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Patentwert aus Unternehmenssicht — Stand des Wissens

  • Markus Reitzig

Zusammenfassung

Das vorliegende Kapitel ist einer theoretischen Betrachtung des ökonomischen Wertes von Patenten gewidmet, die als Grundlage für den weiteren Verlauf dieser Arbeit dienen soll. Dabei erfüllt das Theoriekapitel drei Aufgaben.

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Literatur

  1. 54.
    Anmerkung: Bewertungsparameter und Determinanten des Patentwertes klingen ähnlich, bezeichnen aber unterschiedliche Inhalte. Im folgenden wird daher häufig anstatt von den Bewertungsparametern der Realoptionen nur von den Parametern der Realoptionen gesprochen.Google Scholar
  2. 55.
    Der Begriff „kontrafaktisch“ entspricht der Übersetzung des englischen Begriffs „counterfactual“, der im Sprachgebrauch der Empirie Größen beschreibt, die allenfalls in einem anderem als dem jeweils vorliegenden Szenario beobachtbar sind.Google Scholar
  3. 56.
    Siehe Stegmüller (1985), S. 30.Google Scholar
  4. 57.
    Siehe Stegmüller (1985), S. 31.Google Scholar
  5. 58.
    Siehe Stegmüller (1985), S. 29.Google Scholar
  6. 59.
    Siehe Schnell, Hill et al. (1999), S. 126.Google Scholar
  7. 60.
    Ausnahmen bilden die in der Praxis sehr seltenen Fälle, in denen Verkaufspreise von Patenten beobachtbar sind.Google Scholar
  8. 61.
    Zur besonderen Problematik der Benutzung der Begriffe Bestimmung, Bewertung und Messung siehe Abschnitt 4.2. ausführlich.Google Scholar
  9. 62.
    Im folgenden wird abwechselnd von ‚Werttreibern‘ oder Determinanten des Wertes gesprochen. Während der letztere Begriff typisch für den empirischen Sprachgebrauch ist, entspricht der erste eher dem der Realoptionstheorie, an die im folgenden viele Anlehnungen gemacht werden.Google Scholar
  10. 63.
    Siehe Pakes (1986), S. 758 ff.Google Scholar
  11. 64.
    Zusammengesetzte Optionen (engl. compound options) zeichnen sich dadurch aus, daß Entscheidungssituationen sequentiell aufeinanderfolgen (Triegeorgis (1988), S. 132).Google Scholar
  12. 65.
    Die verschiedenen Formen der Unsicherheit werden weiter unten detailliert erörtert.Google Scholar
  13. 66.
    Siehe Lanjouw (1998), S.677.Google Scholar
  14. 67.
    Siehe Triegeorgis (1988), S. 147.Google Scholar
  15. 68.
    Siehe Laux (1993).Google Scholar
  16. 69.
    Siehe Ibid., S. 935.Google Scholar
  17. 70.
    Siehe Ibid., S. 937.Google Scholar
  18. 71.
    Siehe z.B. Copeland, Koller et al. (1994), S. 42–44.Google Scholar
  19. 72.
    Siehe z.B. Horstmann, MacDonald et al. (1985), S. 838.Google Scholar
  20. 73.
    Harabi befragte 1988 in einer Studie erfolgreich 358 Schweizerische Unternehmen verschiedender Branchen bzgl. ihrer Patentierneigung. Siehe Harabi (1995).Google Scholar
  21. 74.
    Siehe Ibid., S. 983.Google Scholar
  22. 75.
    Siehe z.B. Faix (1998), S. 347.Google Scholar
  23. 76.
    Siehe Cohen, Nelson et al. (2000), Table 1.Google Scholar
  24. 77.
    Siehe Nordhaus (1967). Offensichtlich unterscheidet sich dieses Theoriegebilde noch sehr stark von den aktuellen Arbeiten. Insbesondere ergeben sich auch Abweichungen zu Harhoff, Scherer et al. (1999). Die Zusammenfassung der Überlegungen von Nordhaus (1967) hat an dieser Stelle einleitenden Charakter.Google Scholar
