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Kommunikation in der Dualität von Struktur

  • Anton Hahne
Chapter

Zusammenfassung

Drei Varianten zwischenmenschlicher Kommunikation haben wir bisher in ihren Bezügen auf die Organisation unterschieden, die reine Transmission, die Symbolvermittlung und den idealisierten Dialog. Alle drei haben ihre Berechtigung für kommunikative Teilbereiche; sie erklären jeweils einen anderen “Locus of communication”1. (1) Bei der Transmission ist dies die Nachrichtenübertragung, da sich die mechanistische Perspektive darauf konzentriert. (2) Ein Großteil unserer alltäglichen Kommunikation dient aber nicht dem Informationsaustausch. Bei der Symbolvermittlung liegt der Schwerpunkt deshalb auf einer interpretativ-konstitutiven Perspektive; der Locus ist die Sinnvermittlung. (3) Beim Dialog überwiegt die normativethische Perspektive; ihr Locus sind die Bedingungen einer egalitären Lebenswelt. Man könnte nun noch weitere Varianten unterscheiden, z.B. eine „psychologische Perspektive“, bei der die konzeptuellen Filter der Informationsverarbeiter untersucht werden (Krone/Jablin/Putnam 1987, S.18ff.). Wir halten es für sinnvoller, diese und weitere Gesichtspunkte in die Folgeüberlegungen zu integrieren, die die Beziehungen der Organisationsmitglieder untereinander umfassend berücksichtigen. In Tab.09 (auf S. 160) haben wir gesehen, daß die Mikroebene der Akteure durch „Ziele“ und „Strategien“ beschrieben werden kann. Ein Beobachter sieht diese allerdings in ihrer aggregierten Form als „Handlungslogiken“ und „Politiken“. Letztere bilden eine Struktur, die wieder individuelles Akteurshandeln ermöglicht.

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Literatur

  1. 1.
    Als „Locus of communication“ wird die Stelle im Kommunikationsablauf bezeichnet, deren Untersuchung für das Verständnis der Kommunikationsphänomene in Organisationen von besonderer Bedeutung ist (Schmidt 1994, S.42). Google Scholar
  2. 2.
    „Grundworte“ sind bei Buber nicht Einzelworte, sondern Paarworte. Das „Grundwort Ich-Es“ mache alles zum Objekt, während das „Grundwort Ich-Du“ diese Subjekt-Objekt-Trennung überwindet, „indem das Subjekt sich in die Ganzheit der Schöpfung stellt und ihr im Denken, Lernen und Handeln ganzheitlich begegnet“ (Geißler 1994, S.271). Google Scholar
  3. 3.
    Kongruente Kommunikation wird von Veil so definiert, daß alle aktuell eingesetzten Kommunikationsmöglichkeiten in ihrer qualitativen Aussage mit dem übereinstimmen, was die Person eigentlich meint. Bei inkongruenter Kommunikation decken sich dagegen Inhalts- und Beziehungsebenen nicht. Inkongruenz wird von Kommunikatoren als Abwehrmechanismus gebraucht, um Angst und Unsicherheit zu reduzieren und um Nähe zu vermeiden (Veil 1992, S. 80, 85). Google Scholar
  4. 4.
    Dilthey 1982, S. 144; zitiert nach Osterloh 1993, S. 77, der hier gefolgt wird.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. Kap.3.3, S.154ff.Google Scholar
  6. 6.
    Zum hermeneutischen Zirkel vgl. S.24 in Kap. 1.1.1.Google Scholar
  7. 7.
    Selbst Buber läßt das Ich-Du-Verhältnis ausdrücklich auch für die Beziehung Mensch-Ding gelten, sofern das Ding kein „Es für sich“ ist (Buber 1973, S.33, 123ff.). Google Scholar
  8. 8.
    Zum symbolischen Interaktionismus vgl. oben Fußnote 1 auf S. 100.Google Scholar
  9. 9.
    Politik in Unternehmen wird häufig in einem eigentlich apolitischen Sinn verstanden, wenn sie — übereinstimmend mit den anglo-amerikanischen „policy“-Konzeptionen — primär die Unternehmensplanung und ihre Konkretisierung meint. Gelegentlich wird die „Unternehmenspolitik“ quer zur Konkretisierungsrichtung der Aktivitäten der Unternehmensplanung abgegrenzt. Mit Scholl 1992b, Sp.1996 halten wir aber eine grundsätzliche Trennung von „politics“ und „policy“ aufgrund der engen konzeptionellen und empirischen Zusammenhänge für wenig zweckmäßig.Google Scholar
  10. 10.
