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Politische Dialektik der Aufklärung — Zum Nachkriegswerk von Franz Neumann und Otto Kirchheimer

  • Alfons Söllner
Chapter

Zusammenfassung

Obschon die Kritische Theorie der Frankfurter Schule zu ihren geistigen Geburtshelfern gehörte, ließ die Studentenrevolte der späten 60er Jahre sie alsbald in den Hintergrund treten. Die theoriepolitische Parole hieß jetzt: „Zurück zu Marx!“ Als die Frankfurter Schule wenige Jahre später erneut ins Gespräch kam, kündigte der historisierende Ton der Neurezeption bereits das Ende der Studentenbewegung an. Die geistespolitische Gegenoffensive, die unter dem Namen der „Tendenzwende“ eingeleitet wurde, hatte unter den verbliebenen Verehrern der Frankfurter Schule ihr eigentümliches Pendant: die Rückbesinnung auf die Ursprünge und parallel dazu die Stilisierung des „Klassischen“ an der Kritischen Theorie. So vielfältig die akademischen Bemühungen bisher auch gediehen sind — Dissertationen, historischkritische Ausgaben, Exklusivtagungen und Zitationskartelle zeugen davon -, die Riten der Wissenschaft forderten ihren Preis: Es ist seither nicht mehr überzeugend gelungen, die aktuelle und d.h. die politische Bedeutung der Frankfurter Schule darzulegen.

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1996

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  • Alfons Söllner

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