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War die dritte Generation noch RAF ? Ein Generationenvergleich

  • Alexander Straßner
Chapter

Zusammenfassung

Es war nicht nur der Staatssicherheit der DDR offenkundig geworden, dass sich die dritte Generation in vielfältiger Weise von ihren Vorgängern der ersten beiden RAF-Generationen unterschied. Die in Struktur und Vorgehensweise der RAF Einzug gehaltene Differenzierung wird dabei umso deutlicher, bezieht man sich auf den ideologischen Gehalt der Bekennerschreiben nach 1984, die langsam sich auflösenden Verbindungen der dritten Generation zu der „linken Szene“ und vor allem auf ihre Vorgehensweise bei der Ausführung terroristischer Gewalttaten. Anhand der erkennbaren und zum Teil fundamentalen Unterschiede stellt sich deshalb die Frage, inwieweit die dritte Generation überhaupt noch originäre RAF war. Sie hatte sich von ihren Vorgängergenerationen in einer Art und in ihrem Wesenskern entfremdet, dass sie durchaus als terroristische Gruppierung sui generis gelten könnte. In der Folge werden die Unterschiede unter den Rubriken Entideologisierung, Isolierung, Professionalisierung und Internationalisierung subsumiert.

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Literatur

  1. 1207.
    Siehe dazu Herold, Horst, „Die Lehren aus dem Terror“, in: SZ vom 20./21. Mai 2000, S. 8.Google Scholar
  2. 1208.
    Horchern, Die verlorene Revolution... a.a.O. (Anm. 38), S. 153.Google Scholar
  3. 1209.
    Nachzulesen in: RAF: Texte... a.a.O. (Anm. 10), S. 297.Google Scholar
  4. 1210.
    „Anschlag auf Gerold von Braunmühl. Erklärung vom 10. Oktober 1986“, in: Ibid., S. 382.Google Scholar
  5. 1211.
    Scheicher: Interview am 08. Februar 2001 in Bonn/Bad Godesberg.Google Scholar
  6. 1212.
    So Heigert, Manfred, Die Baader-Meinhof-Gruppe, in: Schröder (Hrsg.), Terrorismus. Gewalt mit politischem Motiv... a.a.O. (Anm. 105), S. 49.Google Scholar
  7. 1213.
    „An die, die mit uns kämpfen. Erklärung vom Januar 1986“, in: RAF: Texte... a.a.O. (Anm. 10), S. 352.Google Scholar
  8. 1214.
    Vgl. dazu Peters, Seit zwei Jahrzehnten Mord... a.a.O. (Anm. 405), S. 758.Google Scholar
  9. 1215.
    Anonymus: Interview am 05. Juli 2001 in Köln/Chorweiler.Google Scholar
  10. 1216.
    Siehe dazu Laqueur, Die globale Bedrohung... a.a.O. (Anm. 74), S. 43.Google Scholar
  11. 1217.
    Dahlke: Interview am 05. Juli 2001 in Köln/Chorweiler.Google Scholar
  12. 1218.
    „Bis zuletzt haltet Ihr Euch an Eurem Irrglauben fest“, in: Frankfurter Rundschau vom 06.11.1993, S. 10.Google Scholar
  13. 1219.
    „Wir wollen eine offene Diskussion unter allen, die hier um Veränderung kämpfen“, in: RAF: Texte... a.a.O. (Anm. 10), S. 436.Google Scholar
  14. 1220.
    Ibid., S. 420.Google Scholar
  15. 1221.
    Vgl. dazu etwa ID-Archiv (Hrsg.), Birgit Hogefeld. Ein ganz normales Verfahren... a.a.O. (Anm. 6), S. 18.Google Scholar
  16. 1222.
    Zitiert nach „Abgang ins Ungewisse“, in: Der Spiegel Nr. 18/1998, S. 32.Google Scholar
  17. 1223.
    Zitiert nach „Nicht zu Ende gedacht“, in: Der Spiegel Nr. 18/1998, S.33.Google Scholar
  18. 1224.
    So Haule in ihrer Prozesserklärung, in: Edition ID-Archiv (Hrsg.), „wir haben mehr fragen als antworten...“. RAF-diskussionen 1992–1994... a.a.O. (Anm. 34), S. 290/291.Google Scholar
  19. 1225.
    Um die völlige Entideologisierung zu kritisieren, entwarf der Autor ein Pamphlet unter massiver Einbeziehung theoretischer Texte und verurteilte die in der dritten Generation stattfindende „verlodderung der theorie“. Abgedruckt ist die Kritik, in: agitare bene (Hrsg.), Dokumentation zur Auseinandersetzung RAF-politische Gefangene-Widerstand... a.a.O. (Anm. 758), S. 12–19, hier S. 12.Google Scholar
  20. 1226.
    Hogefeld, Birgit, Zur Geschichte der RAF, in: ID-Archiv (Hrsg.), Birgit Hogefeld. Ein ganz normales Verfahren... a.a.O. (Anm. 6), S. 108.Google Scholar
  21. 1227.
    Ibid., S. 100.Google Scholar
  22. 1228.
    So Hogefeld vor Gericht am 21. Juli 1995, nachzulesen in Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main gegen Elisabeth Birgit Hogefeld vom 29. Juni 1998, S. 25.Google Scholar
  23. 1229.
    So Bauer, Hungerstreik und Mordanschlag auf Alfred Herrhausen... a.a.O. (Anm. 234), S. 215.Google Scholar
  24. 1230.
    „An die, die mit uns kämpfen. Erklärung vom Januar 1986“, in: RAF: Texte... a.a.O. (Anm. 10), S. 354.Google Scholar
  25. 1231.
    Hogefeld, Birgit, Zur Geschichte der RAF, in: ID-Archiv (Hrsg.), Birgit Hogefeld. Ein ganz normales Verfahren... a.a.O. (Anm. 6), S. 109.Google Scholar
  26. 1232.
