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Von Jerusalem nach Athen — der Denkweg von Leo Strauss

  • Alfons Söllner
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Zusammenfassung

Leo Strauss ist in die politische Philosophie des 20. Jahrhunderts als eine der wirkungsmächtigsten Figuren eingegangen. Sein Werk umfaßt 15 Bücher und eine große Zahl von Aufsätzen, es umspannt die abendländische Denkgeschichte von ihren Anfangen bis zur Gegenwart und gruppiert um das philosophische Zentrum eine ganze Reihe anderer Disziplinen wie Theologie, Altphilologie und Mediävistik. Gleichzeitig ist er eine der umstrittensten Figuren geblieben. Dies hängt u.a. damit zusammen, daß Strauss ein denkbar weit entferntes Erkenntnisideal, das der griechischen Antike, vertrat und gleichwohl auf einem unmittelbaren und praktischen Gegenwartsbezug insistierte. Die folgende Darstellung beruht auf der Überzeugung, daß dem Denken dieses schwer einzuordnenden Gelehrten eine politische Haltung zugrundeliegt, die — mit einem zu präzisierenden Ausdruck — als „ultra-konservativ“ zu bezeichnen ist. Es grenzt sich von der jüdischen Philosophie zu Anfang des 20. Jahrhunderts durch die Wendung zur Tradition ab und folgt einer inneren Logik, die nach dem Modell der Säkularisierung eines theologischen Ursprungs rekonstruiert werden kann. Dementsprechend wird der Akzent auf den wenig bekannten frühen und auf den formativen mittleren Schriften liegen, während die späten Schriften nur berührt werden, nicht zuletzt weil deren Wirkungsgeschichte noch nicht hinreichend absehbar ist.

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Literatur

  1. 6.
    Carl Schmitt, Der Begriff der Politischen, in: Archiv für Sozialwissenschaften und Sozialpolitik 67, 1932, S. 744.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1996

Authors and Affiliations

  • Alfons Söllner

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