue Wohnbau (Leipzig 1927), und Neues Bauen in Europa und Amerika (Leipzig 1929). Taut schrieb auch eine englische Fassung: Modern Architecture (London 1929).Google Scholar
  2. 2.
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    Walter Riezler, Hrsg., Die Form (Berlin 1925 —1935). Zu den Ausstellungen des Werkbunds gehörten die Stuttgarter Weißenhof-Siedlung (1927), die Gebäude in Breslau (1929) und Köln (1928; hierzu zählte auch Bartnings Stahlkirche), der deutsche Pavillon von Mies van der Rohe auf der Weltausstellung in Barcelona (1929), die von Gropius organisierte internationale Ausstellung in Paris (1930) und eine Reihe kleinerer Ausstellungen wie z.B.,Kult und Form’, die in Berlin Kirchenausstattungen zeigte (1930).Google Scholar
  4. 4.
    Zu den Mitgliedern und zur Gründung des Rings, siehe Die Form 11(1926), S. 225. Die Mitglieder behaupten, der Ring symbolisiere „in sich geschlossene(n) Form, ohne Spitze“, also eine ausgesprochen kooperative Organisation und eine rein geometrische Form. Zu einer der Ausstellungen dieser Gruppe, siehe Ludwig Hilberseimer,,Die neue Küche’, in: Zentralblatt der Bauverwaltung, IL (1926), S. 28–29. Von 1926 an verfügte der Ring über eine Rubrik in der Bauwelt und veröffentlichte ebenfalls Tauts Bauen: Der neue Wohnbau, das zu einem Teil aus Vergleichen zwischen modernen und historisierenden Gebäuden bestand, zum Nachteil der letztgenannten. Zu den BDA-Wahlen siehe Hannoverscher Courier, 13. September 1927,,Presse 1925/27’, Gropius-ArchivGoogle Scholar
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    Zur Gründung des CIAM, siehe Die Form V (1929), S. 124Google Scholar
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    Siehe z.B. den Bericht über Vorträge anläßlich des Magdeburger Kolloquiums zur Stadtplanung, in: Magdeburger Generalanzeiger, 16. Oktober 1927, Reihe,Presse 1925/1927’, Gropius-Archiv; und Berichte über Gropius’ Vorträge in München, Hagen, Leipzig, Frankfurt und Dortmund im Jahr 1927 in der gleichen Reihe. Die Radiosendungen wurden vom 19. bis zum 25. Januar 1930 ausgestrahlt; beteiligt waren May, Haesler, Riphahn und Gropius. Siehe,Neues Bauen, neues Wohnen’, in: Mitteilungen des deutschen Werkbundes, 15. Januar 1930Google Scholar
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    Worte Deutsch’, in: Uhu, 1930, S. 67; und,Nur 10 Jahre — eine andere Welt’, in: Münchner Illustrierte Presse, 4. November 1928, Reihe,Presse 1930 I`, Gropius-ArchivGoogle Scholar
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    Deutschland-Führer, mit englischem Text (Reichsbahnzentrale für den deutschen Reiseverkehr, o.J.), Reihe,Presse 1930 I`, Gropius-Archiv. Siehe auch die Berichte zur Pariser Werkbund-Ausstellung in: Neue Leipziger Zeitung, 13. Juni 1930; Berliner Tageblatt, 31. Mai 1930; und Stuttgarter Neues Tageblatt, 23. Mai 1930, in der gleichen ReiheGoogle Scholar
  13. 13.
