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Bandaufspaltung zur kompatiblen Übertragung von 16:9-Bildern

  • Christian Hentschel
Part of the Informationstechnik book series (INTE)

Zusammenfassung

Die Ausstrahlung von Videosignalen im PAL-Format wird durch eine zusätzliche Übertragung mit einem geänderten Bildseitenverhältnis von 16:9 und einer verbesserten Luminanz-Chrominanz-Trennung ergänzt (PALplus) [HABERM, ZIEMER, REIMERS, WESTER, EBNER]. Eine wichtige Forderung ist hierbei die Kompatibilität zu älteren 4:3-Empfängern. Das 16:9-Bild mit einer aktiven Zeilendauer von 52 μs würde auf einem 4:3-Empfänger mit ebenfalls 52 μs aktiver Zeilendauer zu einer Geometrieverzerrung führen. Zur Vermeidung der Geometrie Verzerrungen kann das komplette 16:9-Bild mit schwarzen Streifen am oberen und unteren Bildrand (Letterbox-Format) übertragen werden, oder mit der interaktiven Wahl der relevanten Bildinhalte (Pan-and-Scan-Technik) kann ein Abschneiden der Bildseiten (Sidepanel-Methode) erfolgen. Das Letterbox-Format hat gegenüber der Sidepanel-Methode den Vorzug, daß das gesamte Bild sichtbar bleibt und die Dramaturgie nicht durch ‘Pan’-Schwenks oder -Schnitte verändert wird. Daher fiel die Wahl für das PALplus-Übertragungssystem auf das Letterbox-Format. Im Letterbox-Format werden in den „schwarzen“ Randzeilen zusätzliche Informationen übertragen, die als Helpersignal bezeichnet werden. Der PALplus-Empfänger kann das Helpersignal nutzen, um ein 16:9-Bild mit der vollen aktiven Zeilenzahl und der ursprünglichen vertikalen Auflösung zu erzeugen. Auch für andere Systeme — wie z. B. NTSC — werden ähnliche kompatible Übertragungsmöglichkeiten für 16:9-Bilder untersucht [ONO].

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Copyright information

© B. G. Teubner Stuttgart 1998

Authors and Affiliations

  • Christian Hentschel
    • 1
  1. 1.Philips Research LaboratoriesEindhovenNiederlande

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