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Entstehung, Entwicklung und Zerfall: Die Logik des Terrorismus

  • Alexander Straßner

Zusammenfassung

Mit der Bestimmung der zu verwendenden Begrifflichkeiten allein ist einer ausreichenden Grundlage zum Verständnis terroristischer Organisationen aber noch nicht Genüge getan. Im Gegenteil sind ihre Weiterentwicklung im Laufe ihrer Existenz sowie ihre strategischen Modifikationen bisher auch durch die Wissenschaft mit einigen Ausnahmen weitgehend unreflektiert geblieben. Hier soll geklärt werden, in welchem Wirkungsgefüge sich terroristische Gruppierungen befinden, welcher inneren Logik sie folgen und welchen strukturellen Zwängen sie ausgesetzt sind. Die Ergebnisse, die sich aus diesen Untersuchungen ableiten lassen, können als Blaupause zur Untersuchung terroristischer Gruppierungen allgemein gelten, da sich zahlreiche Gemeinsamkeiten unter verschiedenen Organisationen ausmachen lassen. Insofern wird in den folgenden Kapiteln die Existenz einer für ähnlich strukturierte Gruppen gleich welcher Herkunft geltenden terroristischen Logik vorausgesetzt, deren einzelne Variablen an der dritten Generation der RAF geprüft werden können.

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Literatur

  1. 123a.
    Siehe dazu besonders: Hirschmann, Kai, The changing face of terrorism, in: Internationale Politik und Gesellschaft, Heft 3/2000, S. 299–310Google Scholar
  2. 123b.
    Hirschmann, Kai, Terrorismus, Hamburg 2003, S. 33–35Google Scholar
  3. 123c.
    sowie Münkler, Herfried, Die neuen Kriege, Reinbek 2002, S. 175–206Google Scholar
  4. 123d.
    und Münkler, Herfried, Die privatisierten Kriege des 21. Jahrhunderts, in: Merkur.Google Scholar
  5. 123e Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken, Heft 3/2001, S. 222–234.Google Scholar
  6. 124.
    Die normativen Theorien schreiben das Phänomen Terrorismus einem sichtbaren Verfall demokratischer Grundwerte zu. Diese Abkehr von normativen Prämissen gilt als grundlegende Gefahr für eine freiheitssichernde institutionelle Ordnung, wie sie in der Bundesrepublik realisiert worden ist. Apologeten dieses Ansatzes (Karl Dietrich Bracher, Peter Graf Kielmannsegg, Hans Maier) schreiben diese Entwicklung der Renaissance marxistischer Ansätze, einer weitgehenden Radikalisierung des politischen Denkens ebenso wie der Annahme einer „strukturellen (staatlichen) Gewalt“zu, der gegenüber der Widerstand des Einzelnen als das einzige mögliche Mittel zur Überwindung erscheint. Diese Prämissen seien jedoch nur Ausdruck eines grundlegenden Wertewandelns in der Gesellschaft, der eine Herausforderung besonders für sinnstiftende Institutionen darstelle. Dem gegenüber bezieht der historische Ansatz (mit seinen berühmtesten Vertreter Walter Laqueur, Franz Wördemann und David Fromkin) staatliche Terrormaßnahmen in sein Erklärungsmodell mit ein und versucht, terroristische Organisationen wie Guerillagruppierungen in einen historischen Gesamtzusammenhang einzuordnen und gleichzeitig begrifflich zu erfassen. Die Entstehung terroristischer Gruppen wird hier einem interaktiven, dialektischen Zusammenhang von System und Systemgegnerschaft zugeschrieben. Siehe dazu Rabert, Links- und Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik…. a.a.O. (Anm. 41), S. 28–34.Google Scholar
  7. 125.
    Siehe dazu grundlegend BMI (Hrsg.), Gruppenprozesse. Analysen zum Terrorismus III (von Wanda von Bayer-Kaette, Dieter Ciaessens, Hubert Feger und Friedhelm Neidhardt), Opladen 1982, S.134–142.Google Scholar
  8. 126.
    Taylor, The way to terrorism: typology of the formation of terrorist groups…, in: Hirschmann/Gerhard (Hrsg.), Terrorismus als weltweites Phänomen… a.a.O. (Anm. 71), S. 35.Google Scholar
  9. 127.
    Susanne Albrecht, Mitglied der zweiten RAF-Generation und maßgeblich beteiligt an der Ermordung des Bankiers Jürgen Ponto 1977, führte als Motivation zum Gang in den Terrorismus den auf Wohlstand basierenden Lebensstil ihrer Eltern an. Albrechts Vater war angesehener Seerechtsanwalt. Die einschlägige Literatur zielt darauf ab, sie habe an der Ermordung Pontos aktiv mitgewirkt, um ihren Vater zu „bestrafen“. Ponto und ihr Vater waren Studienfreunde, sie hoffte, mit dem Mord an Ponto ihren Vater besonders schwer zu treffen. So Wasmund, Klaus, Zur politischen Sozialisation in terroristischen Gruppierungen, in: APuZ B 33/34 1980, S. 37/38.Google Scholar
  10. 128.
