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Nutzung elektronischer Märkte für die Beschaffung

  • Ulli Arnold

Zusammenfassung

Der Beitrag untersucht die Potentiale, die eine Nutzung elektronischer Märkte für die betriebliche Beschaffung bietet. Elektronische Märkte zeichnen sich dadurch aus, daß sie sowohl eine Reduzierung der Transaktionskosten als auch eine Steigerung des Transaktionsnutzens bewirken können. Dadurch ergeben sich eine Vielzahl von Veränderungen für die Beziehungen zwischen Lieferanten und ihren industriellen Abnehmern. Klassische Zulieferstrukturen wurden und werden zunehmend durch sogenannte Zulieferpyramiden ersetzt, die insbesondere durch intensive Austauschbeziehungen zwischen Endabnehmer und Lieferant der ersten Ebene gekennzeichnet sind. Diese enge Verbindung führt zu elektronischen Hybridformen zwischen Markt und Hierarchie, die durch zunehmend elektronische Marktverbindungen mit den anderen Zulieferebenen ergänzt werden.

Durch die zunehmende Mediatisierung verschwimmen die Grenzen einzelner Unternehmen innerhalb der Supply Chain. An die Stelle eines Wettbewerbs zwischen Hierarchien tritt ein Wettbewerb zwischen Netzwerken. Elektronische Märkte existieren sowohl innerhalb als auch außerhalb dieser Netzwerke. Damit ergibt sich tendenziell eine Annäherung an das wettbewerbstheoretische Idealmodell in Form vollkommener Märkte. Zunehmende Markttransparenz eröffnet dem Einkäufer neue und größere Handlungsspielräume für die Realisierung von Wettbewerbsvorteilen in der Versorgungskette. Elektronische Märkte stellen damit eine wichtige infrastrukturelle Voraussetzung für eine „elektronische Revolution“ in der Beschaffung dar.

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Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1999

Authors and Affiliations

  • Ulli Arnold

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