    Wer — wie dies Kapitalismuskritiker jahrzehntelang taten — die „Machtfrage“ in unserem gesellschaftlichen System für beantwortet hält, reduziert wirtschaftliche Organisationen auf Kunstgebilde der reinen Ökonomie. Das Handeln betrieblicher Akteure ist aber nicht auf Ökonomie, „auch nicht in letzter Instanz, zurückfuhrbar“, so Windeler 1992, S.85f. Es ist unseres Erachtens eine verfehlte Kritik zu behaupten, daß der Rekurs auf betriebliche Handlungskonstellationen den objektiven Strukturen der Ökonomie — der „Kausalität, die in kapitalistischen Gesellschaften hinter dem Faktum fortschreitender Rationalisierung nach wie vor als Motor steht“ (Baethge/ Oberbeck 1986, S.52) — nicht ausreichend Rechnung trage.Google Scholar
  11. 11.
    Die optionsorientierte Perspektive hilft, laut Theis 1994, S.110ff., u.a., die „unterbelichtete Variable Intention“ theoretisch besser zu verankern.Google Scholar
  12. 12.
    Eine Differenzierung in Mikro-, Meso- und Makroebene der Face-to-face-Interaktion nimmt z.B. Bartsch 1994, S.20 vor. Mit dem Begriff ‘Meso’ sind Situationen mittlerer Aggregationsstufe bzw. mittlerer Reichweite gemeint. Wir werden ihn nicht weiter verwenden.Google Scholar
  13. 13.
    Küpper 1993, S.23 in Abgrenzung zu Bosetzky 1988, 1991. Küppers Begriffsfassung kann man als „konzeptuales Verständnis“ bezeichnen, im Gegensatz zu einem „aspektualen Verständnis“, das federführend von Bosetzky vertreten wird. Zur terminologischen Unterscheidung vgl. auch Kap.5.1, S.202.Google Scholar
  14. 14.
    Zu den wesentlichen Elementen des mikropolitischen Ansatzes vgl. Kap.5.3, S.211ff. sowie u.a. Crozier/Friedberg 1979, Küpper/Ortmann 1988 und Neuberger 1995b. Google Scholar
  15. 15.
    (a) Allokative Ressourcen stellen Herrschaft über Natur dar, (b) autoritative Ressourcen die Herrschaft über Menschen. Ad a: 1. Materielle Aspekte der Umwelt (Rohmaterialien, materielle Machtquellen); 2. Materielle Produktions-/Reproduktionsmittel (Produktionsinstrumente, Technologie); 3. Produzierte Güter (Erzeugnisse, die durch ein Zusammenwirken von 1 und 2 entstanden sind). Ad b: 1. Organisation von Raum und Zeit, wie diese für soziales Handeln relevant werden (raum-zeitliche Konstitution von Wegen und Regionen); 2. Produktion und Reproduktion des Körpers (Organisation und Beziehung von Menschen in gegenseitiger Gemeinschaft); 3. Organisation von Lebenschancen (Konstitution von Chancen der Entwicklung und des Ausdrucks des Selbst) (Giddens 1988, S.316). Google Scholar
  16. 16.
    Vgl. im Original Giddens 1988, S.169f., 318ff. und unten Kap.8.2, S.344ff.Google Scholar
  17. 17.
    Giddens 1984, S.150 (Hervorhebung im Original). Vgl. dazu im folgenden Kapitel S.178f.Google Scholar
  18. 18.
    „Regelmäßig“ heißt dabei nicht „determiniert“, sondern „gewohnheitsmäßig“. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch der Hinweis von Brunsson, daß Akteure keine „objektiv“ optimalen Lösungen verfolgen. Sie wollen „to get the things done“, also im Zweifel eher etwas Falsches unternehmen, als untätig bleiben.Google Scholar
  19. 19.
    Küpper betont auch, daß bei Informationen das Vortäuschen von Ressourcen sehr handlungsrelevant sein kann. Zum „Vertrauen in der Kooperation“ vgl. Kap.5.3.4.Google Scholar
  20. 20.
