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Ring- und Überkreuzverflechtungen als neue Basis der Managerherrschaft

  • Jürgen Beyer
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Zusammenfassung

Wenn das Management eines Unternehmens aufgrund einer Vielzahl von Unternehmensübernahmen und Unternehmenszerschlagungen ständig von einer Auswechslung bedroht ist, dann ist die Herrschaft der Manager in radikalster Weise in Frage gestellt. In jüngster Zeit rückt daher eine neue Basis der Managerherrschaft in den Mittelpunkt der Betrachtungen.

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Literatur

  1. 48.
    Ekkehard Wenger spricht in diesem Zusammenhang gar von einem Prinzip der “Sowjetisierung”: “Die privaten Geldanleger haben nirgendwo mehr etwas zu sagen, weil ein System von Überkreuzbeteiligungen den Funktionären der Großkonzerne überall die Verfügungsgewalt über die Mehrheit der Stimmrechte verschafft. Damit ist an die Stelle der Marktwirtschaft das Prinzip der Sowjetisierung getreten: Nicht das Privateigentum, sondern ein Rätesystem nicht absetzbarer Konzernfunktionäre dominiert das Wirtschaftsleben” (Wenger, “Den Lobbyisten der Banken das Handwerk legen”, in: Süddeutsche Zeitung 14. Feb. 1995).Google Scholar
  2. 49.
    Eine “Clique” im netzwerkanalytischen Sinne besteht aus drei oder mehr Elementen, die jeweils wechselseitig miteinander verflochten sind (Luce/Perry 1949). Die Richtung der Beziehung spielt dabei keine Rolle. Von N-Cliquen wird gesprochen, wenn die Elemente sich nicht direkt, sondern über mehrere Schritte erreichen. Das N steht hierbei für die Anzahl der Schritte (Wasserman/Faust 1994:258).Google Scholar
  3. 50.
    Präziser: “intermarket” (Gerlach 1995) oder “horizontal” (Yoshinari 1992) keiretsu, da andere Unternehmensgruppen (z.B. Toyota und Nissan) stärker vertikal strukturiert sind (vertical keiretsu).Google Scholar
  4. 51.
    In anderen Ländern verweist die In- und Outdegree- Analyse auf deutlich andere Verhältnisse. So sind beispielsweise im britischen Kapitalverflechtungsnetzwerk Empthngenmternehmen mit mehreren Eigentümern die am häufigsten feststellbare Kategorie (WindolfBeyer 1995: 12). Für britische Unternehmen ist eine Struktur typisch, bei der viele Anteilseigner jeweils geringe Anteile an Unternehmen halten (inverser Stern). Die Gruppe der Sender ist eng begrenzt, da jeweils unterschiedliche Kombinationen der selben institutionellen Anleger involviert sind (Scott 1986: 114 ).Google Scholar
  5. 56.
    Die Unternehmensdaten beziehen sich jeweils auf das Jahr 1992 (Ausnahme ist die Umsatzentwicklung 1992–1994). Als Quelle wurden die bereits in Fußnote 3 genannten Handbücher verwendet.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen/Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  • Jürgen Beyer
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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