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Zusammenfassung: Restsignaturen einer terroristischen Organisation zwischen „Phantom“ und Surrogat

  • Alexander Straßner

Zusammenfassung

Auch wenn der Niedergang der RAF sich seit den neunziger Jahren abzeichnete und sie spätestens mit dem Jahr 1994 in der Handlungsunfähigkeit angekommen war, so zeigten sich bereits davor dennoch Tendenzen, die sich noch bis heute unter zwei Grobkomplexen zusammenfassen lassen. Zum einen gab es Aktivisten, die sich in ihren Weltbildern der Ablehnung und des ausschließlichen bewaffneten Kampfes einigelten und jedwedes noch so abstruse Argument zu dessen weiterer Rechtfertigung heranzogen. Daneben aber gab und gibt es auch kritische Stimmen, die sich in ungewohnter Distanz zur eigenen Geschichte befanden und sich intensiv und zum Teil überraschend selbstkritisch mit der Vergangenheit und der Vorgehensweise der RAF auseinander setzten. Aus dieser Sicht ist es nur logisch, wenn unter diesen beiden Rubriken vor allem die Aktivisten selbst zu Wort kommen.

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Literatur

  1. 1621.
    Zitiert nach „Die Bereitschaft zum Töten“, in: Der Spiegel Nr. 20/1999, S. 204.Google Scholar
  2. 1622.
    Wassermann, Rudolf, Politisch motivierte Gewalt in der modernen Gesellschaft… a.a.O. (Anm. 299), S. 34.Google Scholar
  3. 1623.
    Siehe dazu die Erklärung „Wir wollen eine offene Diskussion unter allen, die hier um Veränderung kämpfen“, in: RAF: Texte… a.a.O. (Anm. 10), S. 423.Google Scholar
  4. 1624.
    „An die, die mit uns kämpfen. Erklärung vom Januar 1986“, in: Ibid., S. 349.Google Scholar
  5. 1625.
    „Die revolutionäre Front autbauen. Erklärung von 1986“, in: Ibid., S. 365.Google Scholar
  6. 1626.
    „Anschlag auf Hans Neusei. Erklärung vom 29. Juli 1990“, in: Ibid., S. 397.Google Scholar
  7. 1627.
    „Schüsse auf die US-Botschaft in Bonn. Erklärung vom 13. Februar 1991“, in: Ibid., S. 403.Google Scholar
  8. 1628.
    „Anschlag auf Detlev Karsten Rohwedder. Erklärung vom 4. April 1991“, in: Ibid., S. 405.Google Scholar
  9. 1629.
    Siehe zur Denklogik der RAF bezüglich der Zusammenhänge von Staat, Rassismus und Wirtschaft besonders die Gewaltverzichtserklärung aus dem Jahr 1992: „An alle, die auf der Suche nach Wegen sind…“, in: Ibid., S. 410–414.Google Scholar
  10. 1630.
    „Erklärung zum Weltwirtschaftsgipfel in München vom 29. Juni 1992“, in: Ibid., S. 416. Hervorhebung durch den Verfasser.Google Scholar
  11. 1631.
    Der Friede von Brest-Litowsk beendete den Ersten Weltkrieg für Russland. Nach der Oktoberrevolution hatte sich Lenin dazu entschieden, mit dem Deutschen Reich Frieden — selbst zu den Bedingungen eines Diktats — zu schließen. Er erhoffte sich dadurch zum einen ein Überspringen des revolutionären Funkens auf das kriegsmüde Deutsche Reich, zum anderen benötigte er die ihm loyalen Truppen, um eine eventuelle zaristische Konterrevolution abzuwehren. Durch die Niederlage des Deutschen Reiches im Krieg im Westen wurde der Sonderfriede jedoch faktisch bedeutungslos. Siehe dazu das Interview mit Folkerts, Taufer und Dellwo in „konkret“. Nachzulesen in: Edition ID-Archiv (Hrsg.), „wir haben mehr fragen als antworten…“. RAF-diskussionen 1992–1994… a.a.O. (Anm. 34), S. 107.Google Scholar
  12. 1632.
    „Wir wollen eine offene Diskussion unter allen, die hier um Veränderung kämpfen“, in: RAF: Texte… a.a.O. (Anm. 10), S. 427.Google Scholar
  13. 1633.
