Advertisement

Machtwechsel und soziale Bewegungen

  • Joachim Raschke

Zusammenfassung

Politik in der Bundesrepublik ist heute blockiert. Das politische System ist bestimmt durch ein Institutionensystem mit eingebautem Große-Koalitions-Effekt, durch eine Orientierungskrise und durch ein Gleichgewicht der gegnerischen Kräfte. Im Ergebnis führt all dies zu einem Stillstand der Politik. Unwahrscheinlich ist, daß die blockierten Verhältnisse allein durch die Macht des Diskurses verflüssigt werden können. Auch das ‚Volk ‘des Grundgesetzes kann wohl kaum als Blockadebrecher agieren: schon deshalb, weil es auf Bundesebene keine Rechte direkter Entscheidung hat, und Wahlen von den Thematisierungen der Parteien abhängig bleiben. Möglicherweise ist es aber auch in sich so unentschieden und orientierungsschwach, daß es heute noch nicht entscheiden könnte, selbst wenn es dürfte.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Baring, Arnulf 1982: Machtwechsel. Die Ära Brandt-Scheel, Stuttgart. Giddens, Anthony 1995: Konsequenzen der Moderne, Frankfurt/M.Google Scholar
  2. Heitmeyer, Wilhelm (Hg.) 1997: Was treibt die Gesellschaft auseinander? Bundesrepublik Deutschland: Auf dem Weg von der Konsens-zur Konfliktgesellschaft, Bd. 1, Frankfurt/M.Google Scholar
  3. Helms, Ludger 1994: ‚Machtwechsel ‘in der Bundesrepublik Deutschland. Eine vergleichende empirische Analyse der Regierungswechsel von 1966, 1969 und 1982. In: Jahrbuch für Politik, 4. Jg., 225–248.Google Scholar
  4. Kaltefleiter, Werner 1970: Im Wechselspiel der Koalitionen. Eine Analyse der Bundestagswahl 1969, KölnGoogle Scholar
  5. Koopmans, Ruud 1996: Noch einmal davongekommen. Warum es (noch) keine soziale Bewegung von rechts gibt. In: Berliner Debatte INITIAL, Jg. 7, Heft 1, 51–54.Google Scholar
  6. Koopmans, Ruud/Rucht, Dieter 1996: Rechtsradikalismus als soziale Bewegung? In: Jürgen W. Falter et al. (Hg.): Rechtsextremismus. Ergebnisse und Perspektiven der Forschung, PVS-Sonderheft 27, Opladen, 265–287.Google Scholar
  7. Leif, Thomas 1990: Die strategische (Ohn-)Macht der Friedensbewegung. Kommunikations-und Entscheidungsstrukturen in den achtziger Jahren, Opladen.Google Scholar
  8. Upset, Seymour M./Rokkan, Stein (Hg.) 1967: Party Systems and Voter Alignments: Cross-National Perspectives, New York/London.Google Scholar
  9. Mayntz, Renate 1987: Politische Steuerung und gesellschaftliche Steuerungsprobleme. Anmerkungen zu einem theoretischen Paradigma. In: Thomas Ellwein/ Joachim Jens Hesse et al. (Hg.): Jahrbuch zur Staats-und Verwaltungswissenschaft. Baden-BadenGoogle Scholar
  10. Mielke, Gerd 1994: Parteiensystem in der Krise oder Annäherung an die demokratische Normalität? Mutmaßungen zur Amerikanisierung der deutschen Parteien. In: Wolfgang Jäger et al. (Hg.): Republik und Dritte Welt. Festschrift für Dieter Oberndörfer zum 65. Geburtstag, Paderborn, 232–242.Google Scholar
  11. Neidhart, Friedhelm Rucht, Dieter 1993: Auf dem Weg in die ‚Bewegungsgesellschaft‘? Über die Stabilisierbarkeit sozialer Bewegungen. In: Soziale Welt, 44. Jg., 305–326.Google Scholar
  12. Offe, Claus 1986: Die Utopie der Null-Option. Modernität und Modernisierung als politische Gütekriterien. In: Johannes Berger (Hg.): Die Moderne — Kontinuität und Zäsuren, Soziale Welt, Sonderband 4, Baden-Baden, 97–117.Google Scholar
  13. Pappi, Franz Urban 1991: Die Anhänger der neuen sozialen Bewegungen im Parteiensystem der Bundesrepublik Deutschland. In: Roland Roth/Dieter Rucht (Hg.): Neue soziale Bewegungen in der Bundesrepublik Deutschland, 2. Aufl., Bonn (Bundeszentrale für politische Bildung)Google Scholar
  14. Pfahl-Traughber, Armin 1994: Volkes Stimme? Rechtspopulismus in Europa, Bonn 1994Google Scholar
  15. Raschke, Joachim 1988: Soziale Bewegungen. Ein historisch-systematischer Grundriß, 2. Aufl. Studienausgabe, Frankfurt/M./New York.Google Scholar
  16. Raschke, Joachim 1993: Die Grünen. Wie sie wurden, was sie sind, Köln 1993.Google Scholar
  17. Raschke, Joachim 1995: Das Selbstverständnis der Grünen in einer sich verändernden Gesellschaft. In: Bündnis 90/Die Grünen (Hg.): Reader zum Strategiekongreß 1995, Bonn, 2–10.Google Scholar
  18. Raschke, Joachim 1998: Szenarien und Strategien eines Machtwechsels. In: Blätter für deutsche und internationale Politik, 43. Jg. 3, 267–272.Google Scholar
  19. Rucht, Dieter 1994: Modernisierung und neue soziale Bewegungen. Deutschland, Frankreich und USA im Vergleich, Frankfurt/M./New York.Google Scholar
  20. Rucht, Dieter et al. 1997: Soziale Bewegungen auf dem Weg zur Institutionalisierung. Zum Strukturwandel ‚alternativer ‘Gruppen in beiden Teilen Deutschlands, Frankfurt/M./New York.Google Scholar
  21. Ruß, Sabine/Schmidt, Jochen 1998: Herausforderungen von links und rechts: Wertewandel und Veränderungen in den Parteiensystemen in Deutschland und Frankreich. In: Renate Köcher/Joachim Schild (Hg.): Wertewandel in Deutschland und Frankreich. Nationale Unterschiede und europäische Gemeinsamkeiten, Opladen, 265–287.Google Scholar
  22. Scharpf, Fritz 1977: Politischer Immobilismus und ökonomische Krise. Aufsätze zu den politischen Restriktionen der Wirtschaftspolitik in der Bundesrepublik, Kronberg/Ts.Google Scholar
  23. Schmidt, Manfred G. 1992: Regieren in der Bundesrepublik Deutschland, Opladen 1992.Google Scholar
  24. Wiesendahl, Elmar 1998: Wie geht es weiter mit den Großparteien in Deutschland? In: Aus Politik und Zeitgeschichte, B 1–2/98, 13–28.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1999

Authors and Affiliations

  • Joachim Raschke

There are no affiliations available

Personalised recommendations