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Zum Problem der Legitimation politischen Handelns

Eine Auseinandersetzung mit Jürgen Habermas
  • Helmut Girndt
  • Eberhard Simons
  • Jürgen Habermas
Chapter
Part of the Politische Vierteljahresschrift Sonderhefte book series (PVS, volume 7/1976)

Zusammenfassung

Wie menschliches Handeln überhaupt steht insbesondere politisches unter normativen Ansprüchen. Unter politischem Handeln wird dabei mit Habermas ein solches verstanden, das die Rechte anderer betrifft. Legitimität politischen Handelns hängt davon ab, daß die von ihm Betroffenen die Normen, an denen sich politisches Handeln orientiert, als geltende oder gelten sollende anerkennen. Der mit politischem Handeln verbundene Anspruch auf Legitimität, der seinerseits auf normstiftender Übereinstimmung derer beruht, deren Rechte dieses Handeln betrifft, ist Ausdruck und Ergebnis historisch situierter Interaktions- und Kommunikationszusammenhänge. Ihrem historisch kontingenten Ursprung entsprechend gehen in legitimationsbegründende Übereinstimmungen faktische Gewalt-, und das heißt: Unrechtsverhältnisse, ein.

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Anmerkungen

  1. 3.
    Vgl. das gleichnamige Buch von J. Habermas, Strukturwandel der Öffentlichkeit. Untersuchungen zu einer Kategorie der bürgerlichen Gesellschaft, Neuwied und Berlin 1962.Google Scholar
  2. 4.
    J. Habermas, Wahrheitstheorien, in: Wirklichkeit und Reflexion (Festschrift für Walter Schulz), Pfullingen 1975, S. 211–265.Google Scholar
  3. 5.
    J. Habermas, Vorbereitende Bemerkungen zu einer Theorie der kommunikativen Kompetenz, in: J. Habermas, N. Luhmann, Theorie der Gesellschaft oder Sozialtechnologie, Frankfurt/M. 1971, S. 101–0141.Google Scholar
  4. 6.
    Vgl. J. Habermas, Theorie und Praxis, Frankfurt 21971, S. 37–45, und: ders., Kultur und Kritik, Frankfurt/M. 1973, S. 382 ff.Google Scholar
  5. 2.
    J. Habermas, Legitimationsprobleme im Spätkapitalismus, Frankfurt/M. 1973, S. 152Google Scholar
  6. vgl. auch K. O. Apel, Sprechakttheorie und transzendentale Sprachpragmatik zur Frage ethischer Normen, in: K. O. Apel (Hrsg.), Sprachpragmatik und Philosophie, Frankfurt/M. 1976.Google Scholar
  7. 3.
    J. Habermas, Zur Rekonstruktion des historischen Materialismus, Frankfurt/M. 1976.Google Scholar
  8. 4.
    Vgl. H. Peukert, Wissenschaftstheorie, Handlungstheorie, Fundamentale Theologie, Diss. Münster 1975, S. 296 ff.Google Scholar
  9. 5.
    J. Habermas, Was heißt Universalpragmatik, in: K. O. Apel (Hrsg.), Sprachpragmatik und Philosophie, Frankfurt/M. 1976, S. 174.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1976

Authors and Affiliations

  • Helmut Girndt
  • Eberhard Simons
  • Jürgen Habermas

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