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Wege zur Erlangung der Börsennotierung: IPO und Cold IPO

  • Wolfgang Blättchen
  • Uwe Nespethal

Zusammenfassung

Ende der Neunziger Jahre erlebte der deutsche Neuemissionsmarkt eine bisher nie da gewesene Flut von Börseneinführungen, die ihre Spitze 1999 mit 177 Neuemissionen bei einem Platzierungsvolumen von 15,4 Mrd. € erreichte. So schnell wie die Anzahl der Börsenneulinge seit 1997 mit der Einführung des Neuen Marktes gerade zu explosionsartig nach oben schnellte, versiegte ihre Anzahl ebenso dramatisch mit dem Einbruch der Aktienmärkte Mitte 2000. Gerade sechs Emittenten betraten im Jahr 2002 das Börsenparkett, das sowohl in Bezug auf Anzahl an IPOs sowie Höhe des Platzierungsvolumens von 227 Mio. € die geringsten Werte seit 1984 erreichter1. Vor allem der Neue Markt als Börsensegment für innovative Wachstumsunternehmen ermöglichte für eine Vielzahl von kleineren Unternehmen mit seiner Gründung 1997 erstmals, Eigenkapital an einem regulierten öffentlichen Kapitalmarkt für ihr weiteres Wachstum zu beschaffen. Allein bis Ende 2000 konnten 333 Unternehmen erfolgreich eine Erstnotierung in diesem Segment durchführen. Der Anteil der „Neuen Markt“ Erstemissionen am gesamten IPO-Geschehen hatte bis zu diesem Zeitpunkt einen Anteil von 76%, d. h. die Emissionsflut Ende der neunziger Jahre ging hauptsächlich vom Neuen Markt aus. Mitte 2000 begann jedoch die fortwährende Konsolidierungsphase des Wachstumssegmentes, in dem einerseits die Anzahl der Neuemittenten sich drastisch reduzierte (2000: 137 Emissionen, 2001: 11 Emissionen, 2002: 1 Emission), andererseits begann ab 2001 ein Anstieg der „Delistings” aus diesem Segment. 96% der insgesamt 105 „Delistings“ seit 1999 waren freiwillig. Der Rest verabschiedete sich vom Kurszettel aufgrund von Übernahmen, Fusionen oder Insolvenzen2.

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Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Blättchen
  • Uwe Nespethal

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