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Einleitung

  • Wolfgang Seifert
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Zusammenfassung

In dieser Arbeit wird das Verhältnis von Gewerkschaftsbewegung und politischadministrativem System in Japan unter dem Aspekt der Herausbildung neuer Institutionen der Interessenvermittlung zwischen Staat, Gewerkschaftsverbänden und Unternehmerverbänden für den Zeitraum zwischen 1970 und 1990 untersucht. Rolle und Funktion der Gewerkschaftsbewegung im politischen Prozeß Japans stehen im Mittelpunkt. Gefragt wird nach möglicherweise eingetretenen strukturellen Veränderungen im Prozeß der Interessenvermittlung und seinen Institutionen, und danach, ob die Gewerkschaftsverbände zum „dritten Partner” in einem tripartistischen Arrangement geworden sind. Der Beitrag der Unternehmerverbände kann nur angedeutet werden. Er bedarf einer eigenen Untersuchung, doch wird hier unterstellt, daß sie trotz aller Konflikte eine partnerschaftliche Rolle in der staatlichen Politikkonzertierung spielen. Warum diese Schwerpunktsetzung?

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Literatur

  1. 1.
    Wenn hier die Partizipationsproblematik angesprochen wird, so geht es im folgenden nicht um jene Institutionen, die der Interessenvermittlung oder auch Konfliktlösung zwischen Kapital/Arbeitgeberverbänden und Arbeit/Arbeitnehmerorganisationen (Gewerkschaften) dienen. Weder „öffentliche” Institutionen dieser Art — z.B. die Kommissionen für Arbeitsbeziehungen (rôdô iinkai) — noch „private”, d.h. innerhalb der Unternehmen angesiedelte — z.B. die „Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Konsultation”(rôshi kyôgi-sei) — werden hier thematisiert. Wird innerbetriebliche Partizipation überhaupt tangiert, so geschieht dies nur im Zusammenhang mit Problemen der Partizipation am politischen Entscheidungsprozeß auf nationaler Ebene.Google Scholar
  2. 1.
    Vgl. W. Seifert, „Relationship between political parties and labour movement in Japan after World War II” (Antrag an die Japan Society for the Promotion of Science/A.v.Humboldt-Stiftung), 1982, und ders., „Structural changes in the process of interest intermediation between the state, trade-unions, and employers’ associations in Japan from 1970 to 1984, with special reference to the trade-unions” (Research report to the JSPS), 1985. — Zum ersten Komplex hatte ich seinerzeit bereits zwei Arbeiten veröffentlicht: W. Seifert, Die Auseinandersetzungen um eine ‘vereinte Gewerkschaftsfront’. Eine Skizze des Prozesses von 1967 bis 1982 und ders., The Political Background of Recent Trends in the Japanese Labour Movement. Google Scholar
  3. 1.
    Vgl. P. Lillrank/N. Kano, Continuous Improvement. Quality Control Circles in Japanese Industry, 1989, S.4ff.Google Scholar
  4. 2.
    Vgl. Ch. Johnson, MITI and the Japanese Miracle. The Growth of Industrial Policy, 1925–1975, 1982.Google Scholar
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    Vgl. T.J. Pempel (Hrsg.), Policymaking in Contemporary Japan, Ithaca, N.Y. 1976Google Scholar
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    Vgl. T.J. Pempel (Hrsg.), Policy and Politics in Japan. Creative Conservatism, 1982.Google Scholar
  7. 4.
    W. Seifert, „Strukturelle Veränderungen im Prozeß der Interessenvermittlung zwischen Staat, Gewerkschaften und Unternehmerverbänden in Japan 1970 bis 1984, unter besonderer Berücksichtigung der Rolle der Gewerkschaften” (Begründung des Antrags an die Deutsche Forschungsgemeinschaft, November 1985, unveröffentlichtes Typoskript), S. 4 f.Google Scholar
  8. 5.
    Tsujinakas erste Arbeit war im September 1983 unter dem Titel „Ein Analyserahmen für die Struktur der Interessenvermittlung und die Entwicklung eines ‘data-resource-corporatism’. Überlegungen zur Arbeitspolitik in Japan”auf Japanisch erschienen.Google Scholar
  9. 1.
    Einen Teil der sehr umfangreichen Literatur zu diesem Thema habe ich im Literaturverzeichnis aufgeführt.Google Scholar
  10. 2.
    Hier ist an erster Stelle zu nennen: Shimizu Shinzô, Sengo kakushin seiryoku (Die progressiven Kräfte im Nachkriegsjapan), 1966.Google Scholar
  11. 1.
    Vgl. Takahashi Hikohiro, „Kôdo keizai seichô to Nihon no rôdô kumiai. Seisuikaigi no rokunenkan”, erstmals in: Rekishigaku kenkyû bessatsu tokushû, 1983 (11).Google Scholar
  12. 2.
    Eine Ausnahme bildet Okazaki Saburô u.a. (Hrsg.), Nihon no sangyôbetsu kumiai, Tokyo 1971.Google Scholar
  13. 3.
    Zum Neokorporatismus-Ansatz in der Politikwissenschaft vgl. stellvertretend für die umfangreiche Literatur U.v. Alemann (Hrsg.), Neokorporatismus, Frankfurt/New York 1981.Google Scholar
  14. 4.
    Siehe insbesondere den Jahresband der Japanese Political Science Association für 1983, Problems of Policy Sciences, Tokyo 1983 (Beiträge auf japanisch).Google Scholar
  15. 5.
    Vgl. Pempel/Tsunekawa, „Corporatism without Labor? The Japanese Anomaly”. In: Schmitter/Lehmbruch (Hrsg.), Trends Toward Corporatist Intermediation, London 1979.Google Scholar
  16. 6.
    Vgl. E. Harari, Policy Concertation in Japan, Berlin 1986.Google Scholar
  17. 7.
    Wichtige Impulse für diese Sichtweise erhielt ich damals aus den Studien von J. Esser, Gewerkschaften in der Krise, Frankfurt/Main 1982Google Scholar
  18. 7a.
    J. Esser/W. Fach/W. Väth, Krisenregulierung, Frankfurt/Main 1983, zum Fall Bundesrepublik Deutschland.Google Scholar
  19. 1.
    W. Seifert, DFG-Antrag, November 1985, S. 5.Google Scholar
  20. 2.
    Einschränkend möchte ich jedoch hinzufügen, daß mir einige der neueren japanischen Forschungen, u.a. Shinoda Tôru, Seikimatsu no rôdô undo, Tôkyô 1989, erst nach Fertigstellung meiner Habilitationsschrift bekannt wurden. Von daher müßte ich meine Kritik überprüfen.Google Scholar
  21. 1.
    Dies ist auch der Fall in der Arbeit von P. Kevenhörster, Wirtschaft und Politik in Japan, Wiesbaden 1973.Google Scholar
  22. 1.
    Die folgenden Angaben stützen sich auf Ohara shakai mondai kenkyûjo (Hrsg.), Nihon rôdô nenkan (versch. Jahrgänge), Rôdôshô (Hrsg.), Shiryô rôdô undo shi (versch. Jahrgänge), sowie Okazaki Saburô u.a. (Hrsg.), Nihon no sangyôbetsu kumiai. Google Scholar
  23. 1.
    Vgl. hierzu ausführlich W. Seifert, „Eine Gewerkschaftsbewegung ‘in Bewegung’: Der Fall Japan in den siebziger und achtziger Jahren. Bericht über einige methodische Fragen bei der Erfassung gewollten und erzwungenen Wandels”.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen/Wiesbaden 1997

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Seifert

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