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Gruppenbild mit Jäckh — Die „Verwissenschaftlichung“ der Deutschen Hochschule für Politik während der Weimarer Republik

  • Alfons Söllner
Chapter

Zusammenfassung

Die Entstehungsgeschichte der Deutschen Hochschule für Politik (=DHfP) ist in der jüngsten Zeit einem bemerkenswerten Wandel in der Bewertung unterworfen. Während bis in die 70er Jahre die heroische Erinnerung an den hoffnungsvollen, aber früh erstickten Erstgeborenen einer „Demokratiewissenschaft“ dominierte, wie sie von den Gründungsvätern der westdeutschen Politikwissenschaft zu Zwecken der Traditionsverstrebung gepflegt wurde, wird diese politikwissenschaftliche Familienlegende in dem Maße zerstört, in dem die Forschung die archivalischen Quellenbestände ausschöpft. Dabei werden Widersprüche nicht nur zu den nachträglichen Selbstlegitimationen, sondern auch zu den zeitgenössischen Selbstdarstellungen offensichtlich, zersetzt wird die naturwüchsige Ausgangsfrage selber, mit der die Arbeit des Historikers immer einsetzt. Im vorliegenden Fall konnte sie gar nicht anders lauten als dahin, ob und in welchem Sinn die Weimarer Phase der DHfP als die erste und wegweisende Station für die Institutionalisierung einer universitären Politikwissenschaft anzusehen sei, die in Deutschland bekanntlich erst nach dem 2. Weltkrieg erfolgte.

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1996

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  • Alfons Söllner

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