Advertisement

Fallanalysen zur Rezeption bildender Kunst

  • Thomas Loer
Part of the Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Forschung book series (BEISOFO)

Zusammenfassung

Die Äußerung3 des Interviewers (I) deutet darauf hin, daß er bemüht ist, eine expertenhafte Ausdrucksweise zu vermeiden, oder beim Interviewee nicht den Eindruck hervorzurufen, dieser sei bloßes, zu analysierendes Objekt, denn den ursprünglichen Satzplan, der unterbrochen wird, könnte man mit dem Ausdruck ‘etwas Relevantes, das man sagt’ oder mit dem Ausdruck ‘etwas Interessantes, das man sagt’ ergänzen. Statt dessen wird eine umgangssprachliche Formulierung gewählt, die, obwohl unverfänglich, den Interviewee vereinnahmt, was dem anscheinend noch notwendigen Bemühen Ausdruck gibt, ihn für das Interview zu gewinnen. — Hier läßt sich bereits eine erste Vermutung über Herrn Friedrich anstellen: wäre er ein auskunftswilliger Experte, oder jemand, der sich als solcher geriert, so bedürfte es kaum des Überzeugungsversuchs, den der Interviewer anstellt. Den Präsuppositionen der Äußerung des Interviewers läßt sich entnehmen, daß Herr Friedrich den pragmatischen Rahmen des Interviews als einen Bezugsrahmen interpretiert, der dazu verpflichtet, etwas ‘Gescheites’ zu sagen, d.h. etwas der kompetenten öffentlichen Kritik Standhaltendes. Er zweifelt, dieser Verpflichtung nachkommen zu können, was verschiedene Hintergründe haben kann:

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1996

Authors and Affiliations

  • Thomas Loer

There are no affiliations available

Personalised recommendations