    Während für die Sozialwissenschaften der fünfziger Jahre etwa autoritäre Erziehung maßgeblich für die spätere Herausbildung extremistischer Denkhaltungen und späterer terroristischer Verhaltensweisen verantwortlich gemacht wurde, wurden gerade in jüngster Vergangenheit auch die antiautoritären Erziehungsstile der sechziger und siebziger Jahre in die Pflicht genommen. Siehe zu den konkurrierenden Ansätzen Adorno, Theodor et alii, The authoritarian personality, New York 1982 und Leggewie, Claus, Plädoyer eines Antiautoritären für Autorität, in: Die Zeit Nr. 10 vom 05. März 1993, S. 93.Google Scholar
  11. 129.
    Öffentlich wahrgenommen wird sowohl die Rationalität als auch die Komplexität dieser Entschei-dungsprozesse nur selten. Vielmehr verankert sich im öffentlichen Bewusstsein mitunter ein Manichäismus, der an die Weltbilder extremistischer Personen selbst erinnert. So wird den Terroristen einerseits unterstellt, sie befänden sich in einem Zustand ähnlich der Demenz und seien geistig nicht zurechnungsfähig, oder aber ihnen wird ein besonderer Fanatismus zugeschrieben, der sie zwar im Bereich der Zurechnungsfähigkeit belässt, ihnen jedoch implizit eine pathologische Persönlichkeitsstruktur unterstellt. Siehe dazu Waldmann, Terrorismus. Provokation der Macht… a.a.O. (Anm. 80), S. 152. In der neueren Literatur zur allgemeinen Phänomenologie und zum Selbstverständnis von Terroristen wird nicht zu Unrecht darauf verwiesen, dass diese Mechanismen des Umgangs mit terroristischen Organisationen eher aussagekräftig bezüglich der gesamten Gesellschaft sind. Die Klassifikation von Terroristen als „psychisch Kranken“entspringt demzufolge einem ausgeprägten Verdrängungsbedürfnis. Die Aktivisten werden durch ihr extra-normales Verhalten und ihre vermeintliche Unzurechnungsfähigkeit in das Reich des Unerklärlichen und Unerklärbaren verschoben und böten deshalb für keinerlei Wissenschaft jenseits der Forensik ein lohnendes Untersuchungsgebiet. Siehe dazu allgemein Taylor, Maxwell, The terrorist, London 1988. Exotische Ansätze wie derjenige des italienischen Arztes und Psychologen Cesare Lombroso, der Terroristen Mangelkrankheiten wie Pellagra und Avitaminose zuschrieb, haben es daher zu ungerechtfertigter Popularität gebracht, auch wenn gegenwärtig die Tendenz zur biologischen Ursachenforschung eine seltsame Renaissance erlebt. So untersuchte ein Pathologe jüngst die Gehirne von RAF-Gründern auf organische Abweichungen hin, um damit eine Mitbegründung für den terrorismusspezifischen Realitätsverlust zu liefern. Siehe dazu „Das kranke Hirn der RAF“, in: SZ vom 12.11.2002 und „Toter Winkel“, in: Der Spiegel Nr. 47/2002, S. 70–72.Google Scholar
  12. 130.
    Siehe dazu Tarrow, Sidney, Kollektives Handeln und politische Gelegenheitsstruktur in Mobilisierungswellen. Theoretische Perspektiven, in: KZfSS Heft 4/1991, S. 647–670. Tarrow bezieht sich auf soziale Bewegungen allgemein, die Ausbildung von Opportunitätsstrukturen zur dauerhaften Sicherung der eigenen Existenz ist jedoch auch bei terroristischen Gruppierungen zu beobachten.Google Scholar
  13. 131.
    Zwar gibt es den Versuch, den Lebensweg einer terroristischen Organisation jenseits von personellen Variablen zu sequenzieren, jedoch nicht in komparatistischer Art und Weise. Zur Deskription der ETA-Ontogenese siehe Waldmann, Peter, Militanter Nationalismus im Baskenland, Frankfurt am Main 1990, S. 122.Google Scholar
  14. 132.
    Rammstedt, Otthein, Soziale Bewegung, Frankfurt am Main 1978, besonders S. 130–135 und 137–170. Der von der Frankfurter Schule geprägte historisch-dialektische, in seiner Ausrichtung strikt antikapitalistische Ansatz wurde zum Gegenstand weitreichender Kontroversen. Da er aber wie Tarrow besonders die Entwicklungslinien in legalen sozialen Bewegungen (Frauen-, Jugend-, Arbeiterbewegung) zu generalisieren versucht, ist sein Ansatz hier wenig fruchtbar. Zur Diskussion um das Bewegungsgesetz Rammstedts siehe Raschke, Joachim, Soziale Bewegungen. Ein historisch-systematischer Grundriss, Frankfurt am Main/New York 1985.Google Scholar
  15. 133.
    Waldmann, Peter, Ethnischer Radikalismus. Ursachen und Folge gewaltsamer Minderheitenkonflikte am Beispiel des Baskenlandes, Nordirlands und Quebecs, Opladen 1989.Google Scholar
  16. 134.