    Typische Merkmale von Individualkommunikation wie Überredung und Überzeugung („persuasion“) erfordern immer ein Mindestmaß an persönlicher Beziehung: Der zu Überzeugende muß dem anderen persönliches „Vertrauen“ entgegenbringen. Ansonsten können selbst Informationsvorsprünge und Informationsselektionen der „Überlegenen“ nicht genutzt werden. Vgl. zu Vertrauensbeziehungen auch S.225ff. in Kap.5.3.4.Google Scholar
  21. 21.
    Eine ähnliche Vorstellung vertritt — wie in Kap.2.4 gezeigt — Weick, der ebenfalls die Variabilität von Systembeziehungen (lose Kopplungen) betont, dem es aber mehr um die organisational Sinnstiftung geht.Google Scholar
  22. 22.
    Empter 1988, S.82 ff., dessen Darstellung teilweise auch im folgenden herangezogen wird. Müller 1992, S.193 legt in seiner Erläuterung Wert auf eine weitere Unterscheidung, um nicht das MißVerständnis aufkommen zu lassen, Giddens verfolge ein statisches Konstrukt. Dazu weist er auf drei Begriffe hin, die unterschiedlich hoch abstrakt ansetzen: (1) Strukturprinzipien sind auf höchster Ebene angesiedelt und umschreiben die Modalitäten der Differenzierung und Artikulation von Institutionen; (2) Strukturelle Sets bezeichnen die Regel- und Ressourcenkombination der institutionellen Ausformung sozialer Systeme; (3) Achsen der Strukturierung verweisen auf institutionelle Merkmale von sozialen Systemen, die sich über Zeit und Raum erstrecken. Wir beschränken uns hier auf Strukturprinzipien, die exemplarisch um strukturelle Sets erweitert werden. Die jeweils konkreten Sets und die Dynamik der Strukturierungsachsen werden erst in der konkreten Organisationsanalyse virulent.Google Scholar
  23. 23.
    Erfolgreich heißt hier „im Sinne erfolgreicher Bedeutungsvermittlung„. Mit Reimann 1974, S.74 und 1989, 8344 könnte man sagen: Es ist derjenige Aspekt einer sozialen Interaktion gemeint, der den subjektiv gemeinten Sinn einer sozialen (auf andere bezogenen und an anderen orientierten) Handlung verständlich macht.Google Scholar
  24. 24.
    Strukturmomente sind — im Rahmen der institutionellen Analyse — institutionalisierte Aspekte sozialer Systeme, die sich über Raum und Zeit hinweg erstrecken Zeit (Giddens 1988, S.240ff.). Im Rahmen der Analyse strategischen Verhaltens beinhalten sie auch die Interaktionsebene.Google Scholar
  25. 25.
    Wie oben schon erwähnt, bezeichnet Giddens dies als „Sozialintegration“. Erst durch „Systemintegration“ wird das körperlich-leibliche Dasein überschritten, institutionell garantiert durch Regeln und Ressourcen über die Raum-Zeit-Begrenzungen der Kopräsenz hinaus. Vgl. Anmerkung 148 auf S.70.Google Scholar
  26. 26.
    Auch Gegenstände im Raum sind nicht von unserer Körperlichkeit zu trennen, wie Merleau-Ponty mit seinem berühmten Beispiel zeigt: „Der Stock eines Blinden ist nicht ein Objekt unter anderen, sondern zu einem Teil seiner Orientierungsfähigkeit geworden“ (Grøn 1992a, S.479). Google Scholar
  27. 27.
    Giddens (z.B. 1984, S.155) siedelt die Strukturen im Gegensatz zum Funktionalismus „außerhalb von Zeit und Raum“ an. Struktur materialisiert sich nur in Form von “Erinnerungsspuren” und als im Handeln exemplifiziert (Giddens 1988, S.432).Google Scholar
  28. 28.
    Ortmann 1995c, S.254 unter Verweis auf Lorenzer.Google Scholar
  29. 29.
    Der Begriff „Charakter“ wird heute weitgehend ersetzt durch „Persönlichkeit“, da Charakter früher oft als Gesamtheit ererbter Dispositionen angesehen wurde, bzw. als eng gefaßter psychoanalytischer Terminus (vgl. z.B. Reich 1970; vgl. als Beispiel einer Charaktertypologie in der Managementpraxis Hofmann 1991, S.80ff.). In der angelsächsischen Fachliteratur steht Charakter oft für die Summe individueller Gewohnheiten, Gefühle und Ideale, durch die das Verhalten relativ konstant und vorhersagbar erscheint. Vgl. auch Kap.8.1 insbesondere S.341.Google Scholar
  30. 30.
