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Die Frontlandschaft

  • Shannee Marks
Part of the Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Forschung book series (BEISOFO, volume 77)

Zusammenfassung

Die Auflösung der Kreditkrise zu einer neuen Ebene der Ökonomie des Raumes setzte ein Konzept von “Reich” fest, das die Welt als erstarrte Herrschaft über den Raum bezeichnete und nicht als die Expansion von Kapital. Wir haben gesehen, daß die Form der Grundherrschaft, die sich ökonomisch ausgedrückt Grundrente nennt, die Basis für die geopolitische Raumherrschaft als ein imperialistisches Projekt war. Der geopolitische Diskurs beinhaltet die individuell-strukturelle Eigentumsform innerhalb der souverän-genetischen Herrschaftsform. Der Diskurs des Reiches war ein autarker Expansionsdiskurs. Oberflächlich betrachtet scheint dies paradox, da es das Konzept des Reiches als Totalität impliziert und sich andere nationale Gebilde nicht durch eine ökonomische Determination des Raumes einverleibt, sondern durch eine nicht-ökonomische Macht. Wenn diese anderen nationalen Gebilde nicht mehr existieren, werden sie nach dem Muster der Zentralisation der Grundrente in das Ganze assimiliert und werden so zu Reichtum und Souveränität. In diesem Sinn ist deutsche Weltpolitik als Autarkie zu verstehen.

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Anmerkungen

  1. 112.
    Karl Haushofer, Grenzen, In ihrer Geographischen und politischen Bedeutung, Berlin-Grunewald 1931, S. 66Google Scholar
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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH. Opladen 1987

Authors and Affiliations

  • Shannee Marks

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