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Herrschaft und moderne Subjektivität

  • Michael Bruch
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Zusammenfassung

Ging es bisher darum, das Individuum und seine Subjektivität systematisch als eine Dimension sowohl der gesellschaftlichen Praxis einerseits wie der Analyse moderner Herrschaft andererseits auszuweisen, so soll in diesem Teil der Arbeit die historischen Genese moderner Subjektivität unter herrschaftstheoretischer Perspektive thematisch werden. Dazu werde ich verschiedene Theorien und Untersuchungen heranziehen, mittels derer die Konturen des historischen ‘Produktionsprozesses’ moderner Subjektivität nachgezeichnet werden sollen. Für das Verständnis dieser Analyse ist vorauszuschicken, dass es sich hierbei nicht um eine Untersuchung der Subjektivierungsprozesse aus der Sicht des Individuums handelt. Dementsprechend werden hier auch keine Ergebnisse der Sozialisations- oder Kognitionstheorie verwendet. Worum es vielmehr geht, ist in Ansätzen zu verdeutlichen, dass das moderne Individuum inklusive seiner Subjektivität, begriffen als psycho-soziale Identität, Resultat eines historischen Prozesses ist, der wesentlich ein Prozess der Herrschaft ist. Der Begriff des ‘Produktionsprozesses’ soll dabei darauf verweisen, dass weder das Individuum selbst, noch seine Subjektivität eine ontologische Größe darstellen, sondern dass sowohl ihr Konzept als auch ihre Materialität historischer Natur sind. Zudem darf die Rede von der Produktion von Subjektivität nicht als einseitiger Prozess missverstanden werden. Im Gegenteil soll diese Bezeichnung gerade auch den zweiseitigen Charakter dieses Prozesse betonen.

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Literatur

  1. 1.
    Marx 1979, S. 16.Google Scholar
  2. 2.
    Weber 1984, S. 20f.Google Scholar
  3. 3.
    Weber 1984, S. 45.Google Scholar
  4. 4.
    Weber 1984, S. 45f.Google Scholar
  5. 5.
    Von der Genese moderner Subjektivität lässt sich deshalb sprechen, da wie etwa Abramowski zeigt, der ‘kapitalistische Geist’ nicht nur eine ökonomische Verhaltenskategorie bezeichnet, sondern eine „Haltung des heutigen Berufs- und Leistungsmenschen überhaupt, (...) welche auch Kriegsführung und Politik, Recht und Staat, Wissenschaft und Technik des Westens in revolutionärer Weise geprägt hat“ (Abramowski 1966, S. 20).Google Scholar
  6. 6.
    Weber 1984, S. 123, Vgl. auch Weber 1985, S. 308.Google Scholar
  7. 7.
    Dazu betont Weber in aller Schärfe: „Aber andererseits soll ganz und gar nicht eine so töricht-doktrinäre These verfochten werden wie etwa die: daß der ‘Kapitalistische Geist’ (...) nur als Ausfluß bestimmter Einflüsse der Reformation habe entstehen können, oder gar: daß der Kapitalismus als Wirtschaftssystem ein Erzeugnis der Reformation sei.“ (Weber 1984, S. 76f.)Google Scholar
  8. 8.
    Weber 1984, S. 77.Google Scholar
  9. 9.
    Weber 1984, S. 54.Google Scholar
  10. 10.
    Vgl. Guttandin 1998, S. 28 u. Küenzlen 1980, S. 19f.Google Scholar
  11. 11.
    Weber 1984, S. 39.Google Scholar
  12. 12.
    Weber 1984, S. 39.Google Scholar
  13. 13.
    Weber 1984, S. 297.Google Scholar
  14. 14.
    Weber 1984, S. 42.Google Scholar
  15. 15.
    Weber 1984, S. 43.Google Scholar
  16. 16.
    Weber 1984, S. 65f.Google Scholar
  17. 17.
    Vgl. Conze 1974.Google Scholar
  18. 18.