  25. 78.
    Siehe Gilbert und Shapiro (1990), S. 106–108.Google Scholar
  26. 79.
    Siehe Matutes, Regibeau et al. (1996), S. 66.Google Scholar
  27. 80.
    Siehe Schankerman und Pakes (1986), S. 1054.Google Scholar
  28. 81.
    o.V. (1994), S. 109.Google Scholar
  29. 82.
    Aus patentrechtlicher Sicht existieren feine Unterschiede zwischen den Begriffen ‚Erfindungshöhe‘ ,‚erfinderischer Schritt‘ und ‚Maß erfinderischer‘. So wird der Begriff ‚Erfindungshöhe‘ beispielsweise nur im deutschen Patentrecht verwendet, das EPÜ kennt den Terminus nicht. Gleichzeitig erscheint die juristische Unterscheidung für die Zwecke dieser Arbeit eher hinderlich als hilfreich. Mithin werden die ohnehin sehr ähnlichen Begriffe in dieser Arbeit synonym verwendet.Google Scholar
  30. 83.
    Man nehme folgende Beobachtungen als Beleg: Die normative Festlegung dieser Begrifflichkeiten wird in den ersten fünf Paragraphen des DPatG abgehandelt.Google Scholar
  31. 84.
    Es sei angemerkt, daß Nordhaus (1967) selbst wahrscheinlich noch nicht die Größen Neuheit und Maß erfinderischer Tätigkeit vor Augen hatte, als er die Shiftparameter a und ß in sein Modell aufnahm. Mithin erscheint es nicht gerechtfertigt, Nordhaus (1967) die Erkenntnis der Bedeutung der Determinanten für den Wert des Patentes zuzusprechen. Dessen ungeachtet deutet jedoch bereits sein Modell an, daß offensichtlich frühzeitig über Eigenschaften von ErfindungenPatenten nachgedacht wurde, die wertkorreliert sind.Google Scholar
  32. 85.
    Anmerkung: Die Einschränkung auf den partiellen Zusammenhang scheint geboten; denn es ist natürlich plausibel anzunehmen, daß ein erhöhter Forschungsaufwand auch zu einer erhöhten Erfindungsqualität, oder Erfindungshöhe, führen kann. Entscheidend ist nur, daß weder Neuheit noch Maß erfinderischer Tätigkeit ausschließlich von den FuE-Ausgaben bestimmt werden.Google Scholar
  33. 86.
    Siehe Scotchmer und Green (1990), S. 131.Google Scholar
  34. 87.
    Siehe Ibid., S. 132.Google Scholar
  35. 88.
    Siehe Huch (1997), S. 59; auf die verschiedenen Verwendungsformen von Patenten wird detailliert an späterer Stelle eingegangen.Google Scholar
  36. 89.
    Siehe Gilbert und Shapiro (1990), S. 107.Google Scholar
  37. 90.
    Siehe Gallini (1992), S. 60.Google Scholar
  38. 91.
    Siehe Green und Scotchmer (1995), S. 23.Google Scholar
  39. 92.
    Im DPatG ist der Begriff z.B. in § 14 legaldefiniert.Google Scholar
  40. 93.
    Siehe Merges und Nelson (1990), S. 840.Google Scholar
  41. 94.
    Die Literatur zu „Breadth“ (Breite) und „Scope“ (Zweck) von Patenten überschneidet sich sehr stark; von machen Autoren (z.B. Lerner (1994), S.320) werden die Begriffe sogar nahezu identisch verwendet, obwohl damit unterschiedliches gemeint ist. Nach dem Verständnis der Verfassers bestimmt die Breite des Patentes seinen Zweck bzw. seine Nutzbarkeit. Aus Unternehmenssicht ist die Schutzbereichsbreite eine partiell endogene Größe. Das Verhältnis von Schutzbereichsbreite zu Erfindungshöhe, was der Diskussion von Patent-,Scope‘ eigentlich zugrundeliegt, ist aus Unternehmenssicht exogen und die eigentliche Steuerungsgröße für den sozialen Planer.Google Scholar