    „Grußadresse von Michael Dietiker, Ali Jansen und Bernhard Rosenkötter an den Münchner Gegenkongress. Juni 1992“, in: Edition ID-Archiv (Hrsg.), „wir haben mehr fragen als antworten…“. RAF-diskussionen 1992–1994… a.a.O. (Anm. 34), S. 71.Google Scholar
  14. 1634.
    „Rico Prauss. 2. Mai 1992“, in: Ibid., S. 30.Google Scholar
  15. 1635.
    Dies ist ein Hinweis darauf, dass langjährige Haftstrafen gegen Terroristen zwar öffentlich als gerechte Strafe und „Sühne“ angesehen werden, realiter aber für eine Potenzierung des Realitätsverlustes verantwortlich zeichnen. Taylor, Maxwell, The Way to Terrorism. Typology of the Formation of Terrorist Groups, in: Hirschmann/Gerhard (Hrsg.), Terrorismus als weltweites Phänomen…a.a.O. (Anm. 71), S. 34.Google Scholar
  16. 1636.
    „Sprengstoffanschlag auf den Oberbefehlshaber der NATO General Alexander Haig“, in: RAF: Texte… a.a.O. (Anm. 10), S. 283.Google Scholar
  17. 1637.
    „Erklärung zu ‘77. Von Christian Klar und Brigitte Mohnhaupt. 4. Dezember 1984“, in: Ibid., S. 312/313.Google Scholar
  18. 1638.
    Besonders bedenklich stimmt die Tatsache, dass sich auch Mitglieder des Bundestages wie Christian Ströbele und Ulla Jelpke auf diese Legendenbildung einlassen und sie sogar noch beförderten. Siehe dazu die einleitenden Worte Ströbeles zu Edition ID-Archiv (Hrsg.), Birgit Hogeteld. Ein ganz normales Verfahren… a.a.O. (Anm. 6), besonders S. 14–15. Dort heißt es: „Im angeblich modernsten und sichersten Gefängnis Deutschlands sind die politischen Gefangenen aus der RAF erschossen, erhängt aufgefunden worden. Bis heute ist nicht zweifelsfrei geklärt, was im Gefängnis in Stuttgart-Stammheim wirklich passiert ist.“ Auch wenn Ströbele den Mord an den Inhaftierten nicht expressis verbis unterstellt, so strickt er dennoch an altbekannten Legenden und hält latente Zweifel an der offiziellen Version damit am Leben. Zur fragwürdigen Rolle von Ulla Jelpke im Zusammenhang mit den Ereignissen in Bad Kleinen und das nachträgliche Durchsickern von Äußerungen in geheimen Ausschusssitzungen des Bundestages ist bereits im Kapitel zu Bad Kleinen hingewiesen worden.Google Scholar
  19. 1639.
    Siehe dazu Bundesverfassungsschutzbericht 1980, S. 108.Google Scholar
  20. 1640.
    So die Inhaftierten der RAF in ihrer „Hungerstreikerklärung vom 6. Februar 1981. Hungerstreik vom 6.2. bis 16.4.1981“, in: RAF: Texte… a.a.O. (Anm. 10), S. 285.Google Scholar
  21. 1641.
    Siehe dazu die Prozesserklärung von Eva Haule, in: Edition ID-Archiv (Hrsg.), „wir haben mehr fragen als antworten…“. RAF-diskussionen 1992–1994… a.a.O. (Anm. 34), S. 287.Google Scholar
  22. 1642.
    „Hungerstreikerklärung vom 4. Dezember 1984“, in: RAF: Texte… a.a.O. (Anm. 10), S. 326.Google Scholar
  23. 1643.
    „Grußwort von Sven Schmid und Stephan Feifel an den Gegenkongress zum Weltwirtschaftsgipfel im Juni 1992“, in: Edition ID-Archiv (Hrsg.), „wir haben mehr fragen als antworten…“. RAF-diskussionen 1992–1994… a.a.O. (Anm. 34), S. 80.Google Scholar
  24. 1644.
    „Eva Haule. Prozesserklärung vom 4. November 1993“, in: Ibid., S. 287.Google Scholar
  25. 1645.
    Hogefeld, Prozesserklärung am 1. Prozesstag, in: ID-Archiv (Hrsg.), Birgit Hogefeld. Ein ganz normales Verfahren… a.a.O. (Anm. 6), S. 65.Google Scholar
  26. 1646.
  27. 1647.
    Hogefeld, Schlusswort im Prozess, in: ID-Archiv (Hrsg.), Birgit Hogefeld. Ein ganz normales Verfahren… a.a.O. (Anm. 6), S. 169.Google Scholar
  28. 1648.
