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Betriebsräte in der ostdeutschen Industrie - was weiter?

  • Jürgen Kädtler
  • Gisela Kottwitz
  • Rainer Weinert
Part of the Schriften des Zentralinstituts für sozialwissenschaftliche Forschung der Freien Universität Berlin book series (SZFB)

Zusammenfassung

Die vorliegende Untersuchung dokumentiert in erster Linie, wie sich ein epochaler, alle gesellschaftlichen Bereiche durcheinanderwirbelnder Strukturbruch in einer Reihe von Betrieben niederschlug und wie eine begrenzte Gruppe von Männern und Frauen bemüht war, ein Minimum an sozialer Ordnung in die sich chaotisch überstürzende Entwicklung in den Betrieben zu bringen. Die Reichweite dieser Bemühungen, ihre Erfolge und ihr Scheitern, die neu geschaffenen Fakten wie die sie bestimmenden Leitbilder und Handlungsorientierungen stellen wichtige Vorgaben für die weitere Entwicklung dar. Diese würde sich anders vollziehen, hätten die ersten Akteure anders gehandelt, als sie es tatsächlich getan haben. Daß sie es unter den gegebenen Bedingungen vieles eher schlechter als besser hätten machen können, sollte deutlich geworden sein.

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Literatur

  1. 81.
    In den Metallbetrieben sind Vertrauensleute-Körper in der Regel nicht bzw. nicht mehr existent. In den von der IG CPK organisierten Chemie-, Glas- und Keramikbetrieben sind aus satzungsrechtlichen Gründen überall Vertrauensleute-Körper gebildet worden, die in der Mehrzahl der Fälle im Betrieb nicht aktiv in Erscheinung treten.Google Scholar
  2. 82.
    Angesichts der vollständigen Abhängigkeit der Kommunen von bundespolitischen Finanzzuweisungen und ihren Zweckbestimmungen könnte man analog zu der eingangs getroffenen Feststellung über den Status der industriellen Beziehungen in Ostdeutschland auch von einer “simulierten Kommunalpolitik” sprechen.Google Scholar
  3. 83.
    Diese Ablehnung geht bis zu dem Punkt, daß die Nichtmitgliedschaft in einer Partei mit der Entscheidung für die Betriebsratsarbeit — im Gegensatz zu anderen Betätigungsfeldern — begründet wird.Google Scholar
  4. 84.
    Als Beleg dafür kann z.B. die Erfahrung des partei- und kommunalpolitisch involvierten Ausnahmebetriebsrats unseres Samples dienen, der sich für gewerkschaftlich akzentuierte Aktionen bislang auf die Mobilisierbarkeit erheblicher Teile der Belegschaft verlassen kann, für eine thematisch gleich gelagerte Veranstaltung, die gezielt darauf abstellt, die Parteien in die Pflicht zu nehmen, aber keinerlei Unterstützung findet.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1997

Authors and Affiliations

  • Jürgen Kädtler
  • Gisela Kottwitz
  • Rainer Weinert

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