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Epilog

  • Thomas Loer
Part of the Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Forschung book series (BEISOFO)

Zusammenfassung

Seit der Fertigstellung des vorliegenden Untersuchungsberichts sind einige Jahre ins Land gegangen, während derer so wenig wie die Welt die Wissenschaft stillstand. Wenn auch der daraus resultierende Fortschritt nicht explizit eingearbeitet werden kann, soll zumindest eine Differenzierung, die die hier dargelegten Generalisierungen allerdings in ihrem Kern berührt, angedeutet werden. Adornos Dreieck von Gebildetem, Halbgebildetem und Ungebildetem läßt sich analytisch genauer fassen, wenn man die Unterscheidung zwischen den ersten beiden und letzterem auf das Maß an Bildungswissen bezieht, die Unterscheidung zwischen erstem und letzterem gegenüber dem Halbgebildeten auf die unterschiedliche Habitusformation. Dann allerdings fragt sich, warum es nicht einen im Sinne des Bildungswissens Ungebildeten geben soll, der gleichwohl durch einen subsumtionslogischen Habitus geprägt ist. Halbbildung wäre dann als eine Ausprägung dieses subsumtionslogischen Habitus zu verstehen, verbunden mit dem Besitz von Bildungswissen1; die andere Ausprägung, von Halbbildung geschieden durch das Fehlen der Verfügung über Bildungswissen, könnte man vorläufig als ignorante Borniertheit bezeichnen. Auszuarbeiten aber, was diese Differenzierung für die Kategorie des Gebildeten bedeutet, die ja nicht schlicht ein Operieren der Habitus-formation der Autonomie unter Bedingungen der Verfügung über Bildungswissen meint, und wie der nicht bornierte Ungebildete adäquater zu bestimmen wäre, bleibt einer immer noch in den Anfängen befindlichen Theorie der Bildungsprozesse vorbehalten.

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1996

Authors and Affiliations

  • Thomas Loer

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