    Vgl. Fromm/Maccoby 1970. Die hohe Komplexität der Theorie Fromms (vgl. Neumann 1995) erlaubt hier keine geraffte Darstellung.Google Scholar
  31. 31.
    Vgl. zum Begriff “Körper” auch Fußnote 13 auf S.344.Google Scholar
  32. 34.
    Strohmeier 1993, S.261. Das körperlich-leibliche Dasein in Raum und Zeit bleibt eine anthropologische Konstante, die beim Wandel von Sozial- zu Systemintegration (vgl. Anm.25 auf S.179) gelegentlich aus dem Blick gerät.Google Scholar
  33. 35.
    Vgl. Petzold 1990, S.593f. sowie ausführlich dazu Kap.8.2, S.344ff.Google Scholar
  34. 36.
    In Anlehnung an Giddens 1984, S.148 und 1988, S.81,84 sowie Ortmann 1995a, S.60,278. Vgl. auch Abb. 16.Google Scholar
  35. 37.
    Verfechter eines fundamentalen Gegensatzes zwischen Kultur und Zivilisation wie Oswald Spengler idealisieren kulturelle Schöpfungen und polemisieren gegen zivilisatorische Übel. Wir wollen diese Diskussion hier nicht weiter aufgreifen.Google Scholar
  36. 38.
    Affekte werden in der psychologischen Literatur als Gefühle bezeichnet, deren Intensität derart angewachsen ist, daß die Erregung und die begleitenden körperlichen Veränderungen subjektiv spürbar sind; Emotionen sind Gemütsbewegungen bzw. Gefühle. Für beide Begriffe gibt es keine einheitliche Verwendung. Ihre Bedeutung differiert in den verschiedenen psychologischen Theorien. Vgl. Fußnote 61 auf S.362.Google Scholar
  37. 39.
    In Erweiterung der Schaubilder von Giddens 1984, S.148 und 1988, S.81,84 u.a. aufgrund der Überlegungen von Plessner 1964, Dreitzel 1992, S.62ff., 137 und Fromm/Maccoby 1970. Google Scholar
  38. 40.
    Sprachwissenschaftler (vgl. z.B. Brinker, Henne-Rehbock etc.) und Sprachphilosophen (vgl. Austin, Searle) tendieren zu dieser eingeschränkten Sichtweise.Google Scholar
  39. 41.
    Zu fragen wäre, ob Semiotiker und im weitesten Sinn Kulturphilosophen dieser Gefahr erliegen. Giddens 1988, S.84f. warnt insbesondere vor einer Verbindung der Semiotik mit dem Strukturalismus und betont: “Zeichen ‘existieren’ nur als das Medium und Ergebnis kommunikativer Prozesse in der Interaktion. (…) Der ‘Rückzug in den Code’ — von wo aus es schwierig oder unmöglich ist, wieder in die Welt des Handelns und der Ereignisse zurückzukehren — ist eine für struk-turalistische und poststrukturalistische Autoren charakteristische Taktik”. Beachte man den Vorrang der Semantik vor der Semiotik, so verlasse man nicht das Fundament der regelgeleiteten Momente der Alltagsaktivitäten. Wichtig ist noch, daß Giddens bewußt nicht von Symbolen, sondern von Signifikation spricht, da erstere, nach seiner Lesart, “die “Bedeutungsüberschüsse” zum Gerinnen (bringen), die im polyvalenten Charakter der Zeichen stecken” (Giddens 1988, S.86). Vgl. zur Semiotik in Kap.7.3 S.274f.Google Scholar
  40. 45.
    Ontologische Gewißheit speist sich aus der erfolgreichen reflexiven Steuerung von Interaktionssituationen, Interaktionsroutinisierung, zeitlicher Stabilität und räumlicher Ordnung (Giddens 1984, S.140, 143). Google Scholar
  41. 46.