    Die Ambivalenz zwischen Traditionalismus und Konservatismus einerseits und der Beförderung frühbürgerlicher Emanzipationsbestrebungen andererseits bei Luther kommt in seinem Freiheitsbegriff zum Ausdruck, der nach Marcuse (1980) alle wesentlichen Elemente des bürgerlichen Freiheitsbegriffs beinhaltet und die ideologische Grundlage der Konstitution der spezifischen bürgerlichen Autoritätsgestaltung bereitstellt: „Zuweisung der Freiheit an die ‘innere’ Sphäre der Person, an den ‘innerlichen Menschen’ bei gleichzeitiger Unterwerfung des ‘äußerlichen Menschen’ unter das System der weltlichen Obrigkeiten (...)“ (Marcuse 1980, S. 59; Vgl. dazu auch Marx 1981, S. 386) Eine eindringliche Beschreibung dieses Zusammenhangs findet sich in der Kleist’schen Erzählung „Michael Kohlhaas“. (Vgl. hierzu vor allem das Gespräch zwischen Kohlhaas und Luther in: Kleist 1980, S. 43ff.) 19 Vgl. Weber 1984, S. 122f.Google Scholar
  19. 20.
    Weber 1984, S. 131.Google Scholar
  20. 21.
    Weber 1984, S. 132.Google Scholar
  21. 22.
    Weber 1984, S. 134.Google Scholar
  22. 23.
    Weber 1984, S. 137.Google Scholar
  23. 24.
    Hingewiesen sei in diesem Zusammenhang auf die von der neueren historischen Forschung herausgearbeiteten chiliastischen Tendenzen im Puritanismus, die, darauf verweist Schröder (1995), zu einer solchen Steigerung des religiösen Lebens führten, dass diese einer Konzentration auf das „beruflich-ökonomische Wirken“ (466) entgegenstanden. Vgl. dazu auch Schulte-Beerbühl 1995. 25 Weber 1984, S. 188.Google Scholar
  24. 26.
    Zu diesem Problemkomplex s. Thompson 1980, S. 222ff.Google Scholar
  25. 27.
    S. dazu van Krieken (1990), der hier einen Zusammenhang von Neustoizismus und der Weber’schen Herrschaftstheorie herstellt.Google Scholar
  26. 28.
    S. dazu Feldhofer 1987.Google Scholar
  27. 29.
    Weber 1985, S. 699.Google Scholar
  28. 30.
    Weber 1985, S. 686. S. dazu Breuer 1991, S. 210ff. und Breuer 1978, S. 430ff.Google Scholar
  29. 31.
    Ure 1835, zit. n. Thompson 1987, S. 389. Vgl. dazu auch Thompson 1973.Google Scholar
  30. 32.
    Ure 1835, zit n. Thompson 1987, S. 391. Vgl. dazu auch Treiber/Steinert (1980), die bei ihrer Untersuchung besonders auf die Entwicklung der die moderne Fabrikdisziplin kennzeichnenden Ordnungsvorstellungen eingehen.Google Scholar
  31. 33.
    Thompson 1987, S. 391.Google Scholar
  32. 34.
    Thompson 1987, S. 404.Google Scholar
  33. 35.
    Thompson 1987, S. 405.Google Scholar
  34. 36.
    Vgl. dazu vor allem die Labour Process Debate (Marglin 1977, Braverman 1985 u. Littler 1990). In diesen Zusammenhang gehört zudem die Debatte um die so genannte ‘fortgesetzte ursprüngliche Akkumulation’, in der davon ausgegangen wird, dass die hier als die historischen Voraussetzungen des Kapitalverhältnisses beschriebenen Prozesse der Zerstörung und Ausbeutung von Subsistenz keine abgeschlossene Entwicklung darstellen, sondern die Reproduktion des Kapitals permanent auf die Ausbeutung von Subsistenz angewiesen ist. (Vgl. dazu Peters/Stolz 1991 u. Frank 1979).Google Scholar
  35. 37.
    Elias 1979, S. IX. S. auch Fontaine 1978.Google Scholar
  36. 38.
    Elias 1979a, S. 104Google Scholar
  37. 39.
    Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass über den hier hergestellten Zusammenhang hinaus die Arbeit Machiavellis auf den gleichfalls für Elias bedeutsamen Prozess der Herausbildung eines starken Staates in Form des Absolutismus verweist. So bemerkt Gramsci, dass Machiavelli aus dem Vorbild Frankreichs und Spaniens „die Regeln für einen starken Staat im allgemeinen und einen italienischen im besonderen“ (Gramsci 1991, S. 70) ableitete. „Machiavelli ist ganz Mensch seiner Epoche, und seine politische Kunst stellt die Philosophie der Zeit dar, die zur absoluten nationalen Monarchie tendiert, der Form, die eine bürgerliche Entwicklung und Organisation gestatten kann.“ (Ebd.)Google Scholar
  38. 40.
    Vgl. Elias 1979, S. 102.Google Scholar
  39. 41.
    Elias 1979, S. 106.Google Scholar
  40. 42.
    Aus: Erasmus von Rotterdam: ‘De civilitate morum puerilium’, zit. n. Elias 1979, S. 175.Google Scholar
  41. 43.
    Elias 1979, S. 258.Google Scholar
  42. 44.
    Elias 1979a, S. 68.Google Scholar
  43. 45.
    Elias 1979a, S. 156.Google Scholar
  44. 46.
    Elias 1979, S. 156f.Google Scholar
  45. 47.
    Elias 1979a, S. 3.Google Scholar
  46. 48.
    Vgl. dazu Elias 1979a, S. 414f.Google Scholar
  47. 49.
    Krieken 1991, S. 607.Google Scholar
  48. 50.
    Elias 1979a, S. 427f.Google Scholar
  49. 51.
    S. Elias 1979, S. 50ff.Google Scholar
  50. 52.
    Elias 1979a, S. 61.Google Scholar
  51. 53.
    Elias 1979a, S. 12.Google Scholar
  52. 54.
    Elias 1979a, S. 271.Google Scholar
  53. 55.
    Elias 1979a, S. 277.Google Scholar
  54. 56.
    Vgl. Elias 1979a, S. 143.Google Scholar
  55. 57.
    Elias 1979, S. 186.Google Scholar
  56. 58.
    Elias 1979a, S. 327f.Google Scholar
  57. 59.
    Elias 1979a, S. 453.Google Scholar
  58. 60.
    Elias 1979a, S. 454.Google Scholar
  59. 61.
    Die Tabelle stellt eine modifizierte Fassung des Schemas in Breuer 1995, S. 23 dar.Google Scholar
  60. 62.
    Elias 1979a, S. 157.Google Scholar
  61. 63.
    Elias 1979a, S. 15.Google Scholar
  62. 64.
    Zu einer zentral auf dem Argument funktionaler Differenzierung aufbauenden Analyse moderner Gesellschaft, die jedoch die funktionale Differenzierung nicht als gesellschaftliche Arbeitsteilung, sondern als Ausbildung regulativer Einheiten begreift s. Luhmann 1997.Google Scholar
  63. 65.
    Elias 1979a, S. 225.Google Scholar
  64. 66.
    Elias 1979a, S. 225.Google Scholar
  65. 67.
    „Die Anspannung, die die Aufrechterhaltung der bürgerlichen, sozialen Existenz erfordert, die Stabilität der Über-Ich-Bildung, die Intensität der Triebregulierung und -Verwandlung, die bürgerliche Berufs- und Erwerbsfunktionen von dem Einzelnen verlangen, sind trotz einer gewissen Lockerung in der Sphäre der Umgangsformen im Ganzen noch erheblich größer, als die entsprechenden psychischen Figuren, die ein Leben als höfischer Aristokrat erfordert.“ (Elias 1979a, S. 418). S. dazu auch Bogner 1989, S. 21f.Google Scholar
  66. 68.
    Vgl. Elias 1979a, S. 245.Google Scholar
  67. 69.
    Vgl. dazu auch Lukács 1986 (S. 187ff), der in Bezug auf Weber auf die Strukturgleichheit von Staat und kapitalistischem Betrieb hinweist und als Gemeinsames die moderne formale Organisationsform bestimmt.Google Scholar
  68. 70.
    Oestreich 1969, S. 188. S. dazu auch Breuer 1986 u. 1983.Google Scholar
  69. 71.
    S. Oestreich 1969a.Google Scholar
  70. 72.
    Oestreich 1969, S. 188f.Google Scholar
  71. 73.