    „Zu Steinmetz, Aprilerklärung und „soziale Gegenmacht“…“, in: RAF: Texte… a.a.O. (Anm. 10), S. 490.Google Scholar
  29. 1649.
    „Erklärung zu ‘77. Von Christian Klar und Brigitte Mohnhaupt. 4. Dezember 1984“, in: Ibid., S. 321.Google Scholar
  30. 1650.
    Auflösungserklärung der RAF… a.a.O. (Anm. 1098), S. 217.Google Scholar
  31. 1651.
    Zitiert nach „Die Bereitschaft zum Töten“, in: Der Spiegel Nr. 20/1999, S. 202.Google Scholar
  32. 1652.
    So das Berliner Prozessbüro, Die Diskussion weiterführen!, in: ID-Archiv (Hrsg.), Birgit Hogefeld. Ein ganz normales Verfahren… a.a.O. (Anm. 6), S. 183. Das Berliner Prozessbüro ist jedoch nicht als personifiziertes Gewissen der linken Szene zu betrachten, sondern distanziert sich seinerseits von Hogefelds Distanz zur eigenen und zur RAF-Geschichte: „Birgits Erklärungen durchzieht zunehmend eine Distanz zu ihrer eigenen Geschichte in der RAF, die wir uns nicht erklären können. Es scheint, als rede sie über andere, sie steht zum Teil verständnislos davor, war aber doch mittendrin.“ (S. 185) Besonders herbe Kritik erfährt Hogefeld, da von ihrer „kämpferischen Einstellung“ bezüglich der Legitimation des eigenen Kampfes in ihrem Schlusswort nichts mehr zu erkennen sei. Indirekt wird ihr damit der „Reformismus“ unterstellt, der bereits in der Spaltung der Gefangenen eine wesentliche Rolle spielte.Google Scholar
  33. 1653.
    „Brief an die Interim. Erklärung vom 29. November 1996“, in: RAF: Texte… a.a.O. (Anm. 10), S 507.Google Scholar
  34. 1654.
    Hogefeld, Zur Geschichte der RAF, in: ID-Archiv (Hrsg.), Birgit Hogefeld. Ein ganz normales Verfahren… a.a.O. (Anm. 6), S. 88.Google Scholar
  35. 1655.
    „Es gibt nichts zu bereuen“, in: Der Spiegel Nr. 17/1997. Möller ist die einzige Überlebende der „Stammheimer Mordnacht“, die sie trotz zahlreicher Stichwunden, darunter einige in den Herzbeute, überstand. Entgegen den Ergebnissen in- und ausländischer Gutachter, denen zufolge sie sich in jener Nacht die Verletzungen selbst zugefügt hatte, bleibt sie bei ihrer Darstellung des versuchten Mordes an ihr. Ein von der Bundesregierung beauftragtes Mordkommando sei demnach in der besagten Nacht in ihre Zelle eingedrungen und habe versucht, sie zu töten. Siehe dazu „Die Galeere der Terroristin“, in: Der Spiegel Nr. 43/1994, S. 86–91 und „Die Legende hat überlebt“, in: Der Spiegel Nr. 17/1997, S. 72/73.Google Scholar
  36. 1656.
    Hogefeld, Wir brauchen endlich eine Diskussion über Werte, in: ID-Archiv (Hrsg.), Birgit Hogefeld. Ein ganz normales Verfahren… a.a.O. (Anm. 6), S. 50.Google Scholar
  37. 1657.
    Hogefeld, Zur Geschichte der RAF, in: Ibid., S. 94.Google Scholar
  38. 1658.
    So Knut Folkerts in: „Der Aufbruch war berechtigt“, in: IG Rote Fabrik (Hrsg.), Zwischenberichte… a.a.O. (Anm. 33), S. 30.Google Scholar
  39. 1659.
    Siehe dazu Rosenkötter/Jansen/Dietiker, „…sag mal, wo leben wir denn?“, in: Edition ID-Archiv (Hrsg.), „wir haben mehr fragen als antworten…“. RAF-diskussionen 1992–1994… a.a.O. (Anm. 34), S. 89.Google Scholar
  40. 1660.
    Die Auflösungserklärung listet auch Terroristen auf, die nach Vermutungen aus dem BKA im Nahen Osten oder in Afrika um ihr Leben gekommen sind. Siehe dazu Klink, Hat die RAF die Republik verändert?… a.a.O. (Anm. 226), S. 80.Google Scholar
  41. 1661.
