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Betriebsräte und Gewerkschaften - Konturen einer Vernunftehe

  • Jürgen Kädtler
  • Gisela Kottwitz
  • Rainer Weinert
Part of the Schriften des Zentralinstituts für sozialwissenschaftliche Forschung der Freien Universität Berlin book series (SZFB)

Zusammenfassung

In den bisherigen Kapiteln ist wenig von den Gewerkschaften die Rede gewesen, obwohl die eingangs entwickelte Leitfragestellung ausdrücklich auf die Übertragbarkeit des dualen Vertretungssystems insgesamt zielte, die hier von der betrieblichen Vertretungsebene her in den Blick genommen werden sollte. Das ist um so bemerkenswerter, als ein Blick auf das zahlenmäßige Substrat des Zusammenhangs von betrieblicher Ebene und gewerkschaftlicher Organisation den Eindruck vermittelt, als ob man sich in einer der besten aller gewerkschaftspolitischen Welten befinde57 (vgl. Tabelle 1).

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Literatur

  1. 57.
    Aus erhebungstechnischen Gründen, die mit der Laufzeit des dieser Darstellung zugrundeliegenden Forschungsprojekts zusammenhängen, verfügen wir nur für die sächsischen und Thüringer Betriebsräte über die Organisationsziffern der Belegschaften und der Betriebsräte im Frühjahr 1994. Nach mündlichen Tendenzauskünften zu den Berliner Betrieben können wir aber davon ausgehen, daß es keine grundsätzlichen Unterschiede zu den hier wiedergegebenen Verhältnissen gibt.Google Scholar
  2. 58.
    Wir hatten den Bemühungen der DAG im Frühjahr 1990 auch deshalb recht günstige Prognosen gestellt, weil sie sowohl in Berlin als auch in den sächsischen Zentren mit großem materiellem und personellem Einsatz präsent war, während der DGB und seine Einzelgewerkschaften — die Hans-Böckler-Stiftung, die DGB-Bundesschule in Hattingen und eine Reihe Hauptamtlicher als Personen ausdrücklich ausgenommen -auf Hilfeersuchen noch mit Formschreiben antworteten oder gar das Bündnis mit den FDGB-Filialen favorisierten (vgl. Pirker et.al. 1990, S.104f).Google Scholar
  3. 59.
    Außer auf den bereits erwähnten BR-Initiator in B sind wir im Umkreis der uns seit Anfang 1990 bekanntgewordenen betrieblichen und Bürgerbewegungsinitiativen noch auf einen weiteren Akteur getroffen, der sich schließlich der DAG anschloß. Auch diese Entscheidung erfolgte aus unserer Sicht nicht aus Statusgründen.Google Scholar
  4. 60.
    Dieser Aspekt ist in der westdeutschen Literatur verschiedentlich analysiert worden, vgl. u.a. Lutz 1975; Schwerin 1984.Google Scholar
  5. 61.
    Ettl/Wiesenthal (1994) schreiben bei der Kündigung des Tarifvertrages durch die Arbeitgeber der Institutionalisierung ostdeutscher Arbeitgeberinteressen einen zentralen Stellenwert zu; diese Institutionenbildung hatte sicherlich Einfluß auf diese Entscheidung, gleichwohl meinen wir vor dem Hintergrund der erwähnten ökonomischen und politischen Tatsachen, daß diese bestenfalls von sekundärer Bedeutung war.Google Scholar
  6. 62.
    Unter konsolidierten Betrieben sollen hier solche Betriebe verstanden werden, in denen alle unmittelbar Beteiligten im Untersuchungszeitraum davon ausgingen und unserer Meinung nach auch davon ausgehen konnten, daß die Weiterexistenz gesichert, der grundlegende betriebliche Umbruch vollzogen und eine kontinuierliche Entwicklung mit absehbaren Konturen und Zielen erreicht sei. Daß in industriellen Umstrukturierungsphasen wie den gegenwärtigen kaum irgendwo schon aller Tage Abend ist, steht auf einem anderen Blatt.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1997

Authors and Affiliations

  • Jürgen Kädtler
  • Gisela Kottwitz
  • Rainer Weinert

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