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Hans J. Morgenthau — ein deutscher Konservativer in Amerika

  • Alfons Söllner
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Zusammenfassung

Deutsche Intellektuelle und Wissenschaftler, die in den 30er Jahren der politischen Verfolgung durch das Hitlerregime entfliehen konnten, haben nicht nur beträchtlichen Einfluß auf die Wissenschaftsentwicklung in den jeweiligen Gastländern genommen, sondern sie sind zu einem spezifischen Faktor für einen Vorgang geworden, den man als die Internationalisierung der Wissenschaften in der westlichen Welt bezeichnen könnte. Diese Tatsache ist in den USA, dieser häufigsten Endstation des „Exodus der Kultur“ (Horst Möller), Bestandteil des intellektuellen Alltagsbewußtseins geworden, während sie in Deutschland, dem Ursprungsland des unfreiwilligen Kulturtransfers, lange Zeit verborgen blieb. Daran hat auch die seit einiger Zeit florierende Exilforschung zunächst nichts geändert; einmal weil sie primär auf Literatur und Politik fixiert blieb, und zum andern weil sie sich einseitig nur für den Vorgang der Ausgliederung, nicht aber für den der Integration der Flüchtlinge in den Gastländern interessierte. Die im Augenblick zu beobachtende Umorientierung der Aufmerksamkeit auf die wissenschaftliche Emigration kann nur dann vielversprechend sein, wenn sie von dem Bewußtsein begleitet ist, daß es sich bei deren Wirkungsgeschichte um einen ungleich komplexeren Prozeß handelt.

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1996

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  • Alfons Söllner

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