    Auflösungserklärung der RAF… a.a.O. (Anm. 1083), S. 233.Google Scholar
  42. 1662.
    „Es gibt nichts zu bereuen“, in: Der Spiegel Nr. 17/1997, S. 74. Als Synopsis der rigorosen Bekenntnisse Möllers sei einmal mehr verweisen auf Tolmein, Oliver, RAF — Das war für uns Befreiung. Ein Gespräch mit Irmgard Möller über bewaffneten Kampf, Knast und die Linke… a.a.O. (Anm. 556). Möller wurde aufgrund des Anschlags auf das US-Hauptquartier in Heidelberg 1972, bei dem drei Militärs getötet wurden, zu lebenslanger Haft verurteilt.Google Scholar
  43. 1663.
    „Es gibt nichts zu bereuen“, in: Der Spiegel Nr. 17/1997, S. 77.Google Scholar
  44. 1664.
    Siehe dazu exemplarisch das Interview mit Möller „Den Schlüssel ins Schloss stecken“, in: Frankfurter Rundschau vom 19.12.1994, S. 12.Google Scholar
  45. 1665.
    „An die, die mit uns kämpfen. Erklärung vom Januar 1986“, in: RAF: Texte… a.a.O. (Anm. 10), S. 358.Google Scholar
  46. 1666.
    Zitiert nach „Ich will nicht anders leben“, in: Der Spiegel Nr. 21/1992, S. 130.Google Scholar
  47. 1667.
    Moreau/Lang, Linksextremismus. Eine unterschätzte Gefahr.. a.a.O. (Anm. 43), S. 344.Google Scholar
  48. 1668.
    „Ich will nicht anders leben“, in: Der Spiegel Nr. 21/1992, S. 131.Google Scholar
  49. 1669.
    So Jünschke in einem bereits Ende der achtziger Jahre gegebenen Interview mit der taz. Abgedruckt in: Jünschke, Klaus, Spätlese. Texte zu RAF und Knast… a.a.O. (Anm. 1236) S. 142–156; hier S. 148.Google Scholar
  50. 1670.
    Dietiker/Jansen/Rosenkötter, „Über das Schleifen von Messerrücken“, in: Edition ID-Archiv (Hrsg.), „wir haben mehr fragen als antworten…“. RAF-diskussionen 1992–1994… a.a.O. (Anm. 34), S. 117.Google Scholar
  51. 1671.
    So Jünschke, Klaus, Offener Brief an die Genossinnen und Genossen der RAF, in: Verlag Neue Kritik (Hrsg.), Der blinde Fleck… a.a.O. (Anm. 569), S. 193.Google Scholar
  52. 1672.
    Vgl. dazu die Ausführungen von Viett in „Hier sind wir die Ketzer“, in: Der Spiegel Nr. 9/1997, S. 72.Google Scholar
  53. 1673.
    Siehe dazu „Anschlag auf Detlev Karsten Rohwedder. Erklärung vom 4. April 1991“, in: RAF: Texte… a.a.O. (Anm. 10), S. 407.Google Scholar
  54. 1674.
    „An alle, die auf der Suche nach Wegen sind…“ (Gewaltverzichtserklärung), in: Ibid., S. 410/411.Google Scholar
  55. 1675.
    „Erklärung zum Weltwirtschaftsgipfel in München vom 29. Juni 1992“, in: Ibid., S. 417.Google Scholar
  56. 1676.
    „Wir wollen eine offene Diskussion unter allen, die hier um Veränderung kämpfen“, in: Ibid., S. 426.Google Scholar
  57. 1677.
    So der Inhaftierte Lutz Taufer, Gesellschaft oder Ghetto, in: Edition ID-Archiv (Hrsg.), „wir haben mehr fragen als antworten…“. RAF-diskussionen 1992–1994… a.a.O. (Anm. 34), S. 188.Google Scholar
  58. 1678.
    Hogefeld, Zur Geschichte der RAF, in: ID-Archiv (Hrsg.), Birgit Hogefeld. Ein ganz normales Verfahren… a.a.O. (Anm. 6), S. 103.Google Scholar
  59. 1679.
    Ibid., S. 101.Google Scholar
  60. 1680.
    Hogefeld, Über den Kontakt der RAF mit dem V-Mann Steinmetz, in: Ibid., S. 40.Google Scholar
  61. 1681.