    In der Tat war es so, dass vielmehr anderen in der Bundesrepublik stationierten US-amerikanischen Soldaten während des Vietnam-Kriegs durch RAF-Anhänger geholfen wurde, nach Schweden zu desertieren. Siehe dazu die Darstellungen von Taufer, Lutz, Gesellschaft oder Ghetto — eine Ergänzung, in: Edition ID-Archiv (Hrsg.), „wir haben mehr fragen als antworten...“. RAF-diskussionen 1992–1994... a.a.O. (Anm. 34), S. 311.Google Scholar
  27. 1233.
    Siehe dazu stellvertretend für andere Quellen KD Wolff „Alles wäre besser, als so weiterzumorden“, in: taz (Hrsg.), taz-Journal, 20 Jahre Deutscher Herbst... a.a.O. (Anm. 30), S. 44. Siehe dazu auch in Verlag Neue Kritik (Hrsg.), Der blinde Fleck... a.a.O. (Anm. 569), S. 182–185.Google Scholar
  28. 1234.
    „Interview mit der RAF. Aus der Flugschrift „Zusammen kämpfen“, September 1985“, in: RAF: Texte... a.a.O. (Anm. 10), S. 347.Google Scholar
  29. 1235.
    Zitiert nach Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main gegen Eva Haule vom 21. September 1995, S. 73. Nachzulesen auch in Bröckers, Mathias, „Die neue Unübersichtlichkeit“, in: taz vom 15.08.1985, S. 4.Google Scholar
  30. 1236.
    Siehe dazu „Sprachloser Einsatz einer kindischen Putztruppe“, abgedruckt in: Jünschke, Klaus, Spätlese, Texte zu RAF und Knast, Frankfurt 1988, S. 157–160, hier S. 157.Google Scholar
  31. 1237.
    Der Kassiber findet sich in der Urteilsschrift des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main gegen Birgit Elisabeth Hogefeld vom 5. November 1996, S. 191.Google Scholar
  32. 1238.
    Vgl. dazu Herold, Horst, „Die Lehren aus dem Terror“, in: SZ vom 20./21. Mai 2000, S. 9.Google Scholar
  33. 1239.
    So Hans Dietrich Genscher; zitiert nach „Die Bereitschaft zum Töten“, in: Der Spiegel Nr. 20/1999, S. 202.Google Scholar
  34. 1240.
    Scheicher: Interview am 11. Oktober 1999 in Meckenheim.Google Scholar
  35. 1241.
    Landesverfassungsschutzbericht Rheinland-Pfalz 1985, S. 55.Google Scholar
  36. 1242.
    Redaktionsgruppe, Der Werdegang einer „Spitzenquelle“..., in: ID-Archiv (Hrsg.), Bad Kleinen und die Erschiessung von Wolfgang Grams... a.a.O. (Anm. 279), S. 236.Google Scholar
  37. 1243.
    Anonymus, „Tiefgekühltes auftauen — Geschmolzenes nachfüllen“. Hungerstreik, Kritik der Unterstützung, Kritik an der RAF, in: radikal Nr. 131... a.a.O. (Anm. 560), S. 11.Google Scholar
  38. 1244.
    Klink: Interview am 11. Oktober 1999 in Meckenheim.Google Scholar
  39. 1245.
    Der Vorwurf an die RAF und die dritte Generation bezüglich deren Isolierung lautete stets, sie habe damit die Spaltung der gesamten linken Bewegung forciert, die Gründung der Partei der Grünen als Abschwächung des dialektischen und antagonistischen Gegensatzes wie die Lancierung des „Counter-Organs taz“ ermöglicht. Siehe dazu Anonymus, „Tiefgekühltes auftauen — Geschmolzenes nachfüllen“, in: radikal Nr. 131... a.a.O. (Anm. 560), S. 19. Auch Möller bezeichnet die taz als „Selbstgleichschaltung der Medien“ nach dem deutschen Herbst; siehe dazu Tolmein, „RAF — das war für uns Befreiung“. Ein Gespräch mit Irmgard Möller... a.a.O. (Anm. 556), S. 91.Google Scholar
  40. 1246.
    Scheicher: Interview am 08. Februar 2001 in Bonn/Bad Godesberg.Google Scholar
  41. 1247.
    Vgl. dazu Leyrer, Katja, Es gibt viele Nebenwidersprüche..., in: IG Rote Fabrik (Hrsg.), Zwischenberichte.... a.a.O. (Anm. 33), S. 105–108.Google Scholar
  42. 1248.
    Interview mit der Roten Zora in „Emma“, Juli 1984, zitiert nach: Ibid., S. 109.Google Scholar
  43. 1249.
    So hatten Aktivisten aus dem Umfeld im Anschluss an das für die RAF traumatische Jahr 1977 eine Streitschrift herausgegeben, in welcher sie sich kritisch mit der Vorgehensweise der ersten und zweiten Generation auseinander setzten. Siehe dazu Anonymus, Die Niederlage der RAF ist eine Niederlage der linken Bewegung, o. O., o. J., 22. S. Schon anhand der Formulierung wird deutlich, dass zumindest eine Verbindung zwischen der RAF und der gesamten Linken noch unterstellt und der dritten Generation später abgesprochen wurde.Google Scholar
  44. 1250.
    So Klink, Hat die RAF die Republik verändert?... a.a.O. (Anm. 226), S. 73.Google Scholar
  45. 1251.
    So Hogefeld, Zur Geschichte der RAF, in: Psychosozial-Verlag (Hrsg.), Versuche, die Geschichte der RAF zu verstehen... a.a.O. (Anm. 1), S. 51.Google Scholar
  46. 1252.
    Horchern, Die „Rote Armee Fraktion“ zu Beginn der neunziger Jahre... a.a.O. (Anm. 678), S. 163Google Scholar
  47. 1253.
    Siehe dazu „Bernhard Rosenkötter, Ali Jansen, Michael Dietiker. Mai 1992. „... sag mal, wo leben wir denn?“, in: Edition ID-Archiv (Hrsg.), „wir haben mehr fragen als antworten...“. RAF-diskussionen 1992–1994... a.a.O. (Anm. 34), S. 86.Google Scholar
  48. 1254.
    So Heidi Schulz in einer Erklärung vom Januar 1993, in: Ibid., S. 182.Google Scholar
  49. 1255.