    Wie eingangs der Bearbeitung in der Darstellung der unterschiedlichen terroristischen Strömungen dargelegt worden ist, entziehen sich die religiös motivierten Bewegungen und Organisationen terroristischer Art diesem Raster, da sie über eine weitaus größere Reichweite und aufgrund ihres religiösen Fanatismus (mit der unheilvollen Verquickung mit der nationalen Komponente etwa im Falle des palästinensischen Terrorismus) eine längere Lebensdauer als die Sozialrevolutionären oder ethnisch-nationalistischen Terrorismen aufweisen. Aus diesem Grund kann die nachfolgende Graphik lediglich für die beiden letzteren Kategorien als Modell gelten. Nur ein Beispiel für die Auswirkungen des religiösen Fanatismus auf die Qualität des Terrorismus sind die zahllosen Selbstmordattentate auf israelische Einrichtungen ebenso wie die Anschläge auf das New Yorker World Trade Center und das Pentagon in Washington vom 11. September 2001. Siehe zur Logik von Selbstmordanschlägen Steinberger, Petra , „Selbst morden“, in: SZ vom 11./12. August 2001, S. 13. Zur konkreten Genese der Selbstmordanschläge im schiitischen Islamismus siehe Tophoven, Rolf, Sterben für Allah. Die Schiiten und der Terrorismus, Herford 1991. Vgl. auch Heine, Peter, Terror in Allahs Namen. Extremistische Kräfte im Islam, Freiburg im Breisgau 2001, S. 37–42.Google Scholar
  17. 135.
    Siehe zu den folgenden Ausführungen Waldmann, Terrorismus als weltweites Phänomen. Eine Einführung, in: Hirschmann/Gerhard (Hrsg.), Terrorismus als weltweites Phänomen. Schriftenreihe zur Neuen Sicherheitspolitik Band 18, Berlin 2000. Siehe dazu Waldmann, Terrorismus als weltweites Phänomen… a.a.O. (Anm. 71), S. 19.Google Scholar
  18. 136.
    Waldmann nennt die Entstehungsphase in seiner Betrachtung die Inkubationsphase. Siehe dazu Waldmann, Militanter Nationalismus im Baskenland… a.a.O. (Anm. 131), S. 122.Google Scholar
  19. 137.
    Die Bezeichnung stammt aus der Interessengruppenforschung und bezeichnet eine Voraussetzung für das Entstehen kollektiver Aktion. Siehe dazu Marwell, Gerald/Oliver, Pamela, The Critical Mass in Collective Action. A Micro-Social Theory, Cambridge 1993.Google Scholar
  20. 138.
    Vgl. dazu die Schilderungen des ehemaligen BR-Aktivisten Franceschini, Alberto, „Das Herz des Staates treffen“, Mailand 1988, S. 29.Google Scholar
  21. 139.
    Siehe zur Gründungssituation aus dem irischen Osteraufstand und der weiteren Entwicklung der IRA Phoenix, Eamon , Michael Collins — The Northern Question 1916–1922, in: Doherty, Gabriel/Keogh, Dermot (Ed.), Michael Collins and the making of the Irish state, York 1998, S. 92–116.Google Scholar
  22. 140.
    Siehe dazu die Vita des ehemals führenden Etarras Kandido Azpiazu in „Ansichten eines Mörders“, in: Der Spiegel Nr. 32/2001, S. 56–62.Google Scholar
  23. 141.
    Alberto, „Das Herz des Staates treffen“, Mailand 1988 Franceschini, „Das Herz des Staates treffen“… a.a.O. (Anm. 138), S. 97.Google Scholar
  24. 142.
    Rossanda, Rossana/Mosca, Carla (Hrsg.), Mario Moretti — Brigate Rosse. Eine italienische Geschichte, Berlin 1996, S. 207.Google Scholar
  25. 143.
    Der Mord der ETA an Blanco hatte dabei weitreichendere politische Folgen als die Aktionen der RAF und der Roten Brigaden. Er ermöglichte Spanien eine Beschleunigung der „transicion“, der Systemtranstormation von einer autoritären Diktatur zur westlichen Demokratie. Vgl. dazu Schröder, Manfred F., Bomben gegen die Einheit, in: Schröder (Hrsg.), Terrorismus. Gewalt mit politischem Motiv, München 1986. Terrorismus. Gewalt mit politischem Motiv… a.a.O. (Anm. 105), S. 133/134.Google Scholar
  26. 144.
    Von weitreichender Bedeutung ist im Zusammenhang mit der Lebensdauer einer terroristischen Organisation auch die Haltung der Behörden bei Erpressungsversuchen. Im Falle eines Eingehens auf terroristische Forderungen im Zuge einer Entführung beschert man der Organisation erst wieder die finanziellen und damit indirekt die logistischen Mittel, welche sie für neuerliche Aktionen braucht. Bei der Verschleppung des Christdemokraten Cirillo etwa konnten die Roten Brigaden mehrere Milliarden Lire erpressen, die sie dann für die nachfolgenden Entführungen von Ministerpräsident Moro und dem amerikanischen NATO-General James Lee Dozier verwenden konnten. Siehe dazu Widmann, Carlos, Italiens Rotbrigadisten, in: Ibid., S. 108/109.Google Scholar
  27. 145.
    Laqueur, Walter, Die globale Herausforderung. Neue Gefahren des Terrorismus, München 2001. Vgl. dazu Laqueur, Die globale Bedrohung… a.a.O. (Anm. 74), S. 42.Google Scholar
  28. 146.