    Hogefeld, Zur Geschichte der RAF, in: Ibid., S. 99.Google Scholar
  62. 1682.
    So Hogefeld in ihrer Erklärung vor Gericht vom 2. März 1996, nachzulesen in Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main gegen Birgit Elisabeth Hogefeld vom 29. Juni 1998, S. 16.Google Scholar
  63. 1683.
    Hogefeld, Zur Geschichte der RAF…, in: ID-Archiv (Hrsg.), Birgit Hogefeld. Ein ganz normales Verfahren… a.a.O. (Anm. 6), S. 115.Google Scholar
  64. 1684.
    Ibid., S. 88/89.Google Scholar
  65. 1685.
    Wir wollen eine offene Diskussion unter allen, die hier um Veränderung kämpfen“, in: RAF: Texte… a.a.O. (Anm. 10), S. 428.Google Scholar
  66. 1686.
    Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main gegen Birgit Elisabeth Hogefeld vom 29. Juni 1998, S. 39.Google Scholar
  67. 1687.
    Hogefeld, Schlusswort im Prozess, in: ID-Archiv (Hrsg.), Birgit Hogefeld. Ein ganz normales Verfahren… a.a.O. (Anm. 6), S. 161.Google Scholar
  68. 1688.
    Vgl. dazu „Wir wollen eine offene Diskussion unter allen, die hier um Veränderung kämpfen“, in: RAF: texte… a.a.O. (Anm. 10), S. 428.Google Scholar
  69. 1689.
    Vgl. Leyendecker, Hans, „Der Staatsfeind, das unbekannte Wesen“, in: SZ vom 17. September 1999, S. 2.Google Scholar
  70. 1690.
    Hogefeld, Wir brauchen endlich eine Diskussion über Werte, in: ID-Archiv (Hrsg.), Birgit Hogefeld. Ein ganz normales Verfahren…a.a.O. (Anm. 6), S. 49.Google Scholar
  71. 1691.
    Scheicher: Interview am 08. Februar 2001 in Bonn/Bad Godesberg.Google Scholar
  72. 1692.
    Scheicher: Interview am 08. Februar 2001 in Bonn/Bad Godesberg. Siehe dazu auch besonders die Darstellungen in Schenk, Der Chef… a.a.O. (Anm. 21), S. 392–409. Die durchaus unterschiedliche Praxis in der Bekämpfung terroristischer Gefahren siehe in Wehner, Bernd, Dauererscheinung Terrorismus. Andere Länder, andere Abwehren, in: Kriminalistik 11/86, S. 540–542.Google Scholar
  73. 1693.
    Siehe dazu „Polizei in Defensive gedrängt“, in: Kriminalistik 6/91, S. 368.Google Scholar
  74. 1694.
    Zur Verteidigung der Rasterfahndung siehe Schenk, Der Chef… a.a.O. (Anm. 21), S. 397–401. Vgl. dazu auch Wehner, Bernd, Dauererscheinung Terrorismus. Andere Länder, andere Abwehren, s.o., S. 540–541.Google Scholar
  75. 1695.
    Vgl. dazu Klink, Nationale und internationale Präventions- und Bekämpfungsstrategien, in: Hirschmann/Gerhard (Hrsg.), Terrorismus als weltweites Phänomen… a.a.O. (Anm. 71), S. 245.Google Scholar
  76. 1696.
    So ist man sich im BKA durchaus darüber im Klaren, „ (…) dass es einerseits notwendig ist, derartige Informationen zu speichern, dass es aber andererseits auch notwendig ist, nach Abklärung der Personen die Daten Unverdächtiger wieder zu löschen oder wenn dies nicht möglich ist, die Speicherung im Rahmen der Verhältnisse zeitlich zu begrenzen.“ Siehe dazu Ibid., S. 249.Google Scholar
  77. 1697.
    So Backes/Jesse, Interaktionen im politischen Extremismus… a.a.O. (Anm. 58), S. 13.Google Scholar
  78. 1698.
    Wassermann, Rudolf, Politisch motivierte Gewalt in der modernen Gesellschaft… a.a.O. (Anm. 299), S. 37.Google Scholar
  79. 1699.
    Siehe dazu Naumann, Michael, Ein Land im Rückwärtsgang, in: Die Zeit vom 21. Februar 2002 (Nr. 9), S. 1.Google Scholar
  80. 1700.
