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Die Wahrnehmung gesellschaftlicher Ungleichheit

  • Karl Ulrich Mayer
Chapter
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Part of the Studien zur Sozialwissenschaft book series (SZS, volume 24)

Zusammenfassung

Die bisherige Diskussion bietet für die Behandlung von Wahrnehmungen sozialer Ungleichheit drei miteinander verknüpfte Ausgangspunkte. Der erste Ausgangspunkt ist die oben gestellte Frage, ob der begrifflich-theoretische Bezugsrahmen quantitativer Mobilitätsstudien mit dem Bezugsrahmen der betroffenen Akteure übereinstimmt. Wird eine solche Übereinstimmung unterstellt, so folgern daraus Annahmen über die als dominant perzipierte Art gesellschaftlicher Differenzierung, die Dimensionen und Struktur sozialer Ungleichheit die Bezugseinheit, welche die Grenzen des wahrgenommenen Ungleichheitssystems bestimmt, und den Grad der Sichtbarkeit sozialer Ungleichheit. Der Bezugsrahmen quantitativer Mobilitätsstudien postuliert die überragende Bedeutung vertikaler Differenzierungen in der Berufsstruktur, speziell hinsichtlich des unterschiedlichen Prestiges beruflicher Positionen, und impliziert ein nationales Ungleichheitssystem. Die Akteure müßten demnach soziale Differenzierung als vertikale, auf die ganze Gesellschaft bezogene Ungleichheit zwischen Berufen oder Berufsgruppen in ausgeprägter Weise wahrnehmen, deren Struktur entweder als eine deutlich gegliederte Hierarchie oder als ein ordinales Kontinuum erscheint. Entsprechend der generalisierten Art der Mobilitätsmessung sollte ein relativer hoher Konsensus über Dimensionen und Struktur gesellschaftlicher Ungleichheit festzustellen sein.18

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1975

Authors and Affiliations

  • Karl Ulrich Mayer

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