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Entwicklung des Herrschaftsbegriffs — Das Organisationsverhältnis als zentraler Modus von Herrschaft in der modernen Gesellschaft

  • Michael Bruch
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Zusammenfassung

Herrschaft, so die eingangs formulierte These, ist ein konstitutives Element moderner Gesellschaft. Die Frage nach der modernen Form von Herrschaft bezeichnet damit einen möglichen Zugang zur Analyse der Struktur und Funktionsweise dieser Gesellschaftsformation.

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Literatur

  1. 1.
    „Die Natur ist der unorganische Leib des Menschen, nämlich die Natur, soweit sie nicht selbst menschlicher Körper ist. Der Mensch lebt von der Natur, heißt: Die Natur ist sein Leib, mit dem er in beständigem Prozeß bleiben muß, um nicht zu sterben.Google Scholar
  2. Daß das physische und geistige Leben des Menschen mit der Natur zusammenhängt, hat keinen anderen Sinn, als daß die Natur mit sich selbst zusammenhängt, denn der Mensch ist ein Teil der Natur.“(Marx 1985, S. 516).Google Scholar
  3. 2.
    Marx 1985, S.577. In der ‘Deutschen Ideologie’ heißt es dazu: „[…] solange Menschen existieren, bedingen sich Geschichte der Natur und Geschichte der Menschen gegenseitig.“(Marx/Engels 1981, S. 18)Google Scholar
  4. 3.
    Marx 1985, S. 579.Google Scholar
  5. 4.
    Marx 1985, S. 21.Google Scholar
  6. 5.
    Dass für Marx Ideen für die geschichtliche Entwicklung und die Revolutionierung der Gesellschaft keineswegs bedeutungslos sind, geht aus seinen Ausführungen in der ‘Kritik der Hegeischen Rechtsphilosophie’ zur Bedeutung und Wirkung des Protestantismus hervor:Google Scholar
  7. „Selbst historisch hat die theoretische Emanzipation eine spezifisch praktische Bedeutung für Deutschland. Deutschlands revolutionäre Vergangenheit ist nämlich theoretisch, es ist die Reformation. Wie damals der Mönch, so ist es heute der Philosoph, in dessen Hirn die Revolution beginnt. Luther hat allerdings die Knechtschaft aus Devotion besiegt, weil er die Knechtschaft aus Überzeugung an ihre Stelle gesetzt hat. Er hat den Glauben an die Autorität gebrochen, weil er die Autorität des Glaubens restauriert hat. Er hat die Pfaffen in Laien verwandelt, weil er die Laien in Pfaffen verwandelt hat. Er hat den Menschen von der äußeren Religiosität befreit, weil er die Religiosität zum inneren Menschen gemacht hat. Er hat den Leib von der Kette emanzipiert, weil er das Herz in Ketten gelegt. Aber, wenn der Protestantismus nicht die wahre Lösung, so war er die wahre Stellung der Aufgabe. Es galt nun nicht mehr den Kampf des Laien mit dem Pfaffen außer ihm, es galt den Kampf mit seinem eigenen inneren Pfaffen, seiner pfäffischen Natur. Und wenn die protestantische Verwandlung der deutschen Laien in Pfaffen die Laienpäpste, die Fürsten samt ihrer Klerisei, den Priviligierten und Philistern, emanzipierte, so wird die philosophische Verwandlung der pfäffischen Deutschen in Menschen das Volk emanzipieren.“(Marx 1981, S. 385f.)Google Scholar
  8. 6.
    „Das Bewußtsein kann nie etwas anderes sein als das bewußte Sein, und das Sein der Menschen ist ihr wirklicher Lebensprozeß.“(Marx/Engels 1981, S. 26)Google Scholar
  9. 7.
    „Feuerbach löst das religiöse Wesen in das menschliche Wesen auf. Aber das menschliche Wesen ist kein dem einzelnen Individuum innewohnendes Abstraktum.Google Scholar
  10. In seiner Wirklichkeit ist es das ensemble der gesellschaftlichen Verhältnisse. […]“(Marx 1981b, S.6).Google Scholar
  11. 8.
    S. Habermas 1982, S. 147.Google Scholar
  12. 9.
    Marx 1981a, S. 619.Google Scholar
  13. 10.
    Vgl. dazu Türk 1987, S. 69f.Google Scholar
  14. 11.
    Marx/Engels 1981, S. 22.Google Scholar
  15. 12.
    Vgl. dazu ausführlicher Türk 1987, S. 70f.Google Scholar
  16. 13.
    Vgl. Marx/Engels 1981, S. 22 und Marx 1974, S. 391.Google Scholar
  17. 14.
    Diese Schreibwiese soll das Missverständnis vermeiden, es handele sich bei Kooperation stets um herrschaftsfreie Sozialbeziehungen.Google Scholar
