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Problemstellung

  • Bärbel Friedemann
Part of the nbf neue betriebswirtschaftliche forschung book series (NBF, volume 176)

Zusammenfassung

Verpflichtungen zu Umweltschutzmaßnahmen können Unternehmen in erheblichem Maße wirtschaftlich belasten. Bedeutsam für Ausmaß und Intensität der Belastung ist, daß in den letzten zwei Jahrzehnten, insbesondere im öffentlichen Recht, ein “beachtliches Gesetzes- und Normgebungswerk zum Schutze der Umwelt geschaffen”1 wurde. Die Aktivität des Gesetzgebers ist zurückzuführen auf eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit durch Umweltkatastrophen, aber auch durch weniger spektakuläre Umweltverschmutzungen, die die Lebensqualität spürbar beeinträchtigen.2 Nicht nur das engmaschigere Netz von Rechtsvorschriften wirkt sich verschärfend auf Umweltschutzverpflichtungen aus, die ein Unternehmen treffen können. Durch verfeinerte Möglichkeiten der Meßbarkeit von Beeinträchtigungen der Umwelt kann eine genauere Kenntnis darüber gewonnen werden, wem die Verantwortung für Umweltschädigungen zuzurechnen ist.3 Die Verursacher bzw. die Verantwortlichen müssen in stärkerem Maße damit rechnen, daß sie zur Beseitigung der Schäden in Anspruch genommen werden. Dabei macht es keinen Unterschied, ob es sich um Unternehmen der Großindustrie handelt oder ob kleinere Betriebe wie Tankstellen oder Waschsalons betroffen sind.

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Literatur

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    Nach § 242 HGB hat der Kaufmann sowohl eine Bilanz als auch eine Gewinn- und Verlustrechnung aufzustellen, die gemeinsam den Jahresabschluß bilden; für Kapitalgesellschaften wird nach § 264 Abs. 1 HGB der Jahresabschluß um einen Anhang erweitert. Zur Behandlung der grundsätzlichen Problematik wird im folgenden neben dem Begriff `Jahresabschluß` auch der allgemein übliche Sprachgebrauch `Bilanz` verwendet.Google Scholar
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    vgl. zur Notwendigkeit eines interndiszi-plinären Informationsaustausches, Gasser (Umwelthaftungsrecht, 1992): S.153 – 165Google Scholar
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  12. 10.
    Vgl. im einzelnen das Zweite Kapitel der vorliegenden Untersuchung, insb. Abschn. A.V. und B.Google Scholar
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  14. 12.
    Darunter wird sowohl die Handelsbilanz als auch die aus ihr aufgrund des Maßgeblich-keitsprinzips nach § 5 Abs. 1 HGB abgeleitete Steuerbilanz verstanden, vgl. Beisse (Bilanzrecht, 1984): S. 3 f.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1996

Authors and Affiliations

  • Bärbel Friedemann

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