    Walter Gropius,,Systematische Vorarbeit für rationellen Wohnungsbau’, in: Bauhaus, II (1927), S. 1Google Scholar
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    Siehe neben,Systematische Vorarbeit…`,,Wie wollen wir in Zukunft bauen’, in: Wohnungswirtschaft, I (1924), S. 152 —154, zum Gebrauch industriell gefertigter Materialien und Bauteile im Wohnungsbau;,Wohnungsbau der Zukunft`, Wohnungswirtschaft, II (1925), S. 11–12;,Das kreisrunde Zukunftshaus’, Vortrag über Vorfertigungsmethoden, dargestellt in: Neue Leipziger Zeitung, 20. April 1926; diese Rede wurde bei verschiedenen Gelegenheiten wiederholt; und der oft gehaltene Vortrag,,Flach-, Mittel-oder Hochbau’, abgedruckt in: Moderne Bauformen, XXX (1931), S. 321–340Google Scholar
  15. 16.
    Wagner hielt kostengünstige Baumethoden zur Errichtung vorstädtischer Großsiedlungen für notwendig, damit „das Volk in der reinen Luft der sonnigen Gartenstadt leben und arbeiten“ kann (,Englische Gartenstädte, in: Wohnungswirtschaft, II, 1925, S. 145–147). Daneben glaubte er, daß der Einsatz von Maschinen im Wohnungsbau eine saisonunabhängige Beschäftigung der Bauhandwerker garantieren würde und so die notwendigen Grundlagen zur Errichtung gemeinnütziger Kooperativen wie der sozialen Bauhütten schaffen könnte (,Probleme der Baukosten-Verbilligung’, in: Soziale Bauwirtschaft, IV [1924], S. 131–132). Er sah in diesen Kooperativen Mikrokosmen einer „gemeinwirtschaftlichen” Demokratie, vergleichbar dem englischen Gildensozialismus (,Neue Wege zum Kleinwohnungsbau: Ein Programm der Selbsthilfe`, in: Soziale Bauwirtschaft, IV [1924] S. 22–33; und,Der Gildenstaat`, in: Soziale Bauwirtschaft, V [1925] S. 252–256). Siehe auch,Der rationelle Wohnungsbau`, in: Wohnungswirtschaft, I (1924), S. 157 —163;,Jedem Deutschen eine gesunde Wohnung’, in: Wohnungswirtschaft, II (1925), S. 169–171 und,Rationalisierter Wohnungsbau`, in: Soziale Bauwirtschaft, V (1925), S. 269 — 270Google Scholar
  16. 17.
    Ernst May,,Rationalisierung des Bauwesens’, Frankfurter Zeitung, 14. April 1926Google Scholar
  17. 18.
    Zu Tauts Ansichten über kostengünstige Baumethoden siehe,Ersparnis im Wohnungsbau durch rationelle Einrichtung’, in: Wohnungswirtschaft, I (1924), S. 2–25; und,Die industrielle Herstellung von Wohnungen’, in: Wohnungswirtschaft, S. 157–158. Die Aussage zur,wissenschaftlichen` Arbeit des Architekten stammt aus Modern Architecture, S. 134.Google Scholar
  18. 19.
    Fünf Jahre Wohnungsbau in Frankfurt am Main’, in: Das neue Frankfurt, V (1930), Nr. 2–4Google Scholar
  19. 20.
    Siehe die Berichte über Gropius’ Vortrag,Die funktionelle Stadt`, in der Reihe,Presse 1931 III`; Hilberseimer, Großstadt Architektur, S. 3 —21; Wagner,,Verkehr und Tradition’, in: Das neue Berlin, 1 (1929), S. 129–135; und May,,Rationalisierung des Bauwesens’Google Scholar
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    Gropius,,Idee und Arbeit des Baushauses`, in: Berliner Börsen-Zeitung, 6. März 1926; und,Die Wurzeln der neuen Baukunst`, in: Aachener Anzeiger, 9. November 1927, Reihe,Presse 1925/ 1927’, Gropius-Archiv. Wie Gilbert Herbert in: The Synthetic Vision of Walter Gropius (Johannesburg 1959) nachweist, hat Gropius jahrelang diese Überzeugung vertreten. Sowohl in Bauen: Der neue Wohnbau als auch in Modern Architecture macht Taut deutlich, daß es das Ziel des Neuen Bauens sei, Gebrauchsgegenstände mit Hilfe der Kunst zu adeln und ihnen so intellektuellen und geistigen Inhalt zu vermitteln. Siehe auch Mies van der Rohes Vortrag,Die neue Zeit’, den er anläßlich der gemeinsamen Tagung des österreichischen und deutschen Werkbunds in Wien hielt, abgedruckt in: Die Form, VI (1930), S. 406.Google Scholar
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    Zitiert in: Welt am Montag, 12. Juli 1926, Reihe,Presse 1925/1927’, Gropius-ArchivGoogle Scholar
  22. 23.