    Burgos war der Ort eines Gerichtstribunals gegen die baskische ETA im Jahr 1970. Den Angeklagten Etarras war es darin gelungen, das Verfahren gegen sie öffentlichkeitswirksam in ein weltweites Tribunal gegen die autoritäre Franco-Diktatur umzufunktionieren. Vgl. dazu Sullivan, John, ETA and Basque Nationalism. The Fight for Euskadi 1890–1986, London/New York 1988, The Fight for Euskadi 1890–1986… a.a.O. (Anm. 104), S. 92–112. Siehe zur Entstehung der ETA und ihrer Genese in komprimierter Form Waldmann, Peter, Die Bedeutung der ETA für Gesellschaft und Politik im spanischen Baskenland, in: APuZ B 45/1988, S. 1–19.Google Scholar
  29. 147.
    Für wieder andere Organisationen wie die mazedonische IMRO war nicht die eigene Zusammensetzung, sondern die Unterstützung durch ausländische Regierungen (“sponsoring“), vor allen Dingen diejenige Bulgariens nach dem Ersten Weltkrieg, entscheidend für die zahlreichen neuerlichen Formierungsphasen. Laqueur, Walter, Die globale Herausforderung. Neue Gefahren des Terrorismus, München 2000. Siehe dazu Laqueur, Die globale Bedrohung… a.a.O. (Anm. 74), S. 27.Google Scholar
  30. 148.
    Taylor, The Way to Terrorism. Typology of the Formation of Terrorist Groups…, in: Hirschmann/Gerhard (Hrsg.), Terrorismus als weltweites Phänomen. Schriftenreihe zur Neuen Sicherheitspolitik Band 18, Berlin 2000. Terrorismus als weltweites Phänomen… a.a.O. (Anm. 71), S. 31.Google Scholar
  31. 149.
    Alberto, „Das Herz des Staates treffen“, Mailand 1988, Siehe dazu die Schilderungen von Franceschini, „Das Herz des Staates treffen“… a.a.O. (Anm. 138), S. 61.Google Scholar
  32. 150.
    Alberto, „Das Herz des Staates treffen“, Mailand 1988, Ibid., S. 81.Google Scholar
  33. 151.
    Neben den Anschlägen der RAF ist hier erneut auf das Attentat auf Carrero Blanco durch die ETA zu rekurrieren. Die baskischen Terroristen hatten in einer langwierigen Vorbereitung die Straße unterhöhlt, auf welcher Blanco erwartet wurde. Die zeitgenaue Zündung des unter der Fahrbahn deponierten Sprengsatzes tötete Blanco und seine Begleiter auf der Stelle. Siehe dazu Sullivan, John, ETA and Basque Nationalism. The Fight for Euskadi 1890–1986, London/New York 1988. Siehe dazu Sullivan, ETA and Basque Nationalism… a.a.O. (Anm. 104), S. 141 ff.Google Scholar
  34. 152.
    Der Terrorismus der IRA spricht dahingehend eine deutliche Sprache. Zu Beginn dess Spaltungsprozesses der Nordiren zeichnete sich die „Provisional IRA“durch ein hohes Maß an revolutionärem Romantizismus aus, welcher es den Behörden erleichterte, erfolgreiche Zugriffe auf die Organisation zu starten. Erst nach einer nachhaltigen zweijährigen Umstrukturierung Ende der siebziger Jahre, einer in der Folge zunehmenden strukturellen Konspiration und waffentechnischen Professionalisierung war es der IRA möglich, spektakuläre Anschläge wie das Attentat auf Lord Mount-batten 1979 sowie denjenigen auf den Parteitag der Tories im Brightoner Grand Hotel 1984 zu verüben. Vgl. dazu Schröder, Dieter, Der fanatische Nationalismus der IRA, in: Ders. (Hrsg.), Terrorismus. Gewalt mit politischem Motiv… a.a.O. (Anm. 105), S. 142.Google Scholar
  35. 153.
    Siehe dazu Alexander, Yonah/Pluchinsky, Dennis A., Europe’s red terrorists. The fighting communist organizations, Portland 1992, S. 90.Google Scholar
  36. 154.
    Siehe dazu Caselli, Gian Carlo/della Porta, Donatella, The history of the Red Brigades: organizational structures and strategies of action (1970–1982), in: Catanzano (Ed.), The Red Brigades & Left-Wing Terrorism in Italy, New York 1991, S. 72.Google Scholar
  37. 155.
    Nicht selten wird diese Entwicklung bedingt durch einen folgenschweren Präzedenzfall. Was für die RAF der Mord an Pimentai, war für die Rotbrigadisten Italiens die Ermordung von Roberto Peci. Dieser war der Bruder des ersten pentito, des ersten Bereuers unter den Roten Brigaden, und wurde lediglich für die „Sünde“der Aussage seines Blutsverwandten gegenüber den Behörden, letztlich also aus banalen Gründen der „Sippenhaft“getötet. Ebenso wie die dritte RAF-Generation am Beispiel Pimentai versuchten die BR auf die nachhaltige Kritik aus Gesellschaft und Umfeld dadurch zu reagieren, indem sie Peci zu einem „Verräter der Arbeiterklasse“umstilisierten. Vgl. dazu Widmann, Carlos, Italiens Rotbrigadisten, in: Schröder (Hrsg.), Terrorismus. Gewalt mit politischem Motiv, München 1986. Gewalt mit politischem Motiv… a.a.O. (Anm. 105), S. 105.Google Scholar
  38. 156.