    Lipsius, der in der zweiten Häfte des 16. Jahrhunderts lebte, ist hier von besonderem Interesse, da er nicht nur zu den einflussreichsten Theoeretikern des Späthumanismus gehörte und mit seinen Überlegungen wesentlich zur Heeresreform des aufgeklärten Absolutismus beitrug, sondern vor allem auch deshalb, weil in seinen Schriften in besonders deutlicher Weise der Zusammenhang von Disziplin und moderner gesellschaftlicher Ordnung zum Ausdruck kommt.Google Scholar
  72. 74.
    Abel 1978, S. 73. S. auch Oestreich 1989, S. 103.Google Scholar
  73. 75.
    Oestreich 1969a, S. 40.Google Scholar
  74. 76.
    Abel 1978, S. 73f.Google Scholar
  75. 77.
    Borkenau 1976, S. 189.Google Scholar
  76. 78.
    Abel 1978, S. 94.Google Scholar
  77. 79.
    Abel 1978, S. 95.Google Scholar
  78. 80.
    Abel 1978, S. 95.Google Scholar
  79. 81.
    Vgl. Bröckling 1997, S. 40.Google Scholar
  80. 82.
    Oestreich 1969, S. 193.Google Scholar
  81. 83.
    Oestreich 1969a, S. 20f.Google Scholar
  82. 84.
    Hobbes 1970, S. 152.Google Scholar
  83. 85.
    Hobbes 1970, S. 116.Google Scholar
  84. 86.
    Vgl. Hobbes 1970, S. 118.Google Scholar
  85. 87.
    Hirschman 1980, S. 23ff.Google Scholar
  86. 88.
    Hirschman 1980, S. 24.Google Scholar
  87. 89.
    Wie ich schon im Zusammenhang mit der Diskussion der Marcuse’schen Arbeiten erwähnt habe, spielt die Konzeptionalisierung und damit einhergehend die Bewertung der menschlichen Triebe sowohl bei Freud wie bei Marcuse eine wesentliche Rolle hinsichtlich der Frage nach den Ursachen und der Möglichkeit der Aufhebung von Herrschaft und Gewalt. Innerhalb der verschiedenen Triebtheorien Freuds spielt das Konzept der Sublimierung und der verschiedenen Einstufung der menschlichen Triebe bezüglich ihres sozialen oder asozialen Charakters eine besondere Rolle. Mit seiner Theorie der zielgehemmten Sexualität bzw. Sublimierung — und hierin besteht die Analogie zu dem obigen Modell — wird es möglich, Leidenschaften und Sozialität positiv aufeinander zu beziehen. So haben nach Freud die zielgehemmten vor den ungehemmten Sexualtrieben einen großen funktionalen Vorteil. „Da sie einer eigentlich vollen Befriedigung nicht fähig sind, eignen sie sich besonders dazu, dauernde Bindungen zu schaffen, während die direkten sexuellen jedesmal durch die Befriedigung ihrer Energien verlustig werden und auf Erneuerung durch Wiederanhäufung der sexuellen Libido warten müssen, wobei inzwischen das Objekt gewechselt werden kann.“ (Freud 1984, S. 129, s. auch ebd. S. 107f.)Google Scholar
  88. 90.
    Vgl. Hirschman 1980, S. 25.Google Scholar
  89. 91.
    Hirschman 1980, S. 50.Google Scholar
  90. 92.
    Vgl. Hirschman 1980, S. 59.Google Scholar
  91. 93.
    Lemke 1997, S. 306.Google Scholar
  92. 94.
    Foucault 1991, S. 292.Google Scholar
  93. „Das Gefängnis sollte ein Instrument sein, das ebenso perfektioniert und präzise wie die Schule, die Kaserne oder das Spital auf die Individuen wirken sollte.“ (Foucault 1976, S. 33).Google Scholar
  94. 95.
    Foucault 1991, S. 169.Google Scholar
  95. 96.
    Foucault 1991, S. 169.Google Scholar
  96. 97.
    „Beide Prozesse, Akkumulation der Menschen und Akkumulation des Kapitals, können indes nicht getrennt werden; das Problem der Anhäufung der Menschen wäre nicht zu lösen gewesen, ohne das Anwachsen eines Produktionsapparats, der diese Menschen sowohl erhalten wie nutzbar gemacht hat; umgekehrt wird die Bewegung der Kapitalakkumulation von den Techniken beschleunigt, welche die angehäufte Vielfalt der Menschen nutzen.“ (Foucault 1991, S. 283)Google Scholar
  97. 98.
