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Produktideen in der Betriebswirtschaft

Eine Einführung in den Problemkreis der Untersuchung
  • Werner Kirsch
Chapter
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Part of the Bände der Schriftenreihe book series (BFP, volume 12)

Zusammenfassung

Die entscheidungs- und systemorientierte Betriebswirtschaftslehre betrachtet die Betriebswirtschaften, ihre Teile und ihre Umwelt als komplexe Systeme und stellt die Entscheidungsprozesse zur Gestaltung und Führung der betriebswirtschaftlich relevanten Systeme in den Mittelpunkt des Interesses. Solche Systeme sind der Mensch, die Gruppe, die Organisation sowie die nationale und multinationale Gesellschaft. Sie sind in der Sprache der Systemtheorie lebende Systeme. Ihnen stehen die unbelebten, meist künstlichen Systeme (Artifakte) gegenüber. Von betriebswirtschaftlichem Interesse sind hier Maschinen und Automaten, insbesondere die automatisierten Datenverarbeitungsanlagen. Die Betriebswirtschaft selbst wird in dieser Konzeption als Organisation gesehen. Ihre Elemente sind Menschen und Maschinen. Sie setzt sich aus einer Menge von Gruppen formaler und informaler Art zusammen und ist selbst Teil einer umfassenden nationalen und multinationalen Gesellschaft. Alle diese Systeme bestehen aus einer Menge aktiver Elemente. Die aktiven Elemente sind durch Relationen verbunden, die den Charakter stofflich-energetischer und/oder informationeller Kopplungen besitzen: Die aktiven Elemente tauschen passive Elemente (Stoffe, Energie, Informationen) aus. Die Elemente eines Systems können selbst wiederum als Systeme niedriger Ordnung aufgefaßt werden; das betrachtete System kann seinerseits Element eines übergeordneten Systems sein. Auf diese Weise lassen sich verschiedene Systemebenen abgrenzen. Es ergibt sich eine Hierarchie von Systemen. Die Systeme unterschiedlicher Hierarchieebenen sind offene Systeme. Sie transportieren Stoffe, Energie und Informationen aus ihrer Umwelt, transformieren diese in andere Stoffe, Energien und Informationen und exportieren diese wieder an ihre Umwelt. Diese „Offenheit“ ist gleichzeitig Voraussetzung und Gefährdung des Überlebens der Systeme: Voraussetzung deshalb, weil die Systeme die Umweltkopplungen benötigen, um die für die Erhaltung und Aufgabenerfüllung erforderlichen Stoffe, Energien und Informationen zu erhalten; Gefährdung deshalb, weil sich wegen der Umweltkopplungen Veränderungen der Umwelt „störend“ auf das System selbst auswirken können. Die Systeme müssen Steuerungs- und Regelungsmechanismen besitzen, die eine Störungskompensation bewerkstelligen.

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Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler, Wiesbaden 1973

Authors and Affiliations

  • Werner Kirsch

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