    W.C. Behrendt,,Geleitwort`, in: Die Form, I (1925), S. 1. Zusammen mit Behrendts einleitenden Worten (die diesem Zitat unmittelbar vorausgehen) verdeutlichen diese Aussagen das Gedankengut, das den meisten Veröffentlichungen radikaler Architekten zugrunde lag. Sie waren der Meinung, daß,Form` in der Kunst eng verbunden sei mit Form bzw. Aufbau von Gesellschaft und Kultur und diese daher,reflektiere`. Behrendt begann mit den Worten: „Alle gestaltende Arbeit findet ihr Ende und ihren sichtbaren Ausdruck in der Form. Form ist Ordnung. Die neue Welt der Arbeit aber, die um uns erstanden ist, hat für sich bisher noch keine Ordnung gefunden.“ Auf der Grundlage dieser Gedanken plante der Werkbund für 1934 eine große Ausstellung unter dem Titel,Die neue Zeit’, die die neue,Form` für alle Aspekte des modernen Lebens darstellen sollte, von der Architektur bis zu Sport, Politik und Völkerbund. Dieses außergewöhnliche Projekt wurde von Ernst Jäckh geplant und wird von ihm erläutert in,Idee und Realisierung der internationalen Werkbund-Ausstellung ,Die neue Zeit’ Köln 1932’, Die Form, V (1929), S. 401— 421.Google Scholar
  23. 24.
    Emil Utitz, ,Zweckmäßigkeit und Sachlichkeit’, in: Dekorative Kunst, XXVI (1923), S. 194. Eine gute Untersuchung über die Herkunft des Begriffs ,Die neue Sachlichkeit’ ist Fritz Schmalenbachs Artikel in Art Bulletin, XXII (1940), S. 161–165, der diesen Terminus auf eine von Gustav Hartlaub, Direktor der Mannheimer Kunstgalerie, Mitte 1923 organisierte Ausstellung über postexpressionistische Malerei zurückführt. Schmalenbach erkannte jedoch nicht, daß der Begriff zur gleichen Zeit, als Hartlaub ihn auf die Malerei anwendete, bereits zur Beschreibung der Architektur verwendet wurde.Google Scholar
  24. 25.
    Ernst von Niebelschütz, ,Moderne Baukunst`, in: Magdeburgische Zeitung, 25. Januar 1924, ,Zeitungsarchiv 5’, Gropius-Archiv; Paul Westheim, ,Architektur-Entwicklung`, in: Die Glocke, X (1924), S. 181–185. Eine ähnliche Ansicht vertritt Fritz Stahl, ,Der gebrochene Bann’, in: Berliner Tageblatt, 10. Februar 1923, ,Zeitungsarchiv 3’Google Scholar
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    Gustav Hartlaub, ,Ethos der neuen Baukunst`, in: Die Form V(1929), S. 101–106. Siehe auch den Brief Hartlaubs an Alfred Barr, B. Juli 1929, zitiert in: Schmalenbach, S. 162Google Scholar
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    In einigen kunst-und literaturgeschichtlichen Arbeiten wird vielfach der Begriff verwendet, um das Ende des Expressionismus und der mit ihm verbundenen utopischen Hoffnungen zu bezeichnen. Siehe z.B. Bernard Myers, The German Expressionists: A Generation in Revolt (New York 1956) und Walter Sokel, The Writer in Extremis: Expressionism in Twentieth-Century German Literature (Stanford 1959)Google Scholar
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    Max Osborn, ,Walter Gropius`, in: Vossische Zeitung, 9. April 1930, Reihe ,Presse 1930 I`, Gropius-Archiv; Alexander Dorner, Walter Gropius`, in: Bauwelt, 10. April 1930, in der gleichen Reihe; und Osborn, ,Gropius und die Seinen’, in: Vossische Zeitung, 22. Mai 1930, in der gleichen ReiheGoogle Scholar
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    Müller-Wulckow, Bauten der Arbeit, S. 10, über Bauten von Mendelsohn und Luckhardt & AnkerGoogle Scholar
  29. 34.