  42. 95.
    Siehe Gallini (1992), S. 61.Google Scholar
  43. 96.
    Siehe Chang (1995), S. 50–52.Google Scholar
  44. 97.
    Siehe Mansfield, Schwartz et al. (1981), S. 908.Google Scholar
  45. 98.
    Siehe Hall und Ham-Ziedonis (2001); letztlich stützen die Ausführungen von Hall und Ham-Ziedonis (2001) die Wahl der Definition von Patentwert in dieser Arbeit.Google Scholar
  46. 99.
    Siehe Levin, Klevorick et al. (1987).Google Scholar
  47. 100.
    Siehe Arindel und Kabla (1998), S. 133.Google Scholar
  48. 101.
    Siehe Cohen, Nelson et al. (2000), S. 25–26.Google Scholar
  49. 102.
    Siehe Acs und Audretsch (1988), S. 683.Google Scholar
  50. 103.
    Siehe Teece (1986), S. 292.Google Scholar
  51. 104.
    Siehe Arundel und Kabla (1998), S. 134.Google Scholar
  52. 105.
    Siehe OLG Köln in GRUR 1991, S. 60–63 (Wettbewerbssache).Google Scholar
  53. 106.
    Die Anmeldekosten umfassen neben den variablen Kosten für die patentanwaltliche Beratung die privaten Suchkosten und Anmeldungsgebühren. Die privaten Suchkosten ergeben sich aus der Recherche, die das Unternehmen oder der externe Patentanwalt zum Stand der Technik erhebt, bevor die Anmeldung eingereicht wird. Die Anmeldegebühren enthalten für deutsche wie europäische Anmeldungen einen fixen und einen variablen Anteil, der mit der Zahl von Ansprüchen zunimmt (siehe Preu, Brandi-Dohm et al. (1995), S. 223). Im Rahmen einer europäischen Patentanmeldung umfassen die Anmeldegebühren darüberhinaus die Kosten für die obligate Recherche zum Stand der Technik, die unabhängig von der privaten Recherche des Unternehmens vom Europäischen Patentamt durchgeführt wird (siehe Preu, Brandi-Dohm et al. (1995), S.124). Ferner fallen im Rahmen der europäischen Anmeldung die sogenannten Bestimmungsgebühren für die Länder an. in denen Patentschutz letztlich begehrt wird (siehe Preu, Brandi-Dohm et al. (1995), S. 124).Google Scholar
  54. 107.
    Für eine Übersichtszusammenstellung siehe von Fischern und Koch (1997).Google Scholar
  55. 108.
    Siehe Ibid., S. 9.Google Scholar
  56. 109.
    Siehe Gilbert und Newberry (1982), S. 521.Google Scholar
  57. 110.
    Siehe Pakes (1986), S. 756.Google Scholar
  58. 111.
    Zur Bedeutung von Unsicherheit bei technischen Problemlösungen siehe Schrader, Riggs et al. (1993).Google Scholar
  59. 112.
    Siehe o.V. (1994), S. 109.Google Scholar
  60. 113.
    Siehe Ibid., S. 110.Google Scholar
  61. 114.
    Siehe Gilbert und Newberry (1982), S.521.Google Scholar
  62. 115.
    Siehe Pakes (1986), S. 756.Google Scholar
  63. 116.
    Anmerkung: Das Konzept der Rechtssicherheit ist sowohl bei der zeitvarianten wie zeitinvarianten Betrachtung (folgendes Kapitel) von Bedeutung, weil es eine stochastische und eine nicht-stochastische Komponente hat. Hier wird nur auf die stochastische Komponente eingegangen.Google Scholar
  64. 117.
    Siehe Abbildung 5.1 für eine Darstellung der entsprechenden institutionellen Details.Google Scholar
  65. 118.
    Siehe Lanjouw (1998).Google Scholar
  66. 119.
    Siehe Ibid., S. 677.Google Scholar
  67. 120.
    Siehe Lanjouw und Schankerman (2000).Google Scholar