  18. 15.
    Türk 1995bGoogle Scholar
  19. 16.
    Weber 1985, S. 28.Google Scholar
  20. 17.
    Mann 1994, S. 22.Google Scholar
  21. 18.
    Mann 1994, S. 22f.Google Scholar
  22. 19.
    Mann 1994, S. 22.Google Scholar
  23. 20.
    Vgl. Türk 1989.Google Scholar
  24. 21.
    Mann 1994, S. 23.Google Scholar
  25. 22.
    Mann 1994, S. 23.Google Scholar
  26. 23.
    Vgl. Weber 1985, S. 549.Google Scholar
  27. 24.
    Vgl. Drosdowski 1989.Google Scholar
  28. 25.
    Morus/Campanella/Bacon 1983.Google Scholar
  29. 26.
    Vgl. Braudel 1992, S. 49ff.Google Scholar
  30. 27.
    Braudel 1986b, S. 80.Google Scholar
  31. 28.
    Die Geschlossenheit erklärt sich nach Braudel aus dem Charakter des Kapitalismus, der gerade nicht Bestandteil der basalen materiellen (Re)produktion und der sich daran anschließenden Zirkulation ist, sondern eine eigene Sphäre repräsentiert, die sich historisch gleichsam parasitär auf das materielle Leben bezieht.Google Scholar
  32. 29.
    Sohn-Rethel 1972, S. 41.Google Scholar
  33. 30.
    Sohn-Rethel 1972, S. 49.Google Scholar
  34. 31.
    Marx 1979, S. 87.Google Scholar
  35. 32.
    Marx 1979, S. 91f.Google Scholar
  36. 33.
    Braudel 1986a.Google Scholar
  37. 34.
    Braudel 1986, S. 17.Google Scholar
  38. 35.
    Braudel 1986, S. 59.Google Scholar
  39. 36.
    S. dazu die weiteren Ausführungen in Kapitel 1.3.Google Scholar
  40. 37.
    In der Marx’schen Theorie wird diese Differenz mit den Begriffen einfache und entfaltete Warenzirkulation zum Ausdruck gebracht. (S. Marx 1974, S. 167ff.).Google Scholar
  41. 38.
    Vgl. Braudel 1986b, S. 344ffGoogle Scholar
  42. 39.
    Braudel 1986, S. 58.Google Scholar
  43. 40.
    Braudel 1986b, S. 12 u. S. 245f.Google Scholar
  44. 41.
    Vgl. Braudel 1986b, S. 407.Google Scholar
  45. 42.
    Vgl. Türk 1995a.Google Scholar
  46. 43.
    Vgl. Braudel 1986a, Bd.2, S. 475ff.Google Scholar
  47. 44.
    Braudel 1986a, Bd.2, S. 478.Google Scholar
  48. 45.
    Vgl. Braudel 1986a, Bd.2, S. 480ff.Google Scholar
  49. 46.
    Türk 1995a, S. 119.Google Scholar
  50. 47.
    Vgl. Kieser 1987 u. Zorn 1971.Google Scholar
  51. 48.
    Vgl. Braudel 1986b, S. 493.Google Scholar
  52. 49.
    Vgl. Türk 1995d, 145ff.Google Scholar
  53. 50.
    Stolz/Türk 1992, S. 68.Google Scholar
  54. 51.
    Türk 1995b, S. 38.Google Scholar
  55. 52.
    „Welches immer die gesellschaftlichen Formen der Produktion, Arbeiter und Produktionsmittel bleiben stets ihre Faktoren. […] Die besondere Art und Weise, worinGoogle Scholar
  56. diese Verbindung bewerkstelligt wird, unterscheidet die verschiedenen ökonomischen Epochen der Gesellschaftsstruktur.“(Marx 1983, S. 42)Google Scholar
  57. 53.
    Vgl. Türk 1995, S. 287 u. Türk 1995c.Google Scholar
  58. 54.
    Türk 1995b, S. 38f.Google Scholar
  59. 55.
    Türk 1995b, S. 41.Google Scholar
  60. 56.
    Vgl. Türk 1995b, S. 39f.Google Scholar
  61. 57.
    Türk 1995b, S. 43.Google Scholar
  62. 58.
    Türk 1995b, S. 45.Google Scholar
  63. 59.
    Türk 1995b, S. 46.Google Scholar
  64. 60.
    Marglin 1977 u. Stone 1974. S. dazu auch Brandt u. a. 1978.Google Scholar
  65. 61.
    Vgl. Türk 1995, S. 50ff.Google Scholar
  66. 62.
    Türk 1995b, S. 53.Google Scholar
  67. 63.
    Türk 1995b, S. 66.Google Scholar
  68. 64.
    Dieses lässt sich nach Türk in die Notwenigkeit einer dreifachen Transformation unterteilen: (1) Die Transformation von Arbeitsvermögen in konkrete Arbeit; (2) die Transformation konkreter Arbeit im kapitalistischen Unternehmen in abstrakte Arbeit und (3) die Transformation von Eigensinn in Konformität. (Vgl. Türk 1995b, S. 77).Google Scholar
  69. 65.
    Vgl. Türk 1995b, S. 88.Google Scholar
  70. 66.
    Türk 1995b, S. 88.Google Scholar
  71. 67.
    Türk 1995b, S. 89. Auf diesen Zusammenhang werde ich im 5. Teil der Arbeit genauer eingehen.Google Scholar
  72. 68.
    Vgl. Marx 1970.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2000

Authors and Affiliations

  • Michael Bruch

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