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Identität und Politische Kultur im Saarland

  • Bernd Krewer
  • Georg Jäger
Part of the Politische Vierteljahresschrift Sonderheft book series (PVS, volume 18/1987)

Zusammenfassung

Wenn man die unterschiedlichen Ansätze innerhalb der „Politischen-Kultur“-For-schung (vgl. Iwand 1985) betrachtet, so läßt sich als zentrales gemeinsames Erkenntnisinteresse sicherlich die Analyse der subjektiven Dimension des Politischen festhalten. Der folgende Beitrag stellt nun einen Versuch dar, diese „subjektive Dimension“unter einer psychologischen Perspektive zu betrachten und inhaltlich auszufüllen. Dies geschieht anhand der Beschreibung einer Untersuchung des psychologischen Institutes der Universität des Saarlandes zur regionalen politischen Kultur im Saarland. Diese Studie ist eingebunden in eine Reihe von Arbeiten zur regionalkulturellen Identität. Der allgemeine theoretische Analyserahmen, der unseren Arbeiten zugrundeliegt, ist gekennzeichnet durch eine handlungstheoretische Interpretation des Identitätskonzeptes (vgl. Boesch 1983; Hubig 1985). Wir sehen in der Anwendung eines solchen handlungstheoretischen Identitätskonzeptes auf den Bereich der politischen Handlungen im engeren Sinne eine Möglichkeit, die vorhandenen vielfältigen psychologischen Konzepte zur Analyse der „subjektiven Dimension“des Politischen zu integrieren und sie systematisch aufeinander zu beziehen.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Für die hier angesprochenen psychologischen Grundlagen politischer Orientierungen und politischen Verhaltens sei hier nur exemplarisch auf einige „Einstiegsmöglichkeiten“verwiesen: Ijzendorn (1979), Niemi (1973), Preiser (1982), Sticksrud (1984), Wacker (1976), Weinreich-Haste (1986). Ein Beispiel für die Umsetzung des handlungstheoretischen Modells zur Analyse der Wechselwirkung zwischen den kognitiven (Wissensstand), affektiven (Betroffenheit und ihre Verarbeitung) und normativ-ethischen (Struktur des moralischen Urteils) Strukturen ist ein zur Zeit im Rahmen unserer Arbeitseinheit laufendes DFG-Projekt (vgl. Kasper u.a. 1986), das die Bedingungen der Entwicklung von Umweltbewußtsein im Kontext der Auseinandersetzung um die Einrichtung des Kohlekraftwerkes Bexbach untersucht.Google Scholar
  2. 3.
    Die christliche Opposition gegen die Rückgliederung schloß sich im CSVB (Christlich-Sozialer Volksbund) erst im November 1934 gegen den Willen der offiziellen Kirchenleitung zusammen.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1987

Authors and Affiliations

  • Bernd Krewer
  • Georg Jäger

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