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Über die Antworten der eigenen Wissenschaftsgeschichte und die Notwendigkeit, “zentrale Fragen” der Politikwissenschaft stets neu zu überdenken

  • Wilhelm Hennis

Zusammenfassung

Ich habe gegen die Art des Zugangs zu politikwissenschaftlichen Fragen, wie sie im “Policy-Approach” zum Ausdruck kommt, Bedenken. Wenn ich Kritik äußere, bin ich mir natürlich darüber im klaren, daß an dieser Art von Wissenschaft die berufliche Existenz zahlreicher, vor allem jüngerer Kollegen hängt. Die von einigen Kollegen, vor allem von Klaus von Beyme seit Jahrzehnten dramatisch geforderte Professionalisierung des Faches gegenüber einem “amateurhaften” früheren Verständnis, hat bewirkt, daß tatsächlich Leute ausgebildet wurden, die eine bestimmte Sparte professionell beherrschen, in aller Regel auf der Grundlage empirischer Sozialwissenschaften. Wenn man diese Art von Wissenschaft in einer Zeit angreift, in der der Markt eng wird und große Wissenschaftsinstitute um ihre Budgets kämpfen müssen, während zugleich der Trend gegen diese Art aufwendiger empirische Sozialwissenschaft läuft, dann ist dies zweifellos ein Problem. Allerdings erleichtert es das Gewissen, daß diese Art von Wissenschaft doch auf keinem Gebiet das wirklich geleistet hat, was sie einmal versprach. Also: Ich bekenne mein Befremden gegenüber dieser Art Politischer Wissenschaft und möchte dies näher begründen:

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1985

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Hennis

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