    Lenin, W. I., Was tun? Brennende Fragen unserer Bewegung, Berlin 91970, S. 10.Google Scholar
  50. 1256.
    Dahlke: Interview am 05. Juli 2001 in Köln/Chorweiler.Google Scholar
  51. 1257.
    Scheicher: Interview am 11. Oktober 1999 in Meckenheim.Google Scholar
  52. 1258.
    Scheicher: Interview am 11. Oktober 1999 in Meckenheim. Scheichers Darstellung bezieht sich auf die Verhaftungssituation Baaders, bei welcher Scheicher leitender Beamter vor Ort war. Nachdem die Garage, in welcher Fingerabdrücke Baaders gefunden worden waren, umstellt und überwacht war, trat Baader in dem eben von Scheicher zitierten Szenario auf den Plan.Google Scholar
  53. 1259.
    So z. B. in der neuesten Literatur Hoffman, Terrorismus. Der unerklärte Krieg... a.a.O. (Anm. 81), S. 240.Google Scholar
  54. 1260.
    Siehe dazu „Wir oder sie“, in: Der Spiegel Nr. 5/1984, S. 72.Google Scholar
  55. 1261.
    Siehe dazu „Front draußen“, in: Der Spiegel Nr. 5/1985, S. 83.Google Scholar
  56. 1262.
    Vgl. dazu Zimmermann, Horst, „Den RAF-Terroristen scheint vor allem das Geld zu fehlen“, in: Bonner Rundschau vom 21. Januar 1986, S. 4.Google Scholar
  57. 1263.
    So Nitschke, Eberhard, „Terroranschläge deutlich angestiegen“, in: Die Welt vom 04. Februar 1986, S. 1.Google Scholar
  58. 1264.
    Bundesverfassungsschutzbericht 1985, S. 119.Google Scholar
  59. 1265.
    Siehe dazu „Der Klaus war ein Zocker“, in: Der Spiegel Nr. 30/1993, S. 32.Google Scholar
  60. 1266.
    Zitiert nach „Die Position der RAF hat sich verbessert“, in: Der Spiegel Nr. 37/1986, S. 42.Google Scholar
  61. 1267.
    Vgl. dazu „Augen offen“, in: Der Spiegel Nr. 33/1986, S. 76.Google Scholar
  62. 1268.
    „Wir können jeden erledigen“, in: Der Spiegel Nr. 49/1989, S. 17.Google Scholar
  63. 1269.
    In der als „Rasterfahndung“ bekannten Methode des BKA waren auf Terroristen hinweisende Eigenschaften und Verhaltensweisen zusammengefasst wie etwa die Barzahlung bei der Anmietung von Wohnungen oder die Benutzung auffälliger Wagen. Siehe dazu Peters, RAF. Terrorismus in Deutschland... a.a.O. (Anm. 13), S. 428/429; die Rasterfahndung und ihre Beurteilung aus dem Blickwinkel ihres Erfinders selbst siehe in „Die Position der RAF hat sich verbessert“, in: Der Spiegel Nr. 37/1986, S. 46/47.Google Scholar
  64. 1270.
    Vgl. dazu „Trampelpfade und Gucklöcher im Busch“, in: Der Spiegel Nr. 44/1988, S. 64.Google Scholar
  65. 1271.
    So die Ausführungen im Urteil des Oberlandesgerichtes Frankfurt am Main gegen Birgit Elisabeth Hogefeld vom 5. November 1996, S. 50.Google Scholar
  66. 1272.
    „Sprengstoffanschlag auf den Oberbefehlshaber der NATO General Alexander Haig. Erklärung vom 25. Juni 1979“, in: RAF: Texte... a.a.O. (Anm. 10), S. 282.Google Scholar
  67. 1273.
    Verfassungsschutzbericht Hessen 1989, S. 46.Google Scholar
  68. 1274.
    Vgl. dazu Thränert, Oliver, Terrorismus mit biologischen und chemischen Kampfstoffen, in: Hirschmann/Gerhard (Hrsg.), Terrorismus als weltweites Phänomen... a.a.O. (Anm. 71), S. 201. Dieser Versuch der nur wenig später Verhafteten dürfte allerdings die einzige Unternehmung der RAF gewesen sein, ihren Terrorismus auf eine neue, so geartete Qualitätsstufe zu hieven. Nicht zuletzt die Ausbringung eines biologischen Kampfstoffes war mit der quantitativen Zusammensetzung der RAF unvereinbar.Google Scholar
  69. 1275.
    So sinngemäß die Sichtweise von Wisnewski/Landgraeber/Sieker, Das RAF-Phantom. Wozu Politik und Wirtschaft Terroristen brauchen... a.a.O. (Anm. 636), S. 436–462. Auch im Internet wird diese Sichtweise weiter kolportiert: http://www.rafinfo.de. Dabei fand die Verschwörungstheorie weiterhin zahlreiche Nachahmer, jüngst wurde die Rechnung aufgemacht, die CIA hätte auch maßgeblichen Anteil an der Entführung und Ermordung des italienischen Ministerpräsidenten Aldo Moro 1978. Siehe dazu Kellmann, Klaus, Der Staat lässt morden. Politik und Terrorismus — heimliche Verbündete, Berlin 1999.Google Scholar
  70. 1276.
    „Erklärung vom 29. November 1996“, in: RAF: Texte... a.a.O. (Anm. 10), S. 503. Freilich können die Autoren des RAF-Phantoms an dieser Stelle gemäß ihrer Aussageintention entgegenhalten, auch dieser Text der RAF sei realiter von den Behörden verfasst worden, um seinerseits wieder das „Phantom“ aufrecht zu erhalten. Auf dieser Ebene der — nun journalistischen — Immunisierung ist jedoch eine sachlich argumentative Auseinandersetzung nicht mehr möglich. Auch das Umfeld erteilte der Kampagne des „sozialdemokratischen Vielschreibetrios“ und ihren „reaktionär antiamerikanischen und antisemitischen“ Ergüssen eine klare Absage. Siehe dazu Anonymus, Kampf zweier Linien, in: agitare bene (Hrsg.), Dokumentation zur Auseinandersetzung RAF-politische Gefangene-Widerstand... a.a.O. (Anm. 758), S. 5.Google Scholar
  71. 1277.
