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Die Entwicklung neuer staatlicher Instrumente der Politikformulierung (Exkurs 1)

  • Wolfgang Seifert
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Zusammenfassung

In den achtziger Jahren traten neben den Parteien nicht nur weitere Akteure in den politischen Willensbildungs- und Entscheidungsprozeß Japans ein, sondern dieser Prozeß selbst verlagerte sich partiell auch auf andere „Orte” neben Parteien und Parlament. Teils wurden vorhandene Institutionen, wie z.B. die offiziellen Beratungsbeiräte, aufgewertet; teils traten „think tanks”, „brain trusts” und weitere mit Informationsbeschaffung und -auswertung betraute Institutionen in diesen Prozeß ein.1 Es kann an dieser Stelle nicht geklärt werden, ob diese Institutionen wirklich als eigenständige Akteure zu begreifen sind, oder ob sie nicht vielmehr entsprechend der in ihnen vertretenen oder noch nicht homogenisierten gesellschaftlichen Partialinteressen mehr oder weniger als Sprachrohr einer sie jeweils dominierenden Interessenorganisation fungieren. In unserem Zusammenhang kommt es auf die Repräsentation der Interessenverbände in den korporativen Beratungsgremien der Administration an. Auf diese Gruppe beschränke ich mich hier, weil letztere in einigen wichtigen Politikbereichen zu einem wesentlichen Element der Entscheidungsfindung geworden sind.

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Literatur

  1. 1.
    Die Liste der Mitte der achtziger Jahre entstandenen japanischen Fachliteratur zu diesen Entwicklungen ist umfangreich. Als ein Beispiel soll hier nur eine Veröffentlichung angeführt werden, die schon im Titel auf die neue Tendenz hinweist: Kaminishi Yoshio, Bureen no seiji (Eine Politik der brain trusts), Tôkyô, 1985.Google Scholar
  2. 1.
    Vgl. Tsujinaka Yutaka, „Shiteki shimon kikan no yakuwari to Yasukuni-kon”, S. 67–76, hier S. 67.Google Scholar
  3. 2.
    Vgl. Tsujinaka Yutaka, „Shakai henyô to seisaku katei no taiô. Shiteki shimon kikan seiji no tenkai”, S. 21–69.Google Scholar
  4. 3.
    Vgl. Tsujinaka Yutaka, Rieki shûdan, S. 150 f.Google Scholar
  5. 1.
    Vgl. Tsujinaka, „Shakai henyô to seisaku katei no taiô”, S. 23.Google Scholar
  6. 1.
    Vgl. Tsujinaka, „Shakai henyô to seisaku katei no taiô”, S. 33 f.Google Scholar
  7. 2.
    In der deutschsprachigen Literatur wurde auf Sanrôkon zum ersten Mal ausführlicher von Goerdeler (1987) und von Seifert (1989) hingewiesen.Google Scholar
  8. 3.
    Vgl. Fujita Yoshitaka, „Zenkoku reberu ni okeru rôshi kankei no kôzô”, S. 292–319.Google Scholar
  9. 4.
    Zur Konzertierten Aktion siehe J. Bergmann u.a., Gewerkschaften in der Bundesrepublik, Bd. l, S.87ff.Google Scholar
  10. 1.
    Vgl. Fujita, „Zenkoku reberu ni okeru rôshi kankei no kôzô”, S. 303f.Google Scholar
  11. 2.
  12. 1.
    Vgl. dazu genauer auch Goerdeler, Die keynesianische Prägung der japanischen Wirtschaftspolitik, S. 292 ff.Google Scholar
  13. 2.
    Vgl. Tsujinaka, „Gendai Nihon seiji no kooperatizumu-ka”, S. 259.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen/Wiesbaden 1997

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Seifert

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