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Die Hausfrau: Benachteiligung durch Rollenzwang

  • Wolfgang Burkhardt
  • Astrid Wick-Kmoch

Zusammenfassung

Trotz gesetzlicher Gleichstellung und einer formalen Chancengleichheit innerhalb unseres Bildungssystems sieht die soziale Wirklichkeit in der Bundesrepublik der 70er Jahre noch immer so aus, daß der Mann lebenslang einer Erwerbstätigkeit nachgeht, die Frau jedoch, sobald sie sich für eine Familiengründung entscheidet, — häufig ebenfalls bis an ihr Lebensende — auschließlich mit häuslichen und familiären Aufgaben beschäftigt ist. Woran liegt das? Hat sich die Kleinfamilie mit ihrer Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau bewährt, verhindern herkömmliche Verhaltensmuster, daß die Frauen aus der häuslichen Rolle schlüpfen, oder welche anderen Faktoren haben das Sozialsystem „Familie” so stabilisiert, daß sich die Betroffenen trotz offensichtlicher Benachteiligung nur selten dagegen auflehnen? Diesen und anderen Fragen ging das Institut für angewandte Sozialwissenschaft in einer im Auftrag des Bundesministeriums für Jugend, Familie und Gesundheit durchgeführten Untersuchung über das Rollenverständnis von Ehepartnern nach1).

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Anmerkungen

  1. 1).
    Vgl. „Dominanz und Partnerschaft“, Teil I und II einer tabellarischen Dokumentation der Ergebnisse einer Repräsentativerhebung im Bundesgebiet, Januar/Februar 1975, Random-Auswahl.Google Scholar
  2. 2).
    Vom Ausbildungsniveau des Mannes auf das seiner Frau zu schließen ist insofern gerechtfertigt, als in 88 Prozent der untersuchten Ehen das Ausbildungsniveau der Frau nicht größer ist als das des Mannes.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1975

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Burkhardt
  • Astrid Wick-Kmoch

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