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Theorie und Forschung. Die forschungsleitende Funktion theoretischer Modelle und meta-theoretischer Postulate: Eine Analyse von Periodika

  • Heinz Sahner
Part of the Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Forschung book series (BEISOFO, volume 34)

Zusammenfassung

Neben der Analyse der paradigmatischen Struktur der westdeutschen Soziologie hatten wir unter Kapitel 2 die Untersuchung der forschungsleitenden Funktion meta-theoretischer Regeln und theoretischer Modelle als zentrales Anliegen formuliert. Über dieser spezifischen Fragestellung dürfen wir nicht vergessen, daß dieser Aspekt wiederum eingebettet ist in einen viel komplexeren Zusammenhang. Denn selbstverständlich ist die Wahl eines bestimmten Paradigmas wiederum von zahlreichen sozialen Faktoren abhängig, wovon die Sozialisation an der Hochschule unter der Dominanz von Ordinarien, wie wir sie beispielhaft unter Kapitel 3 kennengelernt haben, nur ein Faktor ist.

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Literatur

  1. 1.
    Jensen bezieht sich auf Hübner 1968.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. auch die Warnungen L. v. Wieses auf dem 12. Deutschen Soziologentag, nicht amerikanischer als die Amerikaner zu werden und das Werk der Altvorderen fortzusetzen (Tönnies, Alfred und Max Weber, Sombart, Simmel usw.), aber auch der eigenen empirischen Tradition des Vereins für Sozialpolitik zu gedenken, L. v. Wiese 1953/54: 344, 357, 355.Google Scholar
  3. 7.
    Am ehesten trifft das vielleicht noch für den Beitrag von Weingart 1968 zu, obwohl es sich hier eher um eine Kritik der Kritik Dahrendorfs an der strukturell-funktionalen Theorie handelt. Manchmal wird auch eine Ergänzung der Theorie um konflikttheoretische Aspekte gefordert (Allardt 1968).Google Scholar
  4. 8.
    Der Wandel in der Bewertung der strukturell-funktionalen Theorie ist nicht etwa durch neues Personal zu erklären. Was gestern noch Gegenstand der Kritik war, dem kann man sich heute verpflichtet fühlen. Vgl. z. B. Schäfers 1969: 165, 1979: 11 f.Google Scholar
  5. 9.
    Die Krise der Soziologie fand mittlerweile in einer Fülle von Literatur ihren Niederschlag (vgl. z. B. Eisermann 1976, Lepsius 1973, Luckmann 1974, Krysmanski und Marwedel 1975, Danckwerts 1969, Schelsky 1975, König 1979a. Für den internationalen Kontext: Eisenstadt 1974, Eisenstadt und Curelaru 1976, Gouldner 1970, 1974 ).Google Scholar
  6. 14.
    Sozialpsychologische Probleme bilden überhaupt einen Schwerpunkt in der Forschung, vgl. hierzu Tabelle 4.3.1: III. Vgl. auch die Tabellen 4.3.1:I und II.Google Scholar
  7. 15.
    Der Insgesamtwert beträgt genau 39,4%. Er weicht etwas von dem hier referierten ab, weil die Variable 47 nicht mitberücksichtigt worden ist. Aus den Werten ergibt sich, daß die Aufsätze mit systemtheoretischer Fundierung eine überdurchschnittliche Annahmequote hatten.Google Scholar
  8. 16.
    Eine Dokumentation der breiter angelegten Signifikanztestkontroverse enthält Morrison und Henkel (Hrsg.) 1970. Die wenigen Literaturangaben indizieren schon, daß der Sachverhalt eher von Psychologen als von Soziologen problematisiert wird. Allerdings findet der Signifikanztest dort auch breitere Anwendung. Vgl. auch Bredenkamp 1972.Google Scholar
  9. 17.
    Zum folgenden vgl. auch Sahner 1978a, 1979.Google Scholar
  10. 19.
    Zu ähnlichen Ergebnissen kommt auch Smart 1964.Google Scholar
  11. 20.
    Zur Problematik von statistischer und inhaltlicher Relevanz vgl. Morrison und Henkel 1970. Vgl. auch die Beiträge von Kriz 1972 und Küchler 1972.Google Scholar
  12. 21.
    Daran ändern prinzipiell auch die Ausführungen von Rosenthal (1979) zum “file drawer problem” nichts.Google Scholar
  13. 25.
    Insgesamt wird aber nur in 103 von 2115 (gleich 4,9%) Artikeln ein Hypothesentest, der auch nur in Ansätzen diesen Namen verdient, vorgenommen. Insofern kann man immer noch von einer Hypothesen-Misere sprechen (Hartmann 1970: 91). Diese geringen Anteile werfen aber auch ein Licht auf den Entwicklungsstand der soziologischen Theorie, wenn man darunter empirisch gehaltvolle Aussagen versteht.Google Scholar
  14. 26.
    Aber: “even though only one of the obtainable model is correct” (Heise 1972: 60).Google Scholar
  15. 27.
    Klima 1972: 69, vgl. hier auch die kritische Diskussion der These des “theoretical pluralism”.Google Scholar
  16. 53.
    Vgl. hierzu insgesamt auch die Darstellung bei N. C. Mullins 1973.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1982

Authors and Affiliations

  • Heinz Sahner

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