  68. 121.
    Siehe Harhoff und Reitzig (2000).Google Scholar
  69. 122.
    Siehe Cooter und Rubinfeld (1989), S. 1068.Google Scholar
  70. 123.
    Eigene Berechnungen auf Basis der Datenbank ELPAC©.Google Scholar
  71. 124.
    Siehe Cremers (2001).Google Scholar
  72. 125.
    Siehe Kaufer (1989), S. 19.Google Scholar
  73. 126.
    Siehe Faix (1998), S. 47.Google Scholar
  74. 127.
    Siehe u.a. Kaufer (1989), S. 19; Klemperer (1990), S.113 ff.; Gilbert und Shapiro (1990), S. 106 ff.Google Scholar
  75. 128.
    Siehe Rahn (1994), S. 378.Google Scholar
  76. 129.
    Siehe Cohen, Nelson et al. (2000), Figure 7.Google Scholar
  77. 130.
    Siehe Ibid., Figure 8.Google Scholar
  78. 131.
    Siehe o.V. (1994), S. 98.Google Scholar
  79. 132.
    Zur Zusammensetzung des Samples: Repräsentative Stichprobe (bzgl. Branchenverteilung und Firmengröße) von Unternehmen des produzierenden Gewerbes in EPÜ Ländern; befragte Personen: Managing directors, FuE-Entwicklungsleiter, Leiter von Patentabteilungen. Siehe für weitere Details Ibid., S. 7.Google Scholar
  80. 133.
    Die zugrundeliegende Vorstellung ist, daß aufgrund unterschiedlicher Nutzenfunktionen bei Patentinhaber und Wettbewerber ein solcher Nettonutzen durch Sperrung entstehen kann.Google Scholar
  81. 134.
    Siehe z.B. Eisenrith (1981), S. 39 oder aktuell Davis und Weitz (1997), S. 2.Google Scholar
  82. 135.
    Siehe Tandon (1982).Google Scholar
  83. 136.
    Die Kreuzlizenzierung wird im Abschnitt „Das Tauschpatent“ beschrieben.Google Scholar
  84. 137.
    Siehe Stumpf und Groß (1998), S. 30.Google Scholar
  85. 138.
    Siehe o.V. (1994), S. 98.Google Scholar
  86. 139.
    Lizenzvereinbarungen dienen unter anderem auch dazu, Marktanteile zu sichern oder neue Märkte zu erschließen (siehe Greipl und Täger (1982), S. 90 ff.); in der genannten Umfrage des Europäischen Patentamtes (o.V. (1994)) wurde die Sicherung von Marktanteilen alternativ zur Lizenzierung als Motivation für die Patentierung abgefragt. Mithin ist davon auszugehen, daß unter Lizenzierung hier vor allem die Lizenzierung gegen Geld zu verstehen ist.Google Scholar
  87. 140.
    Siehe zuletzt die Zusammenfassungen von Levin, Klevorick et al. (19S7) oder Cohen, Nelson et al. (2000).Google Scholar
  88. 141.
    Siehe für Europa z.B. EPO (1998), S. 66.Google Scholar
  89. 142.
    Siehe Rahn (1994), S. 378.Google Scholar
  90. 143.
    Die Onginalliteratur findet sich in Ishii (1982), ist dem Verfasser aber nicht zugänglich.Google Scholar
  91. 144.
    Siehe Hall und Ham-Ziedonis (2001), S. 111.Google Scholar
  92. 145.
    Rahn verweist auf die Originalliteratur von Aratama (1971) und Ishii (1982).Google Scholar
  93. 146.
    Die Originalliteratur findet sich in Shirasaki (1981), ist dem Verfasser aber nicht zugänglich.Google Scholar
  94. 147.
    Siehe Huch (1997), S. 59.Google Scholar
  95. 148.
    Siehe Hermans (1991), S. 87.Google Scholar
  96. 149.
    Siehe Huch (1997), S. 59.Google Scholar
  97. 150.
    Siehe Faix (1998), S. 54–55.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2002

Authors and Affiliations

  • Markus Reitzig

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