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Illokutionäre Bedeutung und normative Gültigkeit. Die transzendentalpragmatische Begründung der uneingeschränkten kommunikativen Verständigung

  • Karl-Otto Apel

Zusammenfassung

Wie der Tirel meiner Studie andeutet, möchte ich ein Thema behandeln, dessen Signifikanz die Sozialphilosophie und die Ethik betrifft. Methodologisch aber knüpft die Studie an die Bedeutungstheorie der sprachanalytischen Philosophie an, genauer: an eine erweiterte Form dieser Philosophie, die ich mit J. Habermas als Universalpragmatik der menschlichen Rede und darüber hinaus als Transzendentalpragmatik des argumentativen Diskurses verstehe.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Cf. J.L Austin (1971), How to do Things with Words?, Oxford, S. 139 ff., sowie ders (1969), „Truth“, in: G. Pitcher (ed.), Truth, London, S. 16–31.Google Scholar
  2. 2.
    Cf. P. Strawson (1972), Einzelding und logisches Subjekt, Stuttgart, S. 313f.,Google Scholar
  3. 2a.
    sowie ders. (1971), Logico-Linguistic Papers, London, S. 178.Google Scholar
  4. 3.
    Cf. J. R. Searle (1983), Intentionality, Cambridge, ch. 1 und eh. 6.Google Scholar
  5. 4.
    Ibid., S. 7f.Google Scholar
  6. 5.
    Ibid., S. 171.Google Scholar
  7. 6.
    Ibid., S. 7f. und S. 173.Google Scholar
  8. 7.
    Cf. J. Habermas (1976), „Was heißt Universalpragmatik?“, in: K.-O. Apel (Hrsg.), Sprachpragmatik und Philosophie, Frankfurt am Main, S. 174–272,Google Scholar
  9. 7a.
    sowie ders. (1981), Theoriedes kommunikativen Handelns, Frankfurt am Main, Bd.l, Kap. I und DI.Google Scholar
  10. 8.
    Cf. K.-O. Apel (1986), „Die Logosauszeichnung der menschlichen Sprache. Die philosophische Relevanz der Sprechakttheorie“, in: H.-G. Boßhardt (Hrsg.), Perspektiven auf Sprache, Berlin/New York, S. 45–87,Google Scholar
  11. 8a.
    sowie ders. (1983), „Läßt sich ethische Vernunft von strategischer Zweckrationalität unterscheiden?“, in: Archivio difilosofia, LI, S. 375–434.Google Scholar
  12. 9.
    Cf. K.-O. Apel (1975), „The Problem of Philosophical Fundamental Grounding in Light of a Transcendental Pragmatic of Language“, in: Man and World, vol. 8, S. 239–75; französ. Übers. (1981), „La question d’une fondation ultime de la raison“, in: Critique 413, S. 895–928,Google Scholar
  13. 9a.
    sowie ders. (1987), „Fallibilismus, Konsenstheorie der Wahrheit und Letztbegründung“, in: W. Kuhlmann (Hrsg.), Philosophie und Begründung, Frankfurt am Main, S. 116–211.Google Scholar
  14. 10.
    Cf. K.-O. Apel (1973), „Das Apriori der Kommunikationsgemeinschaft und die Grundlagen der Ethik“, in: Ders, Transformation der Philosophie, Frankfurt am Main, Bd. 2, sowie ders. (1988), Diskurs und Verantwortung. Das Problem des Übergangs zur postkonventionellen Moral, Frankfurt am Main,Google Scholar
  15. 10a.
    cf. auch W. Kuhlmann (1985), Reflexive Letztbegründung. Untersuchungen zur Transzendentalpragmatik, Freiburg/München, Kap. 5, sowie D. Böhler (1985), Rekonstruktive Pragmatik, Frankfun am Main, VI. Kap.Google Scholar
  16. 11.
    Cf. J. Habermas (1986), „Entgegnungen“, in: A. Honneth/H. Joas (Hrsg.), Kommunikatives Handeln, Frankfurt am Main, S. 327–405. Habermas‘ Argument geht jetzt dahin, daß in offen strategischen Sprechakten „die Bedingungen normativer Geltung ersetzt werden durch Sanktionsbedingungen, welche die Akzeptabilitätsbedingungen vollständig machen“, und daß insofern das Verständnis eines offen strategischen Sprechaktes „den Verwendungsbedingungen für normativ autorisierte, nichtdepravierte Aufforderungen entliehen wird“ (S. 361f.). Ich halte diese These letztlich für richtig; doch dies läßt sich allein durch Rekonstruktion der lebensweltlichen Praxis, d.h. ohne Rekurs auf die Selbstreflexion des argumentativen Diskurses über die lebensweltliche Praxis, durchaus nicht begründen. Für Soziologen und Linguisten muß Habermas‘ These als solche als eine spekulativ-idealistische Sozial- bzw Geschichtsphilosophie erscheinen.Google Scholar
  17. 11a.
    Cf. hierzu ausführlicher: K.-O. Apel (1989), „Normative Brgründung der .kritischen„ Theorie durch Rekurs auf lebensweltliche Sittlichkeit? Ein transzendentalpragmatisch-orientierter Versuch, mit Habermas gegen Habermas zu denken“, in: A Honneth (Hrsg.), Zwischenbetrachtungen. Festschrift für Jürgen Habermas, Frankfun am Main.Google Scholar
  18. 12.
    Cf. Thukydides, Peloponnesischer Krieg, S. 5, 84–116.Google Scholar
  19. 13.
    Cf. M. Horkheimer/Th.W. Adorno (1971), Dialektik der Aufklärung, Frankfun am Main, 78ff.Google Scholar
  20. 14.
    Cf. J. Habermas (1983), Moralbewußtsein und kommunikatives Handeln, Frankfun am Main, S. 108. Dazu kritisch K.-O. Apel, op.cit. (cf. Anm. 11).Google Scholar
  21. 15.
    In diesem Sinne versteht Habermas leider wie viele andere die mögliche Diskursverweigerung des Skeptikers als ein Argument gegen die mögliche transzendentalpragmatische Letztbegründung der Ethik, op. cit., S. 109. Dazu kritisch K.-O. Apel, op.cit., s. Anm. 11.Google Scholar
  22. 16.
    Hierzu ausführlich W. Kuhlmann, op.cit., s. Anm. 10.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1997

Authors and Affiliations

  • Karl-Otto Apel

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