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Lärm und Motivation — vom Problem zur Fragestellung der Untersuchung

  • Wolfgang Schönpflug
  • Heinz Heckhausen
Part of the Forschungsberichte des Landes Nordrhein-Westfalen book series (FOLANW, volume 2580)

Zusammenfassung

In seiner Entwicklungsgeschichte hat sich der Mensch bis vor kurzem nur auf Schalle bis zu einer Intensität von etwa 75 dB (A) einstellen müssen; höhere Schallpegel waren in seiner Umwelt eine Ausnahmeerscheinung von kurzer Dauer. Dies hat sich innerhalb weniger Jahrzehnte in einer Weise geändert, welche man dramatisch nennen darf. Neue Antriebstechniken, sowie Techniken der Kraftanwendung, der Schallübertragung und der elektronischen Verstärkung haben nicht nur Schallquellen hervorgebracht, die Schalle von wesentlich mehr als 75 dB (A) erzeugen; die Erfolge dieser Techniken haben zudem zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen, einer Erweiterung der Güterproduktion und einer Verbreitung von akustischen Medien geführt, die zur Folge haben, daß die neuerdings erzeugten stärkeren Schalle mit größerer Häufigkeit auftreten und von längerer Dauer sind. Die Änderung der akustischen Umwelt hat sich offensichtlich schnell vollzogen, eine ausreichende Anpassung des Menschen an seine veränderte Umwelt ist bisher nicht oder zumindest nicht durchgehend festzustellen. Festzustellen ist dagegen eine Fülle von Auffälligkeiten und Beschwernissen, die sich aus der mangelnden Angepaßtheit von Umwelt und menschlichem Organismus ergeben, eine Lärmproblematik im Einzelfall wie für soziale Gruppen.

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1976

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Schönpflug
    • 1
  • Heinz Heckhausen
    • 2
  1. 1.Institut für PsychologieFreien Universität BerlinDeutschland
  2. 2.Psychologisches InstitutRuhr-Universität BochumDeutschland

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