    Vgl. dazu „Da ist irgendwo ein Nest“, in: Der Spiegel Nr. 15/1991, S. 18.Google Scholar
  72. 1278.
    Siehe dazu Kapitel VIII. 2.1. „Der Terrorismus der RAF zwischen Anspruch und Wirklichkeit“.Google Scholar
  73. 1279.
    Klink: Interview am 11. Oktober 1999 in Meckenheim.Google Scholar
  74. 1280.
    Dahlke: Interview am 05. Juli 2001 in Köln/Chorweiler.Google Scholar
  75. 1281.
    Anonymus: Interview am 05. Juli 2001 in Köln/Chorweiler.Google Scholar
  76. 1282.
    Siehe dazu die Argumentation in der Urteilsschrift des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main gegen Eva Haule vom 21. September 1995 S. 35.Google Scholar
  77. 1283.
    So wurde am 3. Juni 1985 bei einem Überfall auf den Boten einer Supermarktkette im Kreis Tübingen einem Geldboten ohne Vorwarnung und aus nächster Nähe in den Hals geschossen. Siehe dazu Bundesverfassungsschutzbericht 1985, S. 122.Google Scholar
  78. 1284.
    In der Terrorismusforschung entwickelte der US-amerikanische Politikwissenschaftler Rapoport die Theorie, dass Terroristen im Zusammenspiel mit den Medien und im Hinblick auf die angestrebte Verbreitung von Furcht möglichst grausame Anschläge durchführen. Siehe dazu Rapoport, David, The Politics of Atrocity, in: Alexander, Yonah et alii (Hrsg.), Terrorism — Interdisciplinary Perspectives, John Jay 1977, S. 46–61.Google Scholar
  79. 1285.
    Bundesverfassungsschutzbericht 1986, S. 132.Google Scholar
  80. 1286.
    Horchern, Terrorismus in der Bundesrepublik Deutschland 1985...a.a.O. (Anm. 419), S. 21.Google Scholar
  81. 1287.
    So Dellwo in: „Der Aufbruch war berechtigt“, in: IG Rote Fabrik (Hrsg.), Zwischenberichte... a.a.O. (Anm. 33), S. 34.Google Scholar
  82. 1288.
    Vgl. dazu Zimmermann, Horst, „Den RAF-Terroristen scheint vor allem das Geld zu fehlen“, in: Bonner Rundschau vom 21. Januar 1986, S. 4.Google Scholar
  83. 1289.
    So die Inhaftierte der zweiten Generation Heide Schulz in einem Brief an Birgit Hogefeld vom 1. November 1993, in: Edition ID-Archiv (Hrsg.), „wir haben mehr fragen als antworten...“. RAF-diskussionen 1992–1994... a.a.O. (Anm. 34), S. 271.Google Scholar
  84. 1290.
    Scheicher: Interview am 08. Februar 2001 in Bonn/Bad Godesberg.Google Scholar
  85. 1291.
    Nachzulesen in Tolmein, „RAF- Das war für uns Befreiung“. Ein Gespräch mit Irmgard Möller... a.a.O. (Anm. 556), S. 167.Google Scholar
  86. 1292.
    Als Synopsis der europäischen Gruppen sozialrevolutionärer Provenienz siehe besonders Pluchinsky, Dennis A., Western Europe’s Red Terrorists: The Fighting Communist Organizations, in: Alexander/Ders., Europe’s red terrorists... a.a.O. (Anm. 153), S. 16–54.Google Scholar
  87. 1293.
    „Guerilla, Widerstand und antiimperialistische Front“, in: RAF: Texte... a.a.O. (Anm. 10), S. 291–306.Google Scholar
  88. 1294.
    „Die revolutionäre Front aufbauen“, in: Ibid., S. 361–369.Google Scholar
  89. 1295.
    Bundesverfassungsschutzbericht 1984, S. 120.Google Scholar
  90. 1296.
    Siehe dazu die Textsammlung der Action Directe, „Kontinuität eines kommunistischen Projekts“, o. O., o. J., S. 3. Zur Entstehungsgeschichte der AD siehe Hamon, Alain/Marchand, Jean-Charles, Action Directe. Du terrorisme francais à l’euroterrorisme, Paris 1986, S. 19–30.Google Scholar
  91. 1297.
    Siehe dazu die zusammenstellenden Ausführungen von Pluchinsky, Europe’s red terrorists. The Fighting Communist Organizations in Alexander/Pluchinsky, Europe’s red terrorists... a.a.O. (Anm. 153), S. 44. Zum nationalen Flügel der AD siehe besonders Dartnell, Action Directe... a.a.O. (Anm. 159), S. 100–106.Google Scholar
  92. 1298.
    Bei der Aktion konnten die beiden führenden Mitglieder als auch zwölf nachrangige Personen der Organisation verhaftet werden. Ihnen war ein Treffen mit dem internationalen Top-Terroristen Carlos in Aussicht gestellt worden, der sie angeblich für die Summe von 100 Millionen Dollar anheuern wollte, um in Ägypten den Assuan-Staudamm zu zerstören. Siehe zur Verhaftungssituation der AD 1980 Chimelli, Rudolph, Die „Action Directe“ schreckt Frankreich, in: Schröder (Hrsg.), Terrorismus. Gewalt mit politischem Motiv... a.a.O. (Anm. 105), S. 117.Google Scholar
  93. 1299.
    Action Directe, Kontinuität eines kommunistischen Projekts... a.a.O. (Anm. 1296), S. 4.Google Scholar
  94. 1300.
    MfS HA XXII Nr. 19074.Google Scholar
  95. 1301.
    Siehe dazu die Verlautbarungen des damaligen Vizepräsidenten des BKA Boeden, Gerhard, Aktueller Stand terroristischer Bewegungen und ihre Bekämpfung in der Bundesrepublik Deutschland, in: BMI (Hrsg.), Der Terrorismus. Eine akute Bedrohung der Menschenrechte, Bonn 1985, S. 23–41, hier S. 29.Google Scholar
  96. 1302.
