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Herrschaft und soziale Ordnung

  • Andrea Maurer
Chapter

Zusammenfassung

Wir haben in der vorliegenden Arbeit Prozesse sozialer Ordnungsbildung als Versuch der Akteure interpretiert, ‚ihre Welt‘ zu gestalten, und wollten die aus diesem Prozeß hervorgehenden Ordnungsmechanismen als soziale Folgen dieses individuell motivierten Problemlösens erklärt wissen. Herrschaft haben wir hier entsprechend als einen sozial konstituierten Ordnungsmechanismus definiert, dessen Spezifik und soziale Problematik darin zu sehen sind, daß individuelle Handlungsfreiheiten legitimerweise eingeschränkt werden können. Zwei zentrale, sozialtheoretische Erklärungsprobleme folgen unseres Erachtens aus einer solchen, individualistisch begründeten Sicht und sind zum Maßstab der theoretischen Bemühungen zu machen. Einerseits muß die Ursache für die Entstehung einer Herrschaft in einem Handlungsproblem der Akteure gesucht und daraus deren Anerkennung abgeleitet werden. Darüber hinaus muß weiterhin gezeigt werden können, unter welchen Bedingungen die Akteure eine einmal etablierte und legitimierte Herrschaftsordnung aufrechterhalten bzw. wann und warum sie dies nicht mehr tun. Die formulierte Problemstellung verlangt es mithin, die Ausbildung einer herrschaftlichen Handlungsregelung aus spezifischen Problemen der Akteure abzuleiten und die Bedingungen aufzuweisen, unter denen sozial konstituierte Ordnungsmechanismen aufrechterhalten werden.

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen/Wiesbaden 1999

Authors and Affiliations

  • Andrea Maurer

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