    So stellvertretend für die zahlreichen Forderungen aus der Öffentlichkeit, kranke Inhaftierte freizulassen oder gar generelle Amnestie zu gewähren: Narr, Wolf-Dieter/Vack, Klaus, Eine Amnestie steht noch immer aus, in: Komitee für Grundrechte und Demokratie (Hrsg.), Jahrbuch 1985, S 13–18.Google Scholar
  81. 1701.
    Anonymus: Interview am 05. Juli 2001 in Köln/Chorweiler.Google Scholar
  82. 1702.
    Dahlke: Interview am 05. Juli 2001 in Köln/Chorweiler.Google Scholar
  83. 1703.
    Die Bundesregierung hatte, um Zeit während der Entführung der Lufthansa-Maschine zu gewinnen, den Kriminalbeamten Alfred Klaus damit beauftragt, zu eruieren, inwieweit die Inhaftierten der ersten Generation bereit seien, sich im Falle ihrer Freipressung in andere Länder ausfliegen zu lassen. Dabei gab Baader neben der Angabe von verschiedenen Zielländern die von Vollmer zitierte Erklärung ab. Siehe dazu Vollmer im Spiegel-Interview „Die einfachen Weltsichten aufbrechen“, in: Die Grünen im Bundestag (Hrsg.), Ende der bleiernen Zeit?… a.a.O. (Anm. 704), S. 57.Google Scholar
  84. 1704.
    Die Anfrage ist abgedruckt in: Ibid., S. 67–76.Google Scholar
  85. 1705.
    Siehe dazu Waldmann, Terrorismus als weltweites Phänomen… a.a.O. (Anm. 71), S. 23.Google Scholar
  86. 1706.
    Ditfurth, Jutta, Was ich denke, Düsseldorf 1994, S. 9.Google Scholar
  87. 1707.
    Siehe dazu sein Vorwort zu „dunklen Kapiteln der bundesdeutschen Justiz“ in ID-Archiv (Hrsg.), Birgit Hogefeld. Ein ganz normales Verfahren… a.a.O. (Anm. 6), S. 7–17. Darin widmet er sich einerseits der Darstellung der Kontinuität von NS- und DDR-Richtern in der Bundesrepublik, andererseits der Thematisierung populärer RAF-Legenden wie der „Ermordung“ Holger Meins’ oder der Benutzung von Justizapparaten „als Kampfinstrument gegen die RAF“.Google Scholar
  88. 1708.
    Wassermann, Politisch motivierte Gewalt in der modernen Gesellschaft… a.a.O. (Anm. 299), S. 36–37.Google Scholar
  89. 1709.
    Siehe dazu „Zinsen und Bratkartoffeln“, in: Der Spiegel Nr. 7/1992, S. 36/37.Google Scholar
  90. 1710.
    Nur ein weiteres Beispiel hierfür ist die Verschwörungstheorie um den 11. September 2001, die besagt, die Anschläge seien das Werk der US-amerikanischen Geheimdienste. Nicht zufällig tauchen auch hier bekannte Namen wie Ekkehard Sieker auf, einer der Autoren des „RAF-Phantoms“. Vgl. dazu „Die Verschwörung um den 11. September“, in: Das Parlament Nr. 28/2003, S. 16.Google Scholar
  91. 1711.
    Scheicher: Interview am 08. Februar 2001 in Bonn/Bad Godesberg.Google Scholar
  92. 1712.
    Klink: Interview am 11. Oktober 1999 in Meckenheim.Google Scholar
  93. 1713.
    Siehe dazu „Köder für Mitwisser“, in: Der Spiegel Nr. 32/1986, S. 29.Google Scholar
  94. 1714.
    Vgl. dazu Tuffner, Martin, Öffentlichkeitsfahndung nach Terroristen. Zugleich ein Beitrag zum Wert von Plakatfahndungen, in: Kriminalistik 7/91, S. 443.Google Scholar
  95. 1715.
    Auch die Struktur der Revolutionären Zellen konnte erst unlängst durch die überraschenden Äußerungen des ehemaligen Mitglieds Rudolf Schindler völlig einsichtig werden. Siehe dazu „Der Wille nach dem Schuss“, in: SZ vom 17. Januar 2002, S. 9.Google Scholar
  96. 1716.
    Vgl. dazu Prantl, Heribert, „Stammheim oder: Lehren der bleiernen Zeit“, in: SZ vom 20/21. Mai 2000, S. 4.Google Scholar
  97. 1717.
