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Semantische Implikaturen

  • Peter Rothermel

Zusammenfassung

Die Rede von semantischen Implikaturen in der sprachtheoretischen Literatur läßt in einigen Fällen eine klare Unterscheidung jener von pragmatischen Präsup-positionen vermissen. Es entsteht in anderen Fällen der Eindruck, daß es sich bei diesem Phänomen um bestimmte zur Interpretation von Sätzen oder Texten notwendige Annahmen handelt, die einseitig der Adressat/Hörer quasi als Hilfskonstruktionen benötigt, um überhaupt zu akzeptablen Lesarten des vorliegenden linguistischen Materials zu gelangen.1 Aus diesem Grund ist ein Versuch zur Einführung einer Bezeichnung erforderlich.

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Anmerkungen

  1. 1.
    C.E. Caton (1981), „Stalnaker on Pragmatics“, in: P. Cote (ed.), Radical Pragmatics, New York.Google Scholar
  2. 2.
    Die Lesart der Notation besagt: Die Satzbedeutung B von S eines geschriebenen/gesprochenen Satzes Si ist eine Teilmenge der Menge aller geordneter Vier-Tupel, die bestehen aus: einem propositionalen Gehalt p! von S;, der Struktur (str) dieses propositionalen Gehalts str (pt), einem Positionstyp E und einem bestimmten illokutiven Typ. Ein Positionstyp ist ein Funktions-operator, dessen Funktionsbereich eine geeignete Menge von propositionalen Gehalten und dessen Wertebereich eine Menge von propositionalen Einstellungen ist. Zwischen E bzw. K und p gelten bestimmte Verträglichkeitsbedingungen. Zu dieser Notation cf. D. Wunderlich (1976), Studien zur Sprechakttheorie, Frankfurt am Main, S. 51.Google Scholar
  3. 3.
    J.L. Austin (1962), How to do Things with Words, London.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1997

Authors and Affiliations

  • Peter Rothermel

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