    Henry-Russell Hitchcocks Painting towards Architecture (New York 1948) zeigt, daß viele formale Merkmale des neuen Stils aus der modernen Malerei abgeleitet werden können und markiert damit einen Wendepunkt in der Architekturgeschichte. Spätere Architekturhistoriker, wie Giedion und Joedicke, haben diese formale Entwicklung der modernen Architektur unterstrichen.Google Scholar
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    Bauten Schultze-Naumburgs (Weimar 1940) und Kapitel 1. Die Aufsätze waren seine Kulturarbeiten (München 1907 —1910), 6. Bd.Google Scholar
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    Paul Schultze-Naumburg, ABC des Bauens, 2. Aufl. (Stuttgart 1927), S. 24Google Scholar
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    Konrad Nonn, ,Zusammenfassendes über das Bauhaus’, in: Zentralblatt der Bauverwaltung, XXXXVII (1927), S. 105. Das Zentralblatt veröffentlichte ebenfalls Glückwunschbriefe Schultze-Naumburgs und Emil Höggs an Nonn (S. 137, 138) und ein Schreiben des Rings als Antwort auf seine Vorwürfe (S. 762).Google Scholar
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    Siehe z.B. ,Kurzlebige Moden für Wohnhausbauten?`, in: Deutsche Bauhütte, XXXII (1928), S. 66; und ,Kritisches zur REG’, S. 156157.Google Scholar
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    Reform-Bauweisen für Siedlungs-Verbilligung (Hannover 1930); Bausünden und Baugeld-Vergeudung (Hannover etwa 1930)Google Scholar
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    Brief des Innungs-Verbands deutscher Baugewerksmeister, Berlin, 25.3.1927, in: Zentralblatt, XXXXVII (1927) S. 153; Brief des Reichsverbands der deutschen Dachdecker, o.f.., S. 152, mit dem Inhalt, Nonn habe die deutschen Bauberufe von einer langjährigen Bedrohung befreitGoogle Scholar
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    Siehe Gropius’ Briefe vom 11. und 27. Oktober 1926 an den Herausgeber der Bauwelt, Paulsen; Reihe ,Flaches Dach’, Gropius-Archiv, die sich auf verschiedene Veröffentlichungen im Deutschen Dachdecker-Handwerk im Jahre 1926 beziehen. Siehe auch ,Das deutsche Dach’, in: Deutsches Dachdecker-Handwerk, 1926, Nr. 52, in der gleichen ReiheGoogle Scholar
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    Im Gropius-Archiv siehe ,Zum Abtritt Walter Gropius`, in: Der deutsche Zimmermeister, 19. Juli 1928; ,Gegen die Haesler-Bauten in Kassel’, in: Ziegel und Zement, 6. Juni 1930; ,Reform Bauweisen’, in: Deutsche Ziegelzeitung, 14. Juni 1930; ,Neues sachliches Bauen: Weitere Mißerfolge des Flachdaches!`, in: Ziegelwelt, 9. Juli 1931; ,Kritik an der RFG’, in: Der deutsche Steinbildhauer, 15. Mai 1932Google Scholar