    Vgl. dazu „Intensiv und zielgerichtet“, in: Der Spiegel Nr. 42/2000, S. 38.Google Scholar
  98. 1718.
    Vgl. dazu Leyendecker, Hans, „Beichtvater für Terroristen“, in: SZ vom 22. Februar 2001, S. 2.Google Scholar
  99. 1719.
    Vgl. dazu „Die zweite Chance“, in: Der Spiegel Nr. 37/2000, S. 246.Google Scholar
  100. 1720.
    Vgl. dazu den Regisseur des Films Roth, Christopher, „Der Stil des Terrorismus“, in: SZ vom 17./18. März 2001, S. 14. Siehe zu dem Streifen „Baader“ auch das Interview mit Roth und Daniel Cohn Bendit „Baader war ein rührender Verlierer“, in: taz vom 15. Februar 2002, S. 4/5.Google Scholar
  101. 1721.
    Vgl. dazu das Interview mit dem Regisseur des Filmes Andreas Veiel „Zwei grundverschiedene Männer?“, in: Hamburger Abendblatt vom 23./24. Mai 2001, S. 10, als auch die Buchausgabe: Veiel, Andreas, Black Box BRD. Alfred Herrhausen, die Deutsche Bank, die RAF und Wolfgang Grams, München/Stuttgart 22002.Google Scholar
  102. 1722.
    Vgl. dazu Fried, Nico, „„Wilde Gerüchte“ und mangelnde Präzision“, in: SZ vom 19. Februar 2001, S. 11.Google Scholar
  103. 1723.
    Vgl. dazu „Folgenreiche Begegnung im Zug“, in: SZ vom 23. Januar 2001, S. 5.Google Scholar
  104. 1724.
    Vgl. dazu „Der Mescalero gibt sich zu erkennen“, in: SZ vom 29. Januar 2001, S. 2. Frappierend vor allem der öffentliche Druck auf Trittin, da es in dem Schreiben des „Mescalero“ zu Schluss des Pamphletes unverhohlene Kritik an der RAF und ihrer Vorgehensweise gab: „Unser Weg zum Sozialismus (…) kann nicht mit Leichen gepflastert werden.“ Siehe dazu in Auszügen „“Die klammheimliche Freude“ des Mescalero“, in: SZ vom 23. Januar 2001, S. 5.Google Scholar
  105. 1725.
    Vgl. dazu Maak, Niklas, „Komm in meine Armee“, in: SZ vom 24725. Februar 2001, S. 17. Vgl. dazu auch: „Die Prada-Meinhof-Bande“, in: Der Spiegel Nr. 9/2002, S. 202–204.Google Scholar
  106. 1726.
    Exemplarisch dazu die jüngste Diskussion darüber, ob eine unter diesen gesichtspunkten firmierende Ausstellung zur RAF aus Steuermitteln finanziert werden sollte. Vgl. dazu „Kein Cent für Verharmlosung“, in: Süddeutsche Zeitung vom 25. Juli 2003, S. 6 und „Bildermaschine des Terrors“, in: Der Spiegel Nr. 31/2003, S. 38.Google Scholar
  107. 1727.
    So der ehemalige Generalbundesanwalt Karl Rebmann im Interview in „Wir sind keine Außenstelle der Heilsarmee“, in: Der Spiegel Nr. 9/1982, S. 83.Google Scholar
  108. 1728.
    Siehe dazu Jenkins, Brian Michael, Der internationale Terrorismus, in: APuZ B 5/1987, S. 17.Google Scholar
  109. 1729.
    Vgl. Dazu Gießmann, Hans Joachim, Terrorismus mit staatlicher Duldung, in: Hirschmann/Gerhard (Hrsg.), Terrorismus als weltweites Phänomen… a.a.O. (Anm. 71), S. 121–128.Google Scholar
  110. 1730.
    Die Diskussion um Massenvernichtungswaffen (atomare, biologische, chemische oder radiologische Waffen) in den Händen von Terroristen ist nur ein Hinweis darauf, wie die durch den Terrorismus oder allein durch seine Erwartung erzeugte Furcht eine nüchterne Diskussion in der Regel verhindert. Gerade die Ausbringung bzw. Anwendung von Massenvernichtungswaffen ist allgemein sehr schwierig und selbst bei staatlicher Unterstützung für Terroristen nur unwahrscheinlich zu realisieren. Siehe dazu Neuneck, Götz, Terrorismus und Massenvernichtungswaffen — eine neue Symbiose?, in: Ibid., S. 132–135.Google Scholar
  111. 1731.
