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Regelungsbedarf kooperativ verbundener Unternehmen im Spannungsfeld zwischen Flexibilität und Stabilität

  • Dieter Specht
  • Joachim Kahmann
  • Oliver Siegler

Zusammenfassung

Wirtschaftsunternehmen sehen sich den Herausforderungen des Marktes gegenüber. Es gilt, global zu agieren und zugleich den hohen regionalen Produktanforderungen gerecht zu werden, es gilt sich zu spezialisieren und dabei den Kunden integrierte Problemlösungen anzubieten. Die Erfolgsfaktoren Kosten, Innovation, Qualität, Zeit, Flexibilität und Schnelligkeit sind gleichzeitig zu beherrschen. Unternehmen können diesen Anforderungen immer weniger alleine entsprechen. Eine Konzentration auf die eigene Kernkompetenz und das Kerngeschäft geht in zunehmendem Maße Hand-in-Hand mit dem Aufbau und der Pflege von Kooperationsbeziehungen zu anderen Unternehmen (vgl. beispielsweise Wildemann 1996c). Dabei ist ein Trend von rein marktlichen Kooperationsbeziehungen hin zu engen Kooperationspartnerschaften mit einer gemeinsamen Kosten- und Risikoteilung, offenem Know-how-Transfer und einem hohen Maß an gegenseitigem Vertrauen zu beobachten.

Der gezielte Außau und die effektive Gestaltung wirtschaftlich erfolgreicher Kooperationspartnerschaften rücken in das Blickfeld des unternehmerischen Interesses und der betriebswirtschaftlichen Forschung. Aus Unternehmenssicht stellt sich die Frage, wie man sich in ein bestehendes Unternehmensnetzwerk einbringen oder wie man bestehende Kooperationsbeziehungen effektiver nutzen kann. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht stellt sich die Frage, ob durch den Außau eines Unternehmensnetzwerkes Produkte und Leistungen wirtschaftlicher erbracht werden können, beziehungsweise unter welchen Bedingungen sich eine neue Qualität der Leistungserbringung erzielen läßt.

Ein erster Schritt zum Außau und zur Gestaltung eines Unternehmensnetzwerkes ist die Klärung des Regelungsbedarfes bei der Gestaltung von Kooperationsbeziehungen. Ziel der Regelung ist die Gestaltung stabiler organisatorischer, wirtschaftlicher, technischer, rechtlicher und sozialer Rahmenbedingungen für die erfolgreiche unternehmensübergreifende Leistungserstellung innerhalb des Unternehmensnetzwerkes. Dabei ergibt sich scheinbar ein Widerspruch. Einerseits ist eines der wesentlichen Ziele der Netzwerkbildung der Außau flexibler Organisationsstrukturen auf der Grundlage von Vertrauen, andererseits wird hier die Forderung nach Regelung gestellt — Flexibilität oder/und Stabilität?

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Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1999

Authors and Affiliations

  • Dieter Specht
  • Joachim Kahmann
  • Oliver Siegler

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