    Action Directe, Kontinuität eines kommunistischen Projekts... a.a.O. (Anm. 1296), S. 19.Google Scholar
  97. 1303.
    Ibid., S. 21.Google Scholar
  98. 1304.
    Ibid., S. 44.Google Scholar
  99. 1305.
    Horchern, Die verlorene Revolution... a.a.O. (Anm. 38), S. 167.Google Scholar
  100. 1306.
    Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart gegen Eva Sybille Haule-Frimpong vom 8. November 1988, S. 25.Google Scholar
  101. 1307.
    Landesverfassungsschutzbericht Hessen 1985, S. 36.Google Scholar
  102. 1308.
    Horchern, Terrorismus in der Bundesrepublik Deutschland 1985...a.a.O. (Anm. 419), S. 12.Google Scholar
  103. 1309.
    Bundesverfassungsschutzbericht 1985, S. 130.Google Scholar
  104. 1310.
    „Für die Einheit der Revolutionäre in Westeuropa“, in: RAF: Texte... a.a.O. (Anm. 10), S. 328.Google Scholar
  105. 1311.
    Ibid., S. 328–331.Google Scholar
  106. 1312.
    So der Hamburger Verfassungsschützer Christian Lochte in Terroristen ohne strategischen Plan, in: Schröder (Hrsg.), Terrorismus. Gewalt mit politischem Motiv... a.a.O. (Anm. 105), S. 73.Google Scholar
  107. 1313.
    Landesverfassungsschutzbericht Bayern 1985, S. 145.Google Scholar
  108. 1314.
    Landesverfassungsschutzbericht Bayern 1986, S. 173.Google Scholar
  109. 1315.
    Scheicher: Interview am 08. Februar 2001 in Bonn/Bad Godesberg.Google Scholar
  110. 1316.
    Siehe dazu den Vortrag des ehemaligen Präsidenten des BKA Boge, Heinrich, Wirtschaftsbranche im Fadenkreuz der Terroristen, in: Kriminalistik 12/1986... a.a.O. (Anm. 240), S. 621.Google Scholar
  111. 1317.
    Vgl. dazu „Tüten zu“, in: Der Spiegel Nr. 11/1987, S. 129.Google Scholar
  112. 1318.
    „Interview mit der RAF. Aus der Flugschrift „Zusammen kämpfen“, September 1985“, in: RAF: Texte... a.a.O. (Anm. 10), S. 348.Google Scholar
  113. 1319.
    Landesverfassungsschutzbericht Bayern 1985, S. 143.Google Scholar
  114. 1320.
    Plenel, Edvvy, Ist „Action Directe“ in deutscher Hand? Ursprünge und Verbindungen des Terrorismus in Frankreich, in: Dokumente (Hrsg.), Zeitschrift für den deutsch-französischen Dialog und internationale Zusammenarbeit 41,2/1985, S. 143–152.Google Scholar
  115. 1321.
    Siehe dazu das „Interview mit der RAF. Aus der Flugschrift „Zusammen kämpfen“, April 1985“, in: RAF: Texte... a.a.O. (Anm. 10), S. 336.Google Scholar
  116. 1322.
    Zitiert nach Anonymus, 129a-Prozess gegen Holger Deilke. Geschichte und Hintergründe... a.a.O. (Anm. 629), S. 23.Google Scholar
  117. 1323.
    Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart gegen Eva Sybille Haule-Frimpong vom 8. November 1988, S. 27.Google Scholar
  118. 1324.
    Bundesverfassungsschutzbericht 1987, S. 80.Google Scholar
  119. 1325.
    Landesverfassungsschutzbericht Hessen 1987, S. 44.Google Scholar
  120. 1326.
    Akte MfS HA XXII Nr. 19089.Google Scholar
  121. 1327.
    Die Information entstammt den Akten der Staatssicherheit der DDR MfS ZAIG Nr. 14549.Google Scholar
  122. 1328.
    Dahlke: Interview am 05. Juli 2001 in Köln/Chorweiler.Google Scholar
  123. 1329.
    Landesverfassungsschutzbericht Hessen 1988, S. 44.Google Scholar
  124. 1330.
    Bundesverfassungsschutzbericht 1988, S. 88.Google Scholar
  125. 1331.
    Nachzulesen in agitare bene (Hrsg.), Dokumentation zur Auseinandersetzung... a.a.O. (Anm. 758), S. 37.Google Scholar
  126. 1332.
    „Der bewaffnete Kampf als strategische und taktische Notwendigkeit des Kampfes für die Revolution“, in: CCC-Texte 1984–85, o. O., o. J., S. 6.Google Scholar
  127. 1333.
    Ibid., S. 4.Google Scholar
  128. 1334.
    Ibid., S. 8.Google Scholar
  129. 1335.
    Siehe dazu „Nahe Oggersheim“, in: Der Spiegel Nr. 2/1985, S. 70.Google Scholar
  130. 1336.
    Bundesverfassungsschutzbericht 1985, S. 130. In der Tat wurde zwischen beiden Organisationen eine enge Zusammenarbeit vermutet und auch angestrebt, aus ideologischen Gründen aber kam sie nicht zustande. Vgl. dazu Strick, Hans Josef, Belgiens „Kämpfende Kommunistische Zellen“, in: Schröder (Hrsg.), Terrorismus. Gewalt mit politischem Motiv... a.a.O. (Anm. 105), S. 124. Von der Staatssicherheit der DDR wurde sogar vermutet, es bestehe eine faktische Personenidentität zwischen beiden Organisationen, und die CCC würden sich nur unter anderem Namen zu begangenen Verbrechen in einem anderen Land bekennen; MfS HA XXII Nr. 19074.Google Scholar
  131. 1337.
    Vgl. dazu „Politische Pflanze“, in: Der Spiegel Nr. 49/1985, S. 21.Google Scholar
  132. 1338.
    Zitiert nach Bundesverfassungsschutzbericht 1984, S. 120.Google Scholar
  133. 1339.
