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Das Produktivitätsparadoxon der Informationstechnik Rekonstruktion und Analyse eines theoretischen Erklärungsansatzes aus der Perspektive seiner Randbedingungen

  • Stephan Zelewski

Zusammenfassung

Das Produktivitätsparadoxon der Informationstechnik besteht darin, daß mehrere empirische Studien keine signifikante Erhöhung der Produktivität von Unternehmen erkennen lassen, die Investitionen in Automatische Informationsverarbeitungssysteme vornehmen. Das Gegenteil wäre jedoch zu erwarten, wenn von rationalen Entscheidungsträgern in den betroffenen Unternehmen ausgegangen wird. Daher wurden in den zurückliegenden Jahren mehrere Ansätze vorgelegt, um dieses — offensichtliche oder nur scheinbare — Paradoxon zu erklären. Einer der jüngsten und anspruchsvollsten Erklärungsansätze wurde von Stickel präsentiert Seine Theorie zur Erklärung des Produktivitätsparadoxons bei rationalen Entscheidungsträgern eignet sich hervorragend, um zu demonstrieren, daß im Bereich der Betriebswirtschaftslehre — insbesondere auch seitens einer modernen, das Informationsmanagement einschließenden Industriebetriebslehre — aussagekräftige Theorien von praktischer Relevanz aufgestellt werden können. Darüber hinaus wird anhand Stickels Theorieformulierung aufgezeigt, wie sich durch die detaillierte Analyse der Randbedingungen einer Theorie substantielle Hinweise gewinnen lassen, in welche Richtung eine Theorie fortzuentwickeln ist, um ihren Anwendungsbereich zu vergrößern.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Vgl. Roach 1991, S. 85f.; Brynjolfsson 1993; Dué 1993; Stickel 1995; Stickel 1997; Piller 1997a, insbesondere S. 13ff. mit einem umfassenden und typisierenden Überblick über entsprechende Veröffentlichungen in den Abbildungen 8 und 9 auf S. 16ff.; Abdel-Hamid 1997. Mitunter klingt das Produktivitätsparadoxon der Informationstechnik auch nur mehr oder minder deutlich am Rande an; vgl. z.B. Huber 1990, S. 51; Corso/Paolucci 1997, S. 215 u. 222.Google Scholar
  2. 4.
    Vgl. Zelewski 1999, Kapitel 2.3.2. Dort wird z.B. der Theoriekern aus strukturalistischer Perspektive in den terminologischen Apparat und die gesetzesartigen Aussagen der Theorie ausdifferenziert und mit dem intendierten Anwendungsbereich der Theorie konfrontiert. Darüber hinaus wird die Formalisierung der Theoriekomponenten mittels zusätzlicher (prädikatenlogischer) Konstrukte so weit vervollständigt, daß sich die gesetzesartigen Aussagen — wie im Rahmen der Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie allgemein üblich — als allquantifizierte Subjugatformeln wiedergeben lassen. Jene Konstrukte gestatten es auch, die einschränkenden natürlichsprachlichen Bedingungen („Falls...“), die in mehreren der nachfolgenden Theorierekonstruktion vorkommen, auf formalsprachliche Weise auszudrücken. Von solchen Verfeinerungen wird aber im folgenden abgesehen, weil sie für die hier besonders interessierenden Randbedingungen für Stickeis theoretischen Erklärungsansatz keine nennenswerte Bedeutung besitzen.Google Scholar

Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1999

Authors and Affiliations

  • Stephan Zelewski

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