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Sozialer Austausch als Interaktion

  • Karl-Heinz Saurwein
Chapter
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Part of the Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Forschung book series (BEISOFO, volume 109)

Zusammenfassung

Die Interaktionstheorie bildet eine Art Elementartheorie des sozialtheoretischen Gesamtkonzepts bei PARSONS.4 Der Begriff “elementar” darf hier jedoch nicht im Sinne eines reduktionistischen Theorieprogramms gedeutet werden. Es geht weder um die Aufstellung allgemeiner empirischer Grundgesetze, die für alle Sozialsysteme Geltung beanspruchen, noch wird behauptet, daß Interaktionssysteme eine Art “Urzustand” komplexer Sozialsysteme darstellen.5 Das Konzept verweist methodologisch auf die Notwendigkeit, theoretisch und empirisch signifikante Bezugspunkte zu explizieren, die “mindestens” in die Analyse eingehen sollten. Es handelt sich, ähnlich wie bei der Konstruktion des “unit act” im Rahmen der allgemeinen Analyse des Handelns, um die Entwicklung eines grundlegenden Analyserahmens für soziale Systeme.6 Zu den logischen Voraussetzungen eines sozialen Interaktionssystems zählt PARSONS:
  1. (1)

    eine Klasse von Akteureinheiten, wobei es sich sowohl um individuelle wie kollektive Akteure handeln kann;

     
  2. (2)

    die Existenz symbolischer und normativer Codes, die sowohl die Orientierungen der Akteure als auch die Situation der Interaktion strukturieren;

     
  3. (3)

    die Organisiertheit dieser Struktur, durch die normative Codes und interaktive Prozesse verbunden sind und eine unterscheidbare Ordnung und Gerichtetheit aufweisen;

     
  4. (4)

    eine Umwelt, innerhalb derer ein solches System operiert bzw. zu der es bestimmte Beziehungen unterhält.7

     

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1988

Authors and Affiliations

  • Karl-Heinz Saurwein

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