    Hutter, Reinhard “Cyber-Terror”: Risiken im Informationszeitalter, in: APuZ B 10–11/2002, S. 31–39.Google Scholar
  112. 1732.
    Siehe dazu Hirschmann, Kai, Today’s Terrorism: A New Challenge?, in: Hirschmann/Gerhard (Hrsg.), Terrorismus als weltweites Phänomen… a.a.O. (Anm. 71), S. 49.Google Scholar
  113. 1733.
    Der vorläufige Höhepunkt dieser Entwicklung war die Anschlagsserie des 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York wie das Pentagon in Washington. Art und Weise der Durchführung, die extrem umfangreiche Logistik wie das dazu notwendige finanzielle Potential lassen auf einen Terrorismus der Zukunft schließen, der aufgrund seiner religiösen Heilslehre eine Dauerhaftigkeit zu erreichen vermag, welche den Sozialrevolutionären Organisationen stets versagt bleiben musste. Ob gegen diese Art des Terrorismus, der sich durch eine völlig neue Vorgehensweise (Transnationalität, Ausschließlichkeit eines möglichst großen Zerstörungseffekts mit einer Höchstzahl an Todesopfern) auszeichnet, eine militärische Verteidigung noch möglich oder sinnvoll ist, scheint zweifelhaft. Vgl. zu den Anschlägen des 11. September 2001 „Wir werden zurückschlagen“, in: Der Spiegel Nr. 38/2001, S. 16–25.Google Scholar
  114. 1734.
    „Interview mit Christine Kuby, Irmgard Möller, Hanna Krabbe und Gabriele Rollnik“, in: Edition ID-Archiv (Hrsg.), „wir haben mehr fragen als antworten…“. RAF-texte 1992–1994… a.a.O. (Anm. 34), S. 36.Google Scholar
  115. 1735.
    „Zahl der Terroranschläge steigt weltweit um acht Prozent“, in: SZ vom 02. Mai 2001, S. 8.Google Scholar
  116. 1736.
    „Der neue Terror: Angst und Schrecken als einziges Motiv“, in: Die Welt vom 14. August 2000, S. 6.Google Scholar
  117. 1737.
    Waldmann, Terrorismus als weltweites Phänomen… a.a.O. (Anm. 71), S. 14.Google Scholar
  118. 1738.
    Siehe dazu Horchern, Die Grenzen autonomer Gewalt…, in: Löw (Hrsg.), Terror und Extremismus in der Bundesrepublik…, a.a.O. (Anm. 63), S. 113.Google Scholar
  119. 1739.
    Vgl. zur fortschreitenden Professionalisierung des internationalen Terrorismus Laqueur, Walter, Postmodern Terrorism, in: Foreign Affairs September/October 1996, S. 24–36. Ebenso eindringlich die Schilderung von Hoffman, Bruce, Terrorismus. Der unerklärte Krieg… a.a.O. (Anm. 81), S. 85–96 wie S. 248–285.Google Scholar
  120. 1740.
    Zitiert nach Backes, Bleierne Jahre. Baader-Meinhof und danach… a.a.O. (Anm. 37), S. 203.Google Scholar
  121. 1741.
    Scheicher: Interview am 08. Februar 2001 in Bonn/Bad Godesberg.Google Scholar
  122. 1742.
    Scheicher: Interview am 11. Oktober 1999 in Meckenheim.Google Scholar
  123. 1743.
    So vor allem nach dem Anschlag auf die U-Bahn in Tokio durch die AUM-Shinrikyo-Sekte vom 19. April 1995. Siehe dazu Klink, Hat die RAF die Republik verändert?… a.a.O. (Anm. 226), S. 85.Google Scholar
  124. 1744.
    Vgl. dazu Leyendecker, Hans, „Ein Stern verschwindet“, in: SZ-Magazin No. 19 vom 11. Mai 2001, S. 5–7.Google Scholar
  125. 1745.
    Hogefeld, Wir brauchen endlich eine Diskussion über Werte, in: ID-Archiv (Hrsg.), Birgit Hogefeld. Ein ganz normales Verfahren… a.a.O. (Anm. 6), S. 48.Google Scholar
  126. 1746.
    Hogefeld, Über den Kontakt der RAF mit dem V-Mann Klaus Steinmetz…, in: Ibid., S. 44.Google Scholar

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© Westdeutscher Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Alexander Straßner

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