    Althusser 1987.Google Scholar
  98. 99.
    Vgl. Honneth 1985, S. 173f.Google Scholar
  99. 100.
    Foucault 1983, S. 115.Google Scholar
  100. 101.
    Vgl. Deleuze 1992, S. 42f. S. dazu auch Clegg 1989.Google Scholar
  101. 102.
    Foucault 1991, S. 158f.Google Scholar
  102. 103.
    Foucault 1991, S. 177.Google Scholar
  103. 104.
    Kögler 1994, S. 92.Google Scholar
  104. 105.
    Foucault 1991, S. 249f.Google Scholar
  105. 106.
    Foucault 1991, S. 250.Google Scholar
  106. 107.
    Foucault 1991, S. 254.Google Scholar
  107. 108.
    Foucault 1991, S. 256.Google Scholar
  108. 109.
    S. dazu Dreßen 1982, S. 85.Google Scholar
  109. 110.
    Dreßen 1982, S. 85.Google Scholar
  110. 111.
    Dreßen 1982, S. 86. S. dazu auch Dreßen 1999, S. 171ff.Google Scholar
  111. 112.
    Bentham 1962, S. 370, zit. n. Dreßen 1982, S. 86.Google Scholar
  112. 113.
    Dreßen, S. 87.Google Scholar
  113. 114.
    „Nicht einer von hundert ist völlig unfähig zu irgendeiner Beschäftigung. Jede Bewegung eines Fingers, jeder Fußschritt, jedes Zeichen der Hand, jedes Flüstern kann in diesem großartigen System profitabel eingesetzt werden ... Eine bettlägerige Person, wenn sie nur sehen und reden kann, ist zur Überwachung fähig. Auch wenn sie blind ist, so kann sie sich doch im Bett hinsetzen und sticken, spinnen usw. ... Hier ... kann jedes Fragment von Fähigkeit, wie klein es auch immer sei, ausgeübt werden.“ (Bentham 1962, 382, zit. n. Dreßen 1982, S. 91)Google Scholar
  114. 115.
    Foucault 1991, S. 281.Google Scholar
  115. 116.
    „Einfach ausgedrückt: psychiatrische Internierung, geistige Normalisierung der Individuen, Strafinstitutionen, sind wahrscheinlich von ziemlich begrenzter Bedeutung, wenn man nur ihr ökonomisches Gewicht in Betracht zieht. Dagegen sind sie für das allgemeine Funktionieren des Räderwerks der Macht zweifellos wesentlich. Solange man die Machtfrage nur stellte, indem man sie den ökonomischen Instanzen und dem von ihr garantierten Interessensystem unterordnete, konnte man diesen Problemen nur geringe Bedeutung zumessen.“ (Foucault 1978, S. 31, S. auch Foucault 1997, S. 87).Google Scholar
  116. 117.
    Foucault 1997, S. 81.Google Scholar
  117. 118.
    Foucault behandelt diesen Komplex vor allem im Zusammenhang mit der Herausbildung der Humanwissenschaften. Vgl. dazu etwa Lemke 1997, S. 78ff. und Fink-Eitel 1997.Google Scholar
  118. 119.
    Foucault 1983, S. 163.Google Scholar
  119. 120.
    Lemke 1997, S. 135.Google Scholar
  120. 121.
    Lemke 1991, S. 136.Google Scholar
  121. 122.
    Foucault 1983, S. 166.Google Scholar
  122. 123.
    Foucault 1993, S. 176.Google Scholar
  123. 124.
    Foucault 1993, S. 185.Google Scholar
  124. 125.
    Foucault 1983, S. 163.Google Scholar
  125. 1.
    Der Begriff der Produktivität ist in diesem Zusammenhang nicht im Foucault’schen Sinne zu verstehen. Worum es geht, ist die Kritik an der Produktivitätsfiktion von Organisation und Kapital.Google Scholar
  126. 2.
    Eine Orientierung in dieser Richtung bietet Erikson 1961.Google Scholar
  127. 3.
    Adorno 1973, S. 172.Google Scholar

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Authors and Affiliations

  • Michael Bruch

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