    Es handelte sich dabei um Didier Chevolet, Pascale Vandegeerde und Bertrand Sassoye. Siehe dazu „Belgische Helfer“, in: Der Spiegel Nr. 1/1986, S. 12.Es handelte sich dabei um cin vorbereitetes Bulletin mit dem Titel „Docom“ (Documentation Communiste), welches unter dem Motto „Die ihr Lager gefunden haben“ die revolutionären Kräfte einschließlich der AD, der Roten Brigaden Italiens und der RAF bündeln sollte. Siehe dazu Strick, Belgiens „Kämpfende Kommunistische Zellen“, in: Schröder (Hrsg.), Terrorismus. Gewalt mit politischem Motiv... a.a.O. (Anm. 105), S. 124.Google Scholar
  134. 1340.
    Die Information entstammt dem Staatssicherheitsdienst der DDR MAS HA XXII Nr. 19074.Google Scholar
  135. 1341.
    Siehe dazu Strick, Belgiens „Kämpfende Kommunistische Zellen“..., s.o., S. 124.Google Scholar
  136. 1342.
    Bundesverfassungsschutzbericht 1988, S. 88.Google Scholar
  137. 1343.
    So nachzulesen in CCC: texte 1984–85... a.a.O. (Anm. 1332), S. 3–5. Dort sprechen sie von der „Organisation der Proletarier“ und der „organisierten Klasse mit historischer Funktion“. Die RAF hatte allerdings die proletarischen Massen als revolutionäres Subjekt in ihrem Selbstverständnis ebenso abgelöst wie die leninistische Partei „neuen Typs“. Nichtsdestotrotz unterstellten die Stasi-Protokolle ihnen „pseudorevolutionäre Standpunkte“. Die CCC aber betrachteten den revolutionären Kampf primär als denjenigen gegen den Imperialismus. Da die UdSSR ein solches Vorgehen ablehnte, sei sie nicht mehr Bestandteil des revolutionären Weltprozesses und damit gegen die von den CCC angestrebten Ziele. MfS HA XXII Nr. 19074.Google Scholar
  138. 1344.
    Bundesverfassungsschutzbericht 1985, S. 130.Google Scholar
  139. 1345.
    Siehe zur Geschichte der RZ komprimiert Moreau/Lang, Linksextremismus... a.a.O. (Anm. 43), S. 346.Google Scholar
  140. 1346.
    Bundesverfassungsschutzbericht 1988, S. 93.Google Scholar
  141. 1347.
    So das Gefangenenkollektiv der CCC: „Eine nicht zu rechtfertigende Erklärung“, in: agitare bene (Hrsg.), Dokumentation zur Auseinandersetzung... a.a.O. (Anm. 758), S. 31.Google Scholar
  142. 1348.
  143. 1349.
    Ibid., S. 36.Google Scholar
  144. 1350.
    Ibid., S. 31.Google Scholar
  145. 1351.
    Das Gründungsmitglied der Roten Brigaden, Alberto Franceschini, schildert in seiner „Lebensbeichte“ erste Treffen mit der RAF Anfang der siebziger Jahre, bei denen im wesentlichen Waffen und andere Utensilien ausgetauscht wurden. Bereits damals hätten sich die BR aber der Bewegung 2. Juni näher gefühlt als der RAF. Siehe dazu Franceschini, „Das Herz des Staates treffen“... a.a.O. (Anm. 138), S. 62/63. Auch ein anderes Mitglied der legendären „ersten Zelle“, Renato Curcio, beschrieb persönliche Treffen mit Baader, Raspe und Ensslin in Mailand. Siehe dazu Curcio, Renato, Mit offenem Blick... a.a.O. (Anm. 175), S. 132. Mit der „Bewegung 2. Juni“ endeten die ersten Verbindungsbemühungen jedoch ebenso kläglich. Bei einem ersten, mühsam zustande gekommenen Treffen scheiterten die Verständigungsversuche an unüberwindlichen sprachlichen Schwierigkeiten, und auch der Waffenaustausch verlief nicht wie geplant, da eines der von den deutschen Linksterroristen gelieferten Gewehre nicht funktionierte. Siehe dazu die Schilderungen von Viett, Nie war ich furchtloser... (Anm. 1150), S. 120.Google Scholar
  146. 1352.
    So Herold, Horst, Perspektiven der internationalen Fahndung nach Terroristen. Möglichkeiten und Grenzen, in: Kriminalistik 4/80, S. 165.Google Scholar
  147. 1353.
    Und in der Tat waren die Roten Brigaden ja als Ableger der Kommunistischen Partei Italiens entstanden, nachdem letztere — nach dem Vorbild der antifaschistischen Parteien 1943–1947 — in den „historischen Kompromiss“ mit den Katholiken eingewilligt hatten, um den wirtschaftlichen und politischen Niedergang Italiens zu verhindern. Siehe dazu Franceschini, „Das Herz des Staates treffen“... a.a.O. (Anm. 138), S. 195. Zur vertiefenden Darstellung der Ideologie der BR siehe Manconi, Luigi, The political ideology of the Red Brigades, in: Catanzano, (Ed.), The Red Brigades & Left-Wing Terrorism in Italy a.a.O. (Anm. 154), S. 115–143.Google Scholar
  148. 1354.
    Siehe dazu das Interview mit den Roten Brigaden aus dem Jahr 1971 in Manifest-Flugschriften Nr. 1, Hamburg 1974, S. 5.Google Scholar
  149. 1355.
    Zur Entstehung der Brigate Rosse aus der allgemeinen politischen Nachkriegsentwicklung Italiens und der dortigen Protestbewegung siehe Hess, Henner, Italien. Die ambivalente Revolte, in: Ders. et alii, Angriff auf das Herz des Staates. Soziale Entwicklung und Terrorismus, Band II, Frankfurt am Main 1988, S. 9–167.Google Scholar
  150. 1356.
    Vgl. dazu die Schilderungen des BR-Mitgründers Franceschini, „Das Herz des Staates treffen“... a.a.O. (Anm. 138), S. 63.Google Scholar
  151. 1357.
    So Irmgard Möller in Tolmein, „RAF — Das war für uns Befreiung“. Ein Gespräch mit Irmgard Möller... a.a.O. (Anm. 556), S. 23.Google Scholar
  152. 1358.
    Rossanda/Mosca (Hrsg.), Mario Moretti — Brigate Rosse.... a.a.O. (Anm. 142), S. 19.Google Scholar
  153. 1359.