    Laqueur, Walter, Terrorismus. Die globale Herausforderung, Frankfurt am Main/Berlin 1987Siehe dazu Laqueur, Terrorismus… a.a.O. (Anm. 31), S. 152/153.SGoogle Scholar
  39. 157.
    Zwar gibt es den Versuch, den Lebensweg einer terroristischen Organisation jenseits von personellen Variablen zu sequenzieren, jedoch nicht in komparatistischer Art und Weise. Zur Deskription der ETA-Ontogenese siehe Waldmann, Peter, Militanter Nationalismus im Baskenland, Frankfurt am Main 1990. So Waldmann, Militanter Nationalismus im Baskenland… a.a.O. (Anm. 131), S. 127.Google Scholar
  40. 158.
    So begann sich innerhalb der ETA gegen Ende der sechziger Jahre kurzfristig die Präferenz eines „red separatism“ durchzusetzen, der sich neben der nationalistisch-ethnischen Komponente der marxistischen Ideologie als zusätzlichen Integrationsinstruments bediente. Siehe dazu Sullivan, John, ETA and Basque Nationalism. The Fight for Euskadi 1890–1986, London/New York 1988, Vgl. dazu Sullivan, ETA and Basque Nationalism… a.a.O. (Anm. 104), S. 144.Google Scholar
  41. 159.
    Dartnell, Michael York, Action Directe. Ultra-Left Terrorism in France 1979–1987, London 1995, S. 182.Google Scholar
  42. 160.
    Siehe dazu Schröder, Manfred F., Bomben gegen die Einheit, in: Schröder (Hrsg.), Terrorismus. Gewalt mit politischem Motiv, München 1986. Gewalt mit politischem Motiv… a.a.O. (Anm. 105), S. 128.Google Scholar
  43. 161.
    Vgl. dazu „13 Verletzte bei Bombenanschlag an der Costa Dorada“, in: SZ vom 20.08.2001, S. 8.Google Scholar
  44. 162.
    Vgl. dazu Schröder, Dieter, Der fanatische Nationalismus der IRA, in: Schröder Ders. (Hrsg.), Terrorismus. Gewalt mit politischem Motiv, München 1986 Siehe dazu Schröder, Manfred F., Bomben gegen die Einheit…, in: Ders. (Hrsg.), Terrorismus. Gewalt mit politischem Motiv… a.a.O. (Anm. 105), S. 136. Zu den organisatorischen Veränderungen innerhalb der ETA vgl. auch Waldmann, Peter, Militanter Nationalismus im Baskenland… a.a.O. (Anm. 131), S. 109–117.Google Scholar
  45. 163.
    Vgl. dazu Chimelli, Rudolph, Die „Action Directe“schreckt Frankreich, in: Schröder (Hrsg.), Terrorismus. Gewalt mit politischem Motiv, München 1986 Terrorismus. Gewalt mit politischem Motiv… a.a.O. (Anm. 105), S. 117.Google Scholar
  46. 164.
    Im hessischen Weiterstadt versuchte die dritte RAF-Generation nach heftiger Kritik aus dem Umfeld an der Auswahl ihrer Todesopfer, einen Anschlag auf den Gefängnisneubau ohne Personenschaden durchzuführen. Siehe dazu das Kapitel V.3.4. „Der Gefängnisneubau in Weiterstadt“.Google Scholar
  47. 165.
    So besonders der Versuch, die spanische Tourismusbranche zu treffen; vgl. dazu „Autobombe explodiert auf Flughafen von Madrid“, in: SZ vom 28. August 2001, S. 6.Google Scholar
  48. 166.
    Idealtypisches Beispiel sind die uruguayischen Tupamaros. Sie perfektionierten das Stadtguerillakonzept von Carlos Marighela und konnten sich, nicht zuletzt aufgrund ihrer dezidierten Ausrichtung auf die öffentliche Resonanz, weithin in der Bevölkerung verankern. Als ihre Unduldsamkeit jedoch ein neues Niveau erreichte und sie die errungenen Erfolge noch einmal potenzieren wollte, verkehrte sich ihre Strategie durch den kaltblütigen Mord an einem amerikanischen Polizeiexperten in ihr Gegenteil und begünstigte letztlich sogar die Errichtung der späteren Militärdiktatur, auch wenn die Tupamaros später Eingang in das parlamentarische System gefunden haben. Siehe dazu Alleman, Fritz R., Terrorismus in Lateinamerika, Motive und Erscheinungsformen, in: Funke, Manfred (Hrsg.), Terrorismus. Untersuchungen zur Strategie und Struktur revolutionärer Gewaltpolitik, Bonn 1977, Terrorismus. Untersuchungen zur Strategie und Struktur… a.a.O. (Anm. 90), S. 184–194.Google Scholar
  49. 167.
