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Zusammenfassung

Die vorliegende Arbeit würde einerseits in ihren theoretischen Generalisierungen weiterführen und in der aus ihnen folgenden Kritik an konkurrierenden Positionen radikaler und konkreter, andererseits in der Darstellung der Durchführung der Forschung weniger pedantisch und für den Leser mühsam sein können, wenn sie nicht zum einen den akademischen Zweck der Promotion verfolgt, zum anderen nicht — und dies ist der gewichtigere Grund — eine Pilotfunktion, v.a. auf dem methodischen Gebiet, hätte. Die Weiterführungen auf den theoretischen Gebieten, die hier thematisch sind: Theorie künstlerischen Handelns, materialistische Theorie der Konstitution von Erfahrung, Konstitutionstheorie für die Wissenschaften von der sinnstrukturierten Welt (inbegriffen der Konstitutionstheorie von Praxis als Gegenstand und damit der Theorie der realen Konstitution von Praxis), werden vom Autor gegenwärtig sowohl in emprischen Forschungen als auch in Auseinandersetzungen mit den gängigen Entwürfen zur Kultursoziologie bearbeitet. So wenig davon momentan in durchgeführter Form vorliegt, soviel ist doch schon zu sagen: die Kultursoziologie ist von Grund auf zu reformulieren, wenn anders sie ihren Gegenstand überhaupt will fassen können. Die in der empirischen Forschung in materialer Rekonstruktion der Sache selbst durchzuführende Modellbildung, wie sie hier exemplarisch vorgelegt wird, ist, wenn nicht der einzige Weg, so doch die via regia zu dieser notwendigen Reformulierung, die der selbstgenügsamen Systembastelei auf der einen Seite, der höchst anspruchsvollen Produktion von Trivialitäten auf der anderen Seite ein Ende bereiten und weitere aufschlußreiche Forschung, der es weder um die positivistische Verdopplung der Fakten, noch bloß um ideologiekritsche Entlarvung geht, erst ermöglichen wird.

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1996

Authors and Affiliations

  • Thomas Loer

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