    Ibid., S. 211.Google Scholar
  154. 1360.
    Landesverfassungsschutzbericht Bayern 1986, S. 169. In der Tat heißt es in dem Bekennerschreiben zum Beckurts-Mord untypisch für die dritte Generation unter anderem: „Für die Menschen in Westeuropa bedeutet der Kurs des internationalen Kapitals die einheitliche Verschärfung der Ausbeutung, Verelendung und Unterdrückung.“ Siehe dazu „Anschlag auf Karl-Heinz Beckurts. Erklärung vom 9. Juli 1986“, in: RAF: Texte... a.a.O. (Anm. 10), S. 373.Google Scholar
  155. 1361.
    Die Übernahme von Verantwortung der Italiener von durch andere Organisationen verübte Anschläge war dabei keine Seltenheit. Gerne bekannten sich die Rotbrigadisten zu Aktionen anderer europäischer Terroristen, vornehmlich im gabbione, dem für die italienischen Terroristenprozesse typischen Gerichtskäfig; siehe dazu Widmann, Carlos, Italiens Rotbrigadisten, in: Schröder (Hrsg.), Terrorismus. Gewalt mit politischem Motiv... a.a.O. (Anm. 105), S. 102.Google Scholar
  156. 1362.
    Bundesverfassungsschutzbericht 1988, S. 85 und S. 92. Bundesverfassungsschutzbericht 1989, S. 87.Google Scholar
  157. 1363.
    Bundesverfassungsschutzbericht 1987, S. 80.Google Scholar
  158. 1364.
    So der BR-Aktivist und Entführer von Aldo Moro, Valerio Morucci, im Spiegel-Interview. „Die RAF und wir — feindliche Konkurrenten“, in: Der Spiegel Nr. 31/1986, S. 106/107.Google Scholar
  159. 1365.
    „Interview mit der RAF. Aus der Flugschrift „Zusammen kämpfen“, September 1985“, in: RAF: Texte... a.a.O. (Anm. 10), S. 348.Google Scholar
  160. 1366.
    „Die RAF und wir — feindliche Konkurrenten“, in: Der Spiegel Nr. 31/1986, S. 112.Google Scholar
  161. 1367.
    So die italienischen Rotbrigadisten in einer Erklärung vom September 1988, abgelegt in Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main gegen Birgit Elisabeth Hogefeld vom 5. November 1996, S. 55. Interessanterweise ist die Erklärung auch von der RAF unterzeichnet, die ja von den BR zu diesen dogmatischen Organisationen gezählt wurde.Google Scholar
  162. 1368.
    Scheicher: Interview am 11. Oktober 1999 in Meckenheim.Google Scholar
  163. 1369.
    Vgl. dazu Laqueur, Die globale Bedrohung... a.a.O. (Anm. 74), S. 38.Google Scholar
  164. 1370.
    Klink: Interview am 11. Oktober 1999 in Meckenheim.Google Scholar
  165. 1371.
    Bundesverfassungsschutzbericht 1991, S. 35.Google Scholar
  166. 1372.
    So Mletzko, Gibt es eine „neue RAF“?... a.a.O. (Anm. 655), S. 204.Google Scholar
  167. 1373.
    Vgl. dazu „Sprengstoff-Anschlag im Zentrum Roms“, in: SZ vom 11. April 2001, S. 8.Google Scholar
  168. 1374.
    Siehe dazu „Blutrote Brigaden“, in: SZ vom 21. März 2002, S.1 und „Ein Land in Angst“, in: SZ vom 22. März 2002, S. 2. Zu den spezifisch italienischen Hintergründen besonders „Die gleiche Pistole“, in: Der Spiegel Nr. 13/2002, S. 166–168.Google Scholar
  169. 1375.
    Die GRAPO war der „bewaffnete Arm“ der neukonstituierten kommunistischen Partei PCE (r). Sie hatte sich am Wendepunkt Spaniens, dem Übergang zur Demokratie („transicion“) gebildet und verstand sich zunächst als bewaffneter Arm der damals verbotenen Kommunisten. Ihre Anschläge begann sie 1975 mit Attentaten auf Militärs, Industrielle und vereinzelt auch Polizisten. Im Vergleich zur ETA blieben die GRAPO aber trotz ihrer Brutalität stets wenig im Fokus der Öffentlichkeit. Vgl. dazu Burghardt, Peter, „Das blutige Erbe der Diktatur“, in: SZ vom 20. November 2000, S. 13. Hinzu kamen ideologische und funktionslogische Differenzen zwischen beiden Organisationen. Siehe dazu das Dokument der GRAPO in Alexander/Pluchinsky, Europe’s red terrorists... a.a.O. (Anm. 153), S. 132.Google Scholar
  170. 1376.
    Bundesverfassungsschutzbericht 1985, S. 130.Google Scholar
  171. 1377.
    Bundesverfassungsschutzbericht 1986, S. 139, Siehe dazu auch Horchern, Die verlorene Revolution... a.a.O. (Anm. 38), S. 169.Google Scholar
  172. 1378.
    Bundesverfassungsschutzbericht 1987, S. 80.Google Scholar
  173. 1379.
    Bundesverfassungsschutzbericht 1990, S. 65. Die GRAPO ermordete im März 1990 einen Arzt, der für die Zwangsernährung der aus der Organisation Inhaftierten im Rahmen eines Hungerstreiks verantwortlich war. Daneben verübte sie im selben Zeitraum Bombenanschläge auf das Wirtschaftsministerium und das Verfassungsgericht in Madrid. Vgl. dazu Ibid., S. 72/73.Google Scholar
  174. 1380.
    Bundesverfassungsschutzbericht 1990, S. 73.Google Scholar
  175. 1381.
    Bundesverfassungsschutzbericht 1991, S. 34/35.Google Scholar
  176. 1382.
    Bundesverfassungsschutzbericht 1988, S. 93.Google Scholar
  177. 1383.
    Bundesverfassungsschutzbericht 1991, S. 35.Google Scholar
  178. 1384.