    Deutlich wird diese Entwicklung gerade anhand der ETA: Entgegen den zahlreichen Zugeständnissen an das spanische Baskenland, die einer faktischen Autonomie mit eigenen exekutiven Behörden gleichkommen, fuhren die Etarras und ein offensichtlich noch immer intaktes Umfeld ihren Terrorismus mit nicht gekannter Effektivität und Brutalität weiter. Dabei erweist sich ihre Struktur und Logistik als derart funktionsfähig, dass auch nachrangige Einheiten zu zahlreichen Brandanschlägen befähigt sind. Siehe dazu „Madrid sieht ETA stark geschwächt“, in: SZ vom 27. August 2001, S. 6. Siehe zur quantitativen und qualitativen Steigerung des ETA-Terrorismus auch Waldmann, Peter, Militanter Nationalismus im Baskenland, Frankfurt am Main 1990 (Anm. 131), S. 118–128.Google Scholar
  50. 168.
    So bildete sich innerhalb der ETA der sogenannte militärische Flügel ETA-M heraus, der heute als „die ETA“gilt. *Sullivan, John, ETA and Basque Nationalism. The Fight for Euskadi 1890–1986, London/New York 1988*Siehe dazu Sullivan, ETA and Basque Nationalism… a.a.O. (Anm. 104), S. 150.Google Scholar
  51. 169.
    Auch wenn der Spaltungsprozess der BR noch weitaus komplexer als derjenige der RAF war. Die ursprüngliche Spaltung erfolgte 1981 und setzte sich in weiteren Unterteilungen fort: Die Neuen Roten Brigaden benannten sich in BR-PCC um. Sie mahnten einen strategischen Rückzug an. 1984 veröffentlichten sie ein Papier, das als „zweite Position“bekannt wurde, aus ihr ging 1985 die BRUCC (auch BR-PG) hervor, die ihren Aktionismus bis 1988 fortführte. Vgl. dazu della Porta, Donatella, Protestbewegung und Terrorismus in Italien, in: APuZ B 45/1988, S. 20–34.Google Scholar
  52. 170.
    Siehe dazu Heine, Religiös motivierter Terrorismus, in: *Hirschmann/Gerhard (Hrsg.), Terrorismus als weltweites Phänomen. Schriftenreihe zur Neuen Sicherheitspolitik Band 18, Berlin 2000*Hirschmann/Gerhard (Hrsg.), Terrorismus als weltweites Phänomen… a.a.O. (Anm. 71), S. 119.Google Scholar
  53. 171.
    Für terroristische Organisationen sieht das Entwicklungsmodell allein die Option Auflösung oder Zerschlagung vor. Die bisherigen erfolgreichen terroristischen Verhaltensweisen (Israel, Kuba, Nicaragua, Indochina, Algerien) fanden stets nur in Kombination mit Guerillastrategien statt oder waren originäre Guerillabewegungen. Daneben sind hier stets auch zusätzlich verstärkende, außerhalb des Verantwortungsbereichs der terroristischen Organisation liegende Ursachen zu beobachten gewesen. Die Erfüllung der Forderungen geht somit nicht auf die terroristische Aktivität allein zurück. Siehe dazu das Kapitel III. 3. „Terrorismus und Systemtheorie“.Google Scholar
  54. 172.
    Vgl. dazu „Großbritannien will Soldaten aus Nordirland zurückziehen“, in: SZ vom 16. August 2001, S. 6.Google Scholar
  55. 173.
    Siehe dazu das Kapitel VI. 10. „Die Auflösungserklärung“.Google Scholar
  56. 174.
    Vgl. dazu „Japans Rote Armee will legale Gruppe werden“, in: SZ vom 31. Mai 2001, S. 7.Google Scholar
  57. 175.
    Siehe dazu die Schilderungen des ehemaligen Rotbrigadisten Curcio, Renato, Mit offenem Blick. Ein Gespräch zur Geschichte der Roten Brigaden in Italien, Berlin 1997, S. 140.Google Scholar
  58. 176.
    Hirschmann, Kai, The changing face of terrorism, in: Internationale Politik und Gesellschaft, Heft 3/2000, S. 299–310; Hamburg 2003 (Anm. 123), S. 6.Google Scholar
  59. 177.
    Die Organisationen Irgun unter ihrer Führungsperson Menachem Begin ebenso wie die Stern-Bande unter Yitzhak Schamir (beide spätere Ministerpräsidenten Israels) stellten geradezu idealtypisch Guerillagruppierungen mit von der Zentralgewalt unerschlossenen Rückzugsgebieten im von Großbritannien verwalteten Palästina und weitreichender Unterstützung in der Bevölkerung wie Teilen der Weltöffentlichkeit dar. Siehe dazu Laqueur, Walter, Die globale Herausforderung. Neue Gefahren des Terrorismus, München 2001 (Anm. 74), S. 29. Ähnlich verhält es sich mit anderen Beispielen für erfolgreiche Guerilla-Organisationen wie in Kuba oder Algerien.Google Scholar
  60. 178.
    Vgl. dazu Almond, Gabriel/Powell, Bingham, Vergleichende Politikwissenschaft — ein Überblick, in: Stammen, Theo (Hrsg.), Vergleichende Regierungslehre. Beiträge zur theoretischen Grundlegung und exemplarische Einzelstudien, Darmstadt 1976, S. 132–161.Google Scholar
  61. 179.
    Parsons, Talcott, Zur Theorie sozialer Systeme (herausgegeben von Stefan Jensen), Opladen 1976, S. 165.CrossRefGoogle Scholar
  62. 180.