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    Emil Högg, ,Wege und Ziele deutscher Baukunst`, nachgedruckt in: Deutsche Bauzeitung, LX (1926), S. 653 — 656, 658 — 664. Es handelt sich nicht um den Bundeskongreß des BDA, sondern um den einer konkurrierenden Organisation.Google Scholar
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    Gropius’ Brief an Paulsen vom 27. Oktober 1926 zufolge (siehe Anm. 43), wurde Höggs Rede gegen Ende des Jahres 1926 in der Zeitschrift Deutsches Dachdecker-Handwerk nachgedruckt. J. Wienkoop lehnte sich in ,Wandlungen der Baukunst im Lichte der deutschen Kultur`, in: Deutsche Bauzeitung, LX (1926), S. 701–704, 718720, eng an Höggs Argumentation an. Bettina Feistel-Rohmeder, Im Terror des Kunstbolschewismus (Karlsruhe 1938), Folge 11/12, August/September 1928, nennt weitere Wiederholungen und Veröffentlichungen von Höggs Vortrag. Martin Elsaesser, Mays Assistent in Frankfurt, versuchte Höggs und Wienkoops Ausführungen in Deutsche Bauzeitung, LX (1926), S. 721, zu begegnen.Google Scholar
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    Hans F.K. Günther, Rasse und Stil (München 1926). Schultze-Naumburg, ,Zur Frage... des flachen Daches’, S. 780; Albrecht Haupt, ,Rasse und Baukunst`, in: Deutsche Bauhütte, XXX (1926), S. 135. Siehe auch das Streitgespräch zwischen Gropius und Schultze-Naumburg in der Aprilausgabe des Uhu: ,Wer hat Recht? Traditionelle Baukunst oder Bauen in neuen Formen’, in: Uhu, VII (1926), S. 30–40; und Hugo Häring, ,Die Tradition, Schultze-Naumburg und wir’, in: Die Form, II (1926), S. 180Google Scholar
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    Sengers historisierende Architektur wird beschrieben in: Paul Renner, Kulturbolschewismus? (München und Leipzig 1932), S. 24. Renner war führendes Mitglied des Münchner Werkbundes; sein Buch war eine scharfsinnige Verteidigung des Neuen Bauens.Google Scholar
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    Krisis der Architektur (Zürich 1928): Die Brandfackel Moskaus (Zurzach/Schweiz 1931). Sengers Terminologie veranlaßte Konrad Nonn wahrscheinlich, seine eigene zu ändern: gegen Ende der zwanziger Jahre bezeichnete Nonn den neuen Stil ebenfalls als ,kommunistisch` und ,bolschewistisch` (,Die bolschewistische Architektur’, in: Deutsche Zeitung, 21. April 1929; und ,Homunkulus Architektur`, in: Deutsche Bauhütte, XXXIV [1930], S. 142)Google Scholar
  48. 64.
    Renner zufolge in verschiedenen deutschen Zeitschriften. Ich habe die Version im Völkischen Beobachter (im folgenden: VB), 22. Oktober, 5., 7. und 21. November 1930 unter dem Titel ,Bolschewismus im Bauwesen` benutzt. Senger wurde erst 1932 oder 1933 Parteimitglied der Nazis; Zur Einstellung des Völkischen Beobachters ihm gegenüber siehe Kapitel 6Google Scholar
  49. 66.
    Die Darstellungen Sengers mußten drastisch gekürzt und zuweilen neu geordnet werden, um seine Argumentation lesbar zu machen.Google Scholar
  50. 67.