    Moreau/Lang, Linksextremismus. Eine unterschätzte Gefahr.. a.a.O. (Anm. 43), S. 408.Google Scholar
  179. 1385.
    Bundesverfassungsschutzbericht 1997, S. 47.Google Scholar
  180. 1386.
    Siehe zum Engagement der gesamten linken Szene im Zusammenhang mit der PKK Moreau, Patrick, Agitationskampagnen des linksextremen Spektrums... a.a.O. (Anm. 1075), S. 152–165.Google Scholar
  181. 1387.
    Moreau/Lang, Linksextremismus. Eine unterschätzte Gefahr... a.a.O. (Anm. 43), S. 409.Google Scholar
  182. 1388.
    Siehe dazu Moreau, Agitationskampagnen des linksextremen Spektrums... a.a.O. (Anm. 1075), S. 161.Google Scholar
  183. 1389.
    Bundesverfassungsschutzbericht 1992, S. 30.Google Scholar
  184. 1390.
    Bundesverfassungsschutzbericht 1991, S. 35.Google Scholar
  185. 1391.
    Vgl. dazu Kister, Kurt, Der „anti-imperialistische Widerstand“ der „Roten Armee Fraktion“, in: Schröder (Hrsg.), Terrorismus... a.a.O. (Anm. 105), S. 58.Google Scholar
  186. 1392.
    Siehe dazu „Eine perverse Kombination“, in: Der Spiegel Nr. 25/1990, S. 102.Google Scholar
  187. 1393.
    Vgl. dazu Multhaupt, Wulf Friedrich, Die Irisch-Republikanische Armee. Geschichte, Ziele, Aktivitäten, in: APuZ B 45/1988, S. 45. Paradoxerweise zählt für die Nordiren das Argument der amerikanischen Geldquellen nicht, wenn es um die öffentlich gewordenen Verbindungen der IRA zur kolumbianischen FARC geht, welche sie offensichtlich logistisch und ausbildungstechnisch unterstützt. Die IRA arbeitet damit genau mit jenen marxistischen Rebellen zusammen, für deren Bekämpfung die USA mehrere Milliarden Dollar jährlich bereit stellen. Insofern scheint für die Nordiren gerade jetzt die Gefahr zu bestehen, dass sich ihre amerikanischen Finanziers auf Distanz zu ihnen begeben. Vgl. dazu „Globalisierung à la IRA“, in: SZ vom 25./26. August 2001, S. 9. Zur Geschichte der IRA und die Genese der Friedensverhandlungen siehe Kennedy-Pipe, Caroline, From war to peace in Northern Ireland, in: Cox, Michael/Guelke, Adrian/Stephen, Fiona (Ed.), A Farewell to Arms? From long war to long peace in Northern Ireland, Manchester 2000, S. 24–38.Google Scholar
  188. 1394.
    Zitiert nach „Terror: Da waren Superprofis am Werk“, in: Der Spiegel Nr. 29/1986, S. 28.Google Scholar
  189. 1395.
    „Anschlag auf Staatssekretär Tietmeyer. Erklärung vom 20. September und 21. September 1988“, in: RAF: Texte... a.a.O. (Anm. 10), S. 388.Google Scholar
  190. 1396.
    Bundesverfassungsschutzbericht 1988, S. 89.Google Scholar
  191. 1397.
    Akte MfS HA XXII Nr. 19293.Google Scholar
  192. 1398.
    Bundesverfassungsschutzbericht 1988, S. 85.Google Scholar
  193. 1399.
    Siehe dazu Horx, Matthias, Aufstand im Schlaraffenland. Selbsterkenntnisse einer rebellischen Generation, München/Wien 1989.Google Scholar
  194. 1400.
    So Backes, Bleierne Jahre. Baader-Meinhof und danach... a.a.O. (Anm. 37), S. 207.Google Scholar
  195. 1401.
    „ Das Konzept Stadtguerilla“, in: RAF: texte... a.a.O. (Anm. 10), S. 31.Google Scholar
  196. 1402.
    „Hungerstreikerklärung vom 6. Februar 1981“, in: Ibid., S. 287.Google Scholar
  197. 1403.
    „Das Konzept Stadtguerilla“, in: Ibid., S. 33.Google Scholar
  198. 1404.
    Siehe dazu die Formulierungen von Birgit Hogefeld, in: ID-Archiv (Hrsg.), Birgit Hogefeld. Ein ganz normales Verfahren... a.a.O. (Anm. 6), S. 103. Der Begriff „Trikont“ ist eine Verbindung von „Triade“ und „Kontinent“. Die dritte Generation wollte darin ihren „Kampf für die Unterdrückten“ in Lateinamerika, Afrika und Asien zum Ausdruck bringen. Siehe dazu das Kapitel VIII. 2.1.5. Die RAF und der „Trikont“.Google Scholar
  199. 1405.
    So der damalige leitende Regierungsdirektor an der Schule für psychologische Verteidigung der Bundeswehr Klein, Kurt, Die geistigen und die politisch-sozialen Ursachen des deutschen Terrorismus, in: BMI (Hrsg.), Terrorismus. Bedrohung der Menschenrechte... a.a.O. (Anm. 1301), S. 131–143, hier S. 133.Google Scholar
  200. 1406.
    Siehe dazu Taufer, Lutz, Gesellschaft oder Ghetto — eine Ergänzung, in: Edition ID-Archiv (Hrsg.), „wir haben mehr fragen als antworten...“. RAF-diskussionen 1992–1994... a.a.O. (Anm. 34), S. 306.Google Scholar
  201. 1407.
    Siehe dazu Biermann, Wolf, Es geht nicht, wie Ihr wollt, in: Die Grünen im Bundestag (Hrsg.), Ende der bleiernen Zeit?... a.a.O. (Anm. 704), S. 10.Google Scholar
  202. 1408.
    Hogefeld, Schlusswort im Prozess, in: ID-Archiv (Hrsg.), Birgit Hogefeld. Ein ganz normales Verfahren... a.a.O. (Anm. 6), S. 169.Google Scholar
  203. 1409.
    Vgl. dazu die theoretische Unterscheidung in Kapitel III. 4. „Klassischer“ und „neuer“ Terrorismus.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Alexander Straßner

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