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Entwicklung von Konfliktregelungsmechanismen

  • Volker Wulf

Zusammenfassung

Ich will im folgenden Möglichkeiten des technisch unterstützten Konfliktmanagements diskutieren. Dazu sollen zunächst Ergebnisse der sozialwissenschaftlichen Konflikttheorie dargestellt werden, um daraus bestimmte Formen des Umgangs mit Konflikten herauszukristallisieren. Danach sollen die Besonderheiten des Umgangs mit groupware-spezifischen Konflikten diskutiert werden, um daraus verschiedene Typen technischer Konfliktregelungsmechanismen zu entwickeln.

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Literatur

  1. 1.
    Bei der Konfliktlösung handelt es sich nicht um eine Lösung, sondern um eine Konfliktregelung in der Terminologie Dahrpndnrfs.Google Scholar
  2. 1.
    Mit Hilfe von Petri-Netzen wird das Systemverhalten bei technisch unterstützter Konfliktregelung aus der Perspektive der Nutzer formalisiert. Die Nutzer selbst und ihr Verhalten sind nicht Gegenstand der Formalisierung. Lediglich ihre Eingaben in das System werden als möglicherweise eintretende Ereignisse dargestellt. Es wird in den Darstellungen der Kapitel 4 und 5 nicht auf Implementierungsfragen eingegangen. Dies erfolgt in Kap. 6.2.Google Scholar
  3. 1.
    Die in dieser Arbeit verwendeten Konventionen zur Beschreibung von Netzen mit individuellen Marken sind im Anhang dargestellt.Google Scholar
  4. 2.
    Allerdings wird die in Kap. 6 vorgestellte Systemarchitektur so angelegt sein, daß auch auf Beteiligung einer dritten Partei beruhende Verfahren implementiert werden können.Google Scholar
  5. 1.
    In früheren Arbeiten sind diese Konfliktregelungsmechanismen auch Metafunktionen genannt worden, weil sie in das Aktivierungsgeschehen einer anderen Funktion eingreifen (vgl. Wulf 1993a, Wulf 1993b, Wulf 1994, Wulf 1995a, Wulf und Rohde 1996, Rohde, Pfeifer und Wulf 1996).Google Scholar
  6. 1.
    Dies sagt nichts darüber aus, ob dieser Konflikt nicht auf andere Weise sichtbar wird. Beispielsweise kann die Grundfunktion so gestaltet sein, daß der Konflikt unmittelbar sichtbar wird. Dies ist z. B. bei face-to-face-Meeting-Tools der Fall. Außerdem können die Betroffenen durch persönliche Mitteilung anderer Nutzer in Kenntnis gesetzt werden.Google Scholar
  7. 2.
    Der Begriff der “Steuerbarkeit” wird hier über den bisher üblichen Rahmen hinaus erweitert (vgl. Kap. 2.2), weil auch bestimmte Formen der Anpaßbarkeit mit subsumiert werden. Dieser Begriff wird hier benutzt, weil dadurch der in der Tradition einzelplatzorientierter Systeme stehende Ansatz der Konfliktregulierung besonders deutlich wird.Google Scholar
  8. 1.
    In früheren Arbeiten wurde dieser Konfliktregelungsmechanismus als nutzungsbezogene Transparenz bezeichnet und wurde von funktionaler Transparenz abgegrenzt. Dabei bezog sich nutzungsbezogene Transparenz auf die Aktivität der Nutzung, während funktionale Transparenz sich u.a. auch auf die Aktivität der Anpassung von Funktionen bezog (vgl. Wulf 1994, S. 129ff).Google Scholar
  9. 1.
    In meinen bisherigen Arbeiten wurde diese Form der Konfliktregelung als einschleifige, strukturierte Aushandelbarkeit bezeichnet (vgl. Wulf 1994).Google Scholar
  10. 1.
    Herrmann (1991, S. 66) bezeichnet diese auf das Aktivierungsgeschehen einer Funktion gerichteten Sprechakte als Steuerungsakte.Google Scholar
  11. 1.
    Der Vorschlag für diesen Verhandlungsakt wurde erstmalig von Herrmann und Just (1994, S. 100) gemacht.Google Scholar
  12. 2.
    Ein strukturierter oder semi-strukturierter Aushandelbarkeit zugrundeliegendes Verhandlungs-schema läßt sich immer als endlicher Automat darstellen (vgl. Winograd 1988).Google Scholar
  13. 1.
    Ein weiteres Beispiel für die Ausdifferentierung der Rolle “Betroffener” findet sich bezogen auf die Teilfunktionalitäten von Groupware in Kap. 2.1 bei der Kanallenkung.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1997

Authors and Affiliations

  • Volker Wulf

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