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Einstellungen zum Wohlfahrtsstaat und Konfliktlinien

  • Edeltraud Roller
Chapter
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Part of the Studien zur Sozialwissenschaft book series (SZS, volume 115)

Zusammenfassung

Die Errichtung des Wohlfahrtsstaats war ursprünglich eine der wichtigsten Kontroversen im Rahmen der Konfliktlinie zwischen Arbeit und Kapital (Pappi 1977a: 222). Seit Anfang der fünfziger Jahre änderte sich in den meisten westeuropäischen Ländern die Situation, und es bildete sich ein zunehmender Konsens über den Wohlfahrtsstaat heraus. Dahrendorf (1979) hat diese Entwicklung mit dem Begriff “sozialdemokratischer Konsens” bezeichnet. Eine der Bedingungen für diesen Konsens war die Einsicht des Kapitals und der etablierten Schichten, daß auch sie letztlich von den wohlfahrtsstaatlichen Interventionen profitieren können (Lipset 1964, s. Kapitel 2.3.1). Mit den Krisendiskussionen in den 70er Jahren ist der “sozialdemokratische Konsens” bezüglich der Wohlfahrtsstaaten zumindest auf der Elitenebene wieder aufgebrochen. Inwieweit diese Elitenkontroverse auch auf die Bevölkerung übergegriffen hat und somit zu einer Reaktivierung des Wohlfahrtsstaats als Thema der “alten” Konfliktlinie zwischen Arbeit und Kapital führte, ist eine offene Frage. Diese Frage wird in den folgenden empirischen Analysen zusammen mit Hypothesen über weitere Konfliktlinien zum Wohlfahrtsstaat aufgegriffen.

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1992

Authors and Affiliations

  • Edeltraud Roller

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