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„Kronjurist des Dritten Reiches“ — Das Bild Carl Schmitts in den Schriften der Emigranten

  • Alfons Söllner
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Zusammenfassung

Ein geläufiges Vorurteil über die intellektuelle Emigration nach 1933 besteht darin, daß es sich um eine mehr oder weniger einheitliche Formation mit Schwerpunkt in der politischen Linken handelt. Dagegen zeigt die neuere Forschung, daß in ihr das ganze Spektrum der Weimarer Szene vertreten war: emigrieren mußten auch Vertreter der liberalen Mitte und der national-konservativen Rechten, deren Wirkungsgeschichte noch so gut wie unbekannt ist. Nimmt man hingegen Carl Schmitt als Bezugspunkt, so will es scheinen, als ob das genannte Vorurteil doch einen gewissen Realitätsgrund hat. In den wissenschaftlichen und politischen Schriften der Emigranten, die ansonsten einigermaßen disparat sind, findet sich diese Figur nämlich in einem erstaunlich einheitlichen Kolorit gezeichnet. In dem Bild dominieren die dunklen Farben, und vor düsterem Hintergrund wird ein Portrait entworfen, das seine eigentümliche Schärfe dadurch erhält, daß an der Brillanz und am Niveau von Schmitts intellektuellen Leistungen kein Zweifel gelassen wird.

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1996

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  • Alfons Söllner

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