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Nachvertragliche Aufklärungs- oder Berichtigungspflicht

  • Thomas Bohl
  • Walter Döbereiner
  • Archibald Graf Keyserlingk
Chapter

Zusammenfassung

Ist ein Gutachten von vorneherein falsch, dann muß der Gutachter den Besteller nachträglich hierauf hinweisen, sobald er die Unrichtigkeit erkennt (1). Aber auch dann, wenn die für das Gutachten maßgeblichen Umstände sich ändern oder neue Erkenntnisse auftreten, kann eine nachträgliche Aufklärungspflicht des Gutachters bestehen. Das gilt jedenfalls dann, wenn dem Auftraggeber bei einer unterlassenen Aufklärung erheblicher Schaden entstehen kann (2).

Literatur

  1. (1).
    BGH WM 62/932; BGH 11.3.71 WM 71/678 (zur nachvertraglichen Beratungspflicht des Architekten); zur Verpflichtung eines Architekten, den Bauherrn (nachträglich) auch über die eigenen Architektenfehler aufzuklären vgl. BGH 16.3.78 NJW 78/1311 = BauR 78/235Google Scholar
  2. (2).
    Döbereiner/v. Keyserlingk, Sachverständigen-Haftung, 1979, RdZ 43; vgl. BGH 25.6.73 NJW 73/1923, 1924Google Scholar

Copyright information

© Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Braunschweig 1980

Authors and Affiliations

  • Thomas Bohl
    • 1
  • Walter Döbereiner
    • 1
  • Archibald Graf Keyserlingk
    • 1
  1. 1.MünchenDeutschland

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