    Luhmann, Niklas, Warum AGIL?, in: KZfSS Nr. 40/1988, S. 135–136.Google Scholar
  63. 181.
    So Almond, Gabriel/Powell, Bingham, Vergleichende Politikwissenschaft — ein Überblick, in: Stammen, Theo (Hrsg.), Vergleichende Regierungslehre. Beiträge zur theoretischen Grundlegung und exemplarische Einzelstudien, Darmstadt 1976 (Anm. 178), S. 135.Google Scholar
  64. 182.
    Vgl. dazu Luhmann, Niklas, Soziale Systeme, Grundriss einer allgemeinen Theorie, Frankfurt am Main 1984, S.286–346.Google Scholar
  65. 183.
    Parsons, Parsons, Talcott, Zur Theorie sozialer Systeme (herausgegeben von Stefan Jensen), Opladen 1976 (Anm. 179), S. 166–167.Google Scholar
  66. 184.
    Siehe dazu Easton, David, Grundkategorien zur Analyse des politischen Systems, in: Türk, Klaus (Hrsg.), Handlungssysteme, Opladen 1978, S. 268.Google Scholar
  67. 185.
    Siehe Kapitel VI.2. „Der Zusammenbruch des real existierenden Sozialismus und die Folgen für die RAF“.Google Scholar
  68. 186.
    Siehe dazu die Kapitel VI. 4.1. „Die Kinkel-Initiative“und VI.4.2. „Die Kronzeugenregelung“.Google Scholar
  69. 187.
    Siehe dazu das Kapitel IV.2.1. „Strukturanalyse“.Google Scholar
  70. 188.
    Parsons, Talcott, Zur Theorie sozialer Systeme (herausgegeben von Stefan Jensen), Opladen 1976 (Anm. 179), S. 302–307.CrossRefGoogle Scholar
  71. 189.
    Parsons, Talcott, Zur Theorie sozialer Systeme (herausgegeben von Stefan Jensen), Opladen 1976 , S. 169.CrossRefGoogle Scholar
  72. 190.
    Eine signifikante Ausnahme bedeuten hier die Adaptionsmechanismen der modernen terroristischen Organisation Al-Qaida, die durch die Linearisierung ihrer Organisationsstruktur und ihre kommunikationstechnische Professionalisierung sich dem Zugriff international operierender Behörden und Geheimdienste weitgehend entzogen haben. Siehe dazu das Kapitel III.4. „Klassischer“und „neuer“Terrorismus.Google Scholar
  73. 191.
    Siehe zur Bedeutung der Empfangsselektivität in Kommunikationsmodellen und Entscheidungssystemen besonders Deutsch, Karl W., Politische Kybernetik. Modelle und Perspektiven, Freiburg im Breisgau 21970, S. 211–232.Google Scholar
  74. 192.
    Siehe dazu das Kapitel V.4.2. „Edward Pimentai“und VII.2. „Isolierung“.Google Scholar
  75. 193.
    Parsons, Talcott, Zur Theorie sozialer Systeme (herausgegeben von Stefan Jensen), Opladen 1976 (Anm. 179), S. 175.CrossRefGoogle Scholar
  76. 194.
    Siehe dazu das Kapitel VIII.2.1.6. „Die Ziele der RAF“.Google Scholar
  77. 195.
    Siehe dazu das Kapitel VI.3. „Anpassungsbemühungen: Die „soziale Gegenmacht von unten““.Google Scholar
  78. 196.
    Parsons, Talcott, Zur Theorie sozialer Systeme (herausgegeben von Stefan Jensen), Opladen 1976 (Anm. 179), S. 175.CrossRefGoogle Scholar
  79. 197.
    Siehe dazu Kapitel V.2. „Strategischer Hintergrund der dritten Generation: das Mai-Papier“.Google Scholar
  80. 198.
    Parsons, Talcott, Zur Theorie sozialer Systeme (herausgegeben von Stefan Jensen), Opladen 1976 (Anm. 179), S. 173.CrossRefGoogle Scholar
  81. 199.
    Parsons, Talcott, Zur Theorie sozialer Systeme (herausgegeben von Stefan Jensen), Opladen 1976 (Anm. 179), S. 167.CrossRefGoogle Scholar
  82. 200.
    Zu den ersten Beispielen terroristischer Strategien siehe Laqueur, Walter, Die globale Herausforderung. Neue Gefahren des Terrorismus, München 2001 (Anm. 74), S. 13–18.Google Scholar
  83. 201.
    Laqueur, Walter, Terrorismus. Die globale Herausforderung, Frankfurt am Main/Berlin 1987 (Anm. 31), S. 71.Google Scholar
  84. 202.
    Zur terrorismustheoretischen Einordnung des 11. September vgl. Bakonyi, Jutta (Hrsg.), Terrorismus und Krieg. Bedeutung und Konsequenzen des 11. September 2001, Hamburg 2001. Als Resultat der qualitativen Veränderung des terroristischen Phänomens werden in der aktuellen Literatur vereinzelt auch Zukunftsszenarien und künftige Bedrohungslagen entworfen. Siehe dazu Scheerer, Sebastian, Die Zukunft des Terrorismus. Drei Szenarien, Lüneburg 2002.Google Scholar
  85. 203.