    Brandfackel, S. 47. Senger konnte natürlich nicht beweisen, daß industrielle Fertigung die Existenz der Bauhandwerker bedrohe, denn die Entwürfe radikaler Architekten für industriell gefertigte Gebäudeeinheiten kamen zwischen den Weltkriegen kaum zur Ausführung. Senger griff auf die Anschuldigung zurück, daß die Verwendung von Beton (er nannte ihn ,Zement`) in den RFG-Siedlungen den Ruin zahlreicher Ziegeleien verursacht hätte (S. 69) und daß die Verwendung neuer industriell gefertigter Dämm-Materialien Maurern und Zimmerleuten geschadet hätte (S. 31), weil sie möglicherweise gezwungen waren, dünnere Wände zu bauen.Google Scholar
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    Kulturbolschewisten`, in: Der Ring, II (1929), S. 611; Egon Trümpener, ,Bolschewisierung in der Architektur`, in: Neue Preußische Kreuz-Zeitung, 1. Oktober 1929. Zur politischen Färbung des Rings siehe Fritz Stern, The Politics of Cultural Despair (Berkeley 1961), S. 264–265Google Scholar
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    Rosa Kurzweil-König, ,Deutsches Heim und moderne Baukunst`, in: Ludendorffs Volkswarte, 16. Februar 1930Google Scholar
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    Hugo Hübsch, ,Berliner Kunstchronik’, in: Deutsche Tageszeitung, 16. April 1930; Gustav Steinlein, ,Das wahre Gesicht der neuen Baukunst’, in: Münchner Zeitung, 31. Dezember 1930; und ,Politik, Wirtschaft, Baukunst`, in: Münchner Zeitung, 21. Januar 1931Google Scholar
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    Hasso Becker, ,Vom neuen Bauen’, in: Der Jungdeutsche, 21. Juli 1932, Reihe ,Presse 1932/ 1934’, Gropius-Archiv; ,Eine eingestürzte Kathedrale’, in: Berliner Lokal-Anzeiger, 24. August 1932, in der gleichen Reihe; Reinhold Goering, ,Käfige oder Gemeinschaftsraum`, in: Der Tag, 30. September 1932. Goering behauptete, die neuen Wohnungen mit ihren kleinen Räumen bestünden aus „Käfigen für Tiere“, die sowohl physische als auch psychische Krankheiten hervorriefen und dadurch die Rasse schwächten.Google Scholar
  55. 82.
    In ihrer Einleitung zu Im Terror des Kunstbolschewismus behauptete Bettina Feistel-Rohmeder, die Kolumne würde teilweise von der Deutschen Kunstgesellschaft in Dresden, einer Organisation ortsansässiger Künstler und kleinerer städtischer Beamter, und teilweise von den oben erwähnten Gruppierungen finanziert, die diese Kolumne in ihren Zeitungen ebenfalls veröffentlichten. Zum Deutschbund, dem antisemitischen Nachfolger von Julius Langbehns ,germanischem Irrationalismus` siehe Stern, The Politics of Cultural Despair, S. 167 —168. Die Ziele des Bartelsbundes werden in den Texten seines Gründers Adolf Bartels dargestellt; siehe sein Buch Der Völkische Gedanke (Weimar 1923). Der Deutschvölkische Schutz-und Trutzbund war eine quasi-politische Organisation. In Thüringen schloß er sich Marschlers NSFP an. S.a. Kap. 3, Anm. 44 und 45Google Scholar
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    Hermann Schluckebier, ,Unsere Stellung zum Wohnungsbau (Rede auf der Tagung des kommunalistischen Reichsausschusses der DNVP, 29. Januar 1928)`, in: Flugschriften der DNVP (Berlin 1928), Nr. 316. In ihrem ersten Teil enthielt die Rede einen besonders gehässigen Angriff auf Wagner und die ,marxistische Gehag sowie die ,marxistischen` sozialen Bauhütten (S. 16 —21).Google Scholar
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    Volk erwache! Was will die Deutschnationale Volks-Partei? Die Rede Dr. Hugenbergs im Berliner Sportpalast am 14. August 1930 (Berlin, 18. Aug. 1930)Google Scholar

Copyright information

© Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Braunschweig 1986

Authors and Affiliations

  • Barbara Miller Lane
    • 1
  1. 1.WayneUSA

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