    “Schichtungsmodell des Handelnden” nach Giddens 1988, S.56 (Die Pfeile in der Darstellung deuten an, daß unintendierte Effekte wieder als unerkannte Bedingungen das Handeln beeinflussen). Abweichend zur Darstellung von Giddens werden hier die Schichten und nicht die Handlungsebenen genannt. Es entsprechen sich: (1) reflexive Handlungssteuerung (reflexive monitoring of action) = Schicht des diskursiven (Wach-)Bewußtseins, (2) Handlungsrationalisierung (rationalization of action) = Schicht des praktischen (Vor-)Bewußtseins und (3) Handlungsmotivation (motivation of action) = Schicht des motivationalen Systems (Unterbewußtsein) (Diese 3.Schicht wird von der 2.Schicht unterschieden, da sich in letzterer Gründe auf die Handlungs-ursachen beziehen, in ersterer aber Motive auf die veranlassenden Bedürfnisse.) Google Scholar
  42. 47.
    Was Giddens als verschiedene “Schichten” auffaßt, bezeichnet Müller 1992, S.171 als “Bewußt-seinsstufen”.Google Scholar
  43. 48.
    Vgl. die Diskussion des “Schirmaufspann-Beispiels” von Schütz bei Giddens 1984, S.34, 100f. Die Interpretationsschemata, mit deren Hilfe Akteure soziale Realität und Verhaltensweisen anderer als sinnhaft konstituieren und verstehen, gehören ebenso zu den “Wissensbeständen” (“Stocks of knowledge”) im Sinne von Schütz/Luckmann 1979, wie das Alltagsverständnis, warum Umweltphänomene so sind, wie sie sind.Google Scholar
  44. 49.
    “Entwürfe”, wie Schütz formuliert.Google Scholar
  45. 50.
    Dreitzel 1992, S.47, der sich auf Perls/Hefferline/Goodman 1979/1991a+b bezieht. Laut Dreitzel ist Goodman der maßgebliche Autor. Wir bleiben aber aus Gründen einer homogenen Zitierweise bei der Quellenangabe Perls u.a.Google Scholar
  46. 51.
    Perls/Hefferline/Goodman 1979, Bd.1, S.11; zitiert nach Dreitzel 1992, S.41 (Das Zitat ist wahrscheinlich von Dreitzel nach dem amerikanischen Original selbst übersetzt, da es von der verfügbaren Ausgabe Perls/Hefferline/Goodman 1991a, S.17f. geringfügig abweicht).Google Scholar
  47. 52.
    Was Freud anbelangt, so begnügen wir uns mit diesen kursorischen Bemerkungen. Zur Vertiefung geeignet ist z.B. Köhler 1990 und 1995. Google Scholar
  48. 53.
    Mead 1980b, S.251. Joas 1992, S.202 bemerkt dazu: “Mead (wollte) nicht auf eine innere Logik der Entfaltung des Selbst hinaus, sondern er wollte dieses Selbst radikal aus den Strukturen der Kommunikation verstehen. Sein Begriff der menschlichen Person und ihres Handelns ist ‘konstruktivistisch’ in dem Sinne, daß sogar der Umgang der Person mit sich selbst als Resultat sozialer Strukturen des Umgangs von Personen miteinander gedacht wird.” (…) Zentral ist ihm die Instanz des “I”, “das als Quell unantizipierter Spontaneitäten, die den Handelnden ebenso überraschen wie seine Partner, gedacht ist”.Google Scholar
  49. 54.
    Vgl. Giddens 1988, S.57f., 93; Perls u.a. 1991a; Dreitzel 1992, S.47. Giddens behauptet nicht, daß es weitreichende Übereinstimmungen zwischen der Sozialtheorie und der Psychoanalyse gäbe. Trotzdem ist sie — wie jede individualpsychologisch fundierte Theorie — genauso wie die humanistische Psychologie — in der kritischen Auseinandersetzung mit Freud entstanden. Als prominente Vertreter der letztgenannten Richtung ziehen wir die Gestalttherapeuten Perls und Goodman heran, ohne zu behaupten, es habe Gültigkeit für alle Richtungen der humanistischen Psychologie.Google Scholar
  50. 55.
    Kritisch wird gegen Giddens eingewandt, er könne keine Bedingungen von Transformationen, weder von Revolutionen noch von Reformprozessen, spezifizieren (Theis 1994, S.184). Diese Frage spielt aber für unsere Diskussion keine wesentliche Rolle. Vgl. auch die kritische Würdigung der Strukturationstheorie in Neuberger 1995b, S.312ff. Google Scholar
  51. 56.
    Vgl. oben S.172f..Google Scholar
  52. 57.
    Vgl. Fußnote 24 auf S. 178.Google Scholar

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen/Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  • Anton Hahne

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