    Siehe dazu besonders Hirschmann, Kai, Terrorismus in neuen Dimensionen. Hintergründe und Schlussfolgerungen, in: APuZ B 51/2001 (Anm. 96), S. 7–15.Google Scholar
  86. 204.
    Brauchbare wissenschaftliche Literatur zur Al-Qaida-Organisation liegt bisher kaum vor. Siehe dazu bislang Roth, J., Netzwerke des Terrors, Hamburg 2001 und Gunaratna, Rohan, Inside Al Qaeda — Global Network of Terror, Columbia 2002.Google Scholar
  87. 205.
    Die Graphik ist eine nur gering abgeänderte Fassung von Hirschmann, Kai, Das Phänomen „Terrorismus“: Entwicklungen und neue Herausforderungen, in: Bundesakademie für Sicherheitspolitik (Hrsg.), Sicherheitspolitik in neuen Dimensionen, Hamburg 2001, S. 460.Google Scholar
  88. 206.
    Allgemein scheinen sich unterschiedliche Lebensspannen terroristischer Organisationen von den ihnen zugrunde liegenden Entstehungsgründen herzuleiten. So haben Sozialrevolutionäre Bewegungen die geringste Lebenserwartung, während nationalistisch-separatistisch und besonders religiöse Organisationen offensichtlich genug Integrationswirkung entfalten, um auch längerfristig handlungsfähig zu bleiben. Siehe dazu Hoffman, Bruce, Terrorismus. Der unerklärte Krieg. Neue Gefahren politischer Gewalt, Frankfurt am Main 1999 (Anm. 81), S. 225–240.Google Scholar
  89. 207.
    Siehe dazu und zu den folgenden Ausführungen besonders Hirschmann, Kai, Terrorismus in neuen Dimensionen. Hintergründe und Schlussfolgerungen, in: APuZ B 51/2001 (Anm. 96), S. 11–13.Google Scholar
  90. 208.
    Hirschmann, Kai, The changing face of terrorism, in: Internationale Politik und Gesellschaft, Heft 3/2000 (Anm. 123), S. 33.Google Scholar
  91. 209.
    Al-Qaida etwa sind derzeit rund 14 Organisationen angeschlossen, zu denen einige bekannte Beispiele (so „Abu Sayyaf“auf den Philippinen oder die ägyptische „Al-Jama at al-Islamiyya“, die für den Anschlag auf das World Trade Center von 1993 verantwortlich zeichnete) ebenso wie exotische und bis dato relativ unbekannte Organisationen (etwa die jemenitische „Islamische Armee Aden“) gehören. Siehe dazu Hirschmann, Kai, The changing face of terrorism, in: Internationale Politik und Gesellschaft, Heft 3/2000, S. 65.Google Scholar
  92. 210.
    Der Begriff ist von „multinational“und „international“insofern abgrenzbar, da er eine vernetzte Organisation bezeichnet, die mehrere Standorte vorzuweisen hat und eine zwischen diesen bestehende Verbundstruktur unterstellt. Siehe dazu Behr, Hartmut, Neue Organisations formen des Terrorismus und Ordnungstypologien transnationaler Politik, in: Bendel, Petra/Hildebrandt, Mathias (Hrsg.), Im Schatten des Terrorismus. Hintergründe, Strukturen, Konsequenzen des 11. September 2001 Wiesbaden 2002 (Anm. 115), S. 111.Google Scholar
  93. 211.
    Tophoven, Osama bin Laden als neuer Typ des Terroristen, in: Hirschmann/Gerhard (Hrsg.), Terrorismus als weltweites Phänomen. Schriftenreihe zur Neuen Sicherheitspolitik Band 18, Berlin 2000 (Anm. 71), S. 186.Google Scholar
  94. 212.
    Münkler, Herfried, Asymmetrische Gewalt. Terrorismus als politisch-militärische Strategie, in: Merkur. Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken Jg. 56, Nr. 633/2002, S. 1–12.Google Scholar
  95. 213.
    Heiligsetzer, Edda, Extremismus, Terrorismus, “Heiliger Krieg”: Zur Soziologie religiöser Terroristen, in: Bendel/Hildebrandt (Hrsg.), Im Schatten des Terrorismus. Hintergründe, Strukturen und Konsequenzen des 11. September 2001 (Anm. 115), S. 153–154.Google Scholar
  96. 214.
    Vgl. Behr, Neue Organisationsformen des Terrorismus…, in: Bendel/Hildebrandt (Hrsg.), Im Schatten des Terrorismus. Hintergründe, Strukturen und Konsequenzen des 11. September 2001, S. 111–115.Google Scholar
  97. 215.
    Hirschmann, Kai, The changing face of terrorism, in: Internationale Politik und Gesellschaft, Heft 3/2000 (Anm. 123), S. 76.Google Scholar
  98. 216.
    Münkler, Herfried, „Grammatik der Gewalt“, in: FAZ vom 16. Oktober 2002, S. 8.Google Scholar
  99. 217.
    Hirschmann, Kai, The changing face of terrorism, in: Internationale Politik und Gesellschaft, Heft 3/2000, a.a.O. (Anm. 123), S. 35.Google Scholar
  100. 218.
    Siehe dazu das Kapitel VII. 5. „Zwischenfazit: Die dritte Generation zwischen klassischem und neuem Terrorismus“.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Alexander Straßner

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