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Die auswärtige Informationsabteilung am Anfang der sechziger Jahre: Die Washingtoner Zentralbehörde (USIA) und ihre Auslandsposten (USIS). Annex: Die Kulturabteilung des State Department und die Personenaustauschprogramme

  • Manfred Knapp
Chapter
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Part of the Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Forschung book series (BEISOFO, volume 10)

Zusammenfassung

Außer der USIA gibt es noch rund zwei Dutzend US-Regierungsabteilungen, die, wie einleitend schon betont wurde, direkt oder indirekt in Übersee das amerikanische “Image” mitprägen und die Öffentlichkeit des Auslands mehr oder weniger stark beeinflussen. (1) Zudem ist beinahe jede Regierungstätigkeit und überhaupt das gesamte politische Geschehen innerhalb der USA für die internationale Kommunikationspolitik potentiell relevant. (2) Die USIA trägt jedoch primär die Verantwortung für die Planung und Durchführung des eigentlichen, offiziellen Propaganda- und Informationsprogramms der USA.

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Literatur

  1. 1).
    Siehe hierzu die zusammenfassende Studie: The U.S. Ideological Effort: Government Agencies and Programs. Study prepared by the Legislative Reference Service, Library of Congress, for the Subcommittee on International Organizations and Movements of the Committee on Foreign Affairs, Washington, U. S. GPO, 1964.Google Scholar
  2. 2).
    Vgl. hierzu auch: Davison: International Political Communication, S. 245–248.Google Scholar
  3. 3).
    Nähere Erläuterungen über die Beziehungen zwischen dem State Department und der USIA bezüglich der “foreign policy guidance” finden sich in: Winning the Cold War: The U.S. Ideological Offensive: Hearings before the Subcommittee on International Organizations and Movements of the Committee on Foreign Affairs, House of Representatives, 88th Cong., 2d Bess., Part. VI, Washington, U.S. GPO, 1964, S. 713 f., 772f., 803–813, bes. 812 f..Google Scholar
  4. 4).
    USIA-Direktor Murrow hatte während der Kennedy-Administration im Gegensatz zu seinem Vorgänger in der Eisenhower-Administration einen festen Sitz im Nationalen Sicherheitsrat. (Allerdings ist hier zu beachten, daß der Rat unter Kennedy nicht die Bedeutung hatte und auch viel weniger regelmäßig zusammengetreten war, wie zur Zeit Eisenhowers). Siehe hierzu auch Kap. 3. 1.Google Scholar
  5. 5).
    Vgl.: The U.S. Ideological Effort: Government Agencies and Programs, S. 62–66; ferner: Elder: The Information Machine, S. 47–51. Das Koordinationsproblem stellte sich natürlich auch für die US-Auslandsmissionen.Google Scholar
  6. 6).
    ’Einen tabellarischen Überblick über die beispielsweise auf dem Gebiet der kulturellen und wissenschaftlichen Austauschbeziehungen sich überschneidenden Programme einzelner US-Regierungsbehörden gibt Coombs: The Fourth Dimension of Foreign Policy, S. 144–148.Google Scholar
  7. 7).
    Siehe hierzu: The U. S. Ideological Effort: Government Agencies and Programs, S. 66.Google Scholar
  8. 8).
    Hierzu: USIA: The Agency in Brief, Ausgabe 1964, S. D-8 ff..Google Scholar
  9. 9).
    Siehe Anm. 3. Siehe zu den administrativen Kommunikationsproblemen und Entscheidungsprozessen auch die Spezialstudie von Spencer, Jr.: Propaganda Policy Guidance in USIA: A Study in Administrative Communication. Vanderbilt University 1966, Ph. D. (Diss.).Google Scholar
  10. 10).
    Siehe hierzu auch den 5. Abschnitt dieses Kapitels (2. 5) und Kap. 5.3.Google Scholar
  11. 11).
    Vgl. Sorensen, Thomas C. The Word War, S. 133 f.. Sorensen berichtet hier, daß die Zusammenarbeit zwischen der USIA und dem Pentagon etliches zu wünschen übrig ließ.Google Scholar
  12. 12).
    Elder, S. 172, 309 f., 326; ferner: Sorensen, Thomas C., S. 133.Google Scholar
  13. 13).
    USIA: The Agency in Brief, Ausgabe 1964, S. D-9.Google Scholar
  14. 14).
    Sorensen, Thomas C., S. 65, 133. Vgl. hierzu auch Davison, S. 271 f.. Die Tatsache, daß beispielsweise die Protokolle über die Budgetverhandlungen für den Etat der USIA (Hearings on Appropriations) etliche “security deletions” und Diskussionen“off the record” aufweisen, ist ein Hinweis auf die Richtigkeit der von Davison an dieser Stelle geäußerten Vermutung. (Ebenda, S.272).Google Scholar
  15. 15).
    Hierzu die Ausführungen Shrivers in: Foreign Assistance and Related Agencies Appropriations for 1963: Hearings before the Committee on Appropriations, U. S. Senate, 87 th Cong. 2d sess., Washington, U. S. GPO, 1962, S. 705 f.. Nach Ansicht-Shrivers sollten die Aktivitäten des Friedenskorps, die selbstverständlich ebenfalls propagandistische Wirkungen hervorriefen, nicht direkt durch die USIA propagiert werden. - Vgl. hierzu auch: Sorensen, Thomas C., S. 132.Google Scholar
  16. 16).
    Hierzu: USIA: The Agency in Brief, Ausgabe 1964, Section A; desgl. Ausgabe 1969, S. 45 ff. und: The U.S. Ideological Effort: Government Agencies and Programs, S. 8 L.Google Scholar
  17. 17).
    Text der Fulbright-Hays Act, Public Law 87-256, (H. R. 8666, 75 Stat. 527, approved Sept. 21, 1961, as amended), in: Legislation on Foreign Relations with Explanatory Notes. Committee on Foreign Relations, U.S. Senate, Committee on Foreign Affairs, U.S. House of Representatives, March 11, 1968, Washington, U.S. GPO, 1966, S. 275–288. Eine gute Darstellung der Vorgeschichte und Beratung des Gesetzes findet sich bei Johnson/Colligan: The Fulbright Program, S. 281–309; vgl. auch: Thomson/Laves: Cultural Relations and U.S. Foreign Policy, S. 119–122. Näheres hierzu in Kap. 5. 3.Google Scholar
  18. 18).
    Die an die USIA aufgrund der Fulbright-Hays Act delegierten Funktionen sind in den Ausführungsbestimmungen zu diesem Gesetz genau bezeichnet: siehe: Executive Order No. 11034 vom 25.Juni 1962, abgedruckt in: Legislation on Foreign Relations with Explanatory Notes, S. 289–293.Google Scholar
  19. 19).
    USIA: The Agency in Brief, Ausgabe 1964, S. A-4.Google Scholar
  20. 20).
    Vgl. dazu die Spezialuntersuchung des Haushaltsexperten der USIA: Posner: Major Budgetary and Programming Problems of the United States Information Agency in its Operation of Overseas Missions. The American University 1962, Ph. D. (Diss.).Google Scholar
  21. 21).
    USIA: The Agency in Brief, Ausgabe 1964, S. E-5 f. und die relevanten Appropriationsgesetze. Zum Vergleich das USIA-Budget fair die Etatjahre 19651970: Fiskal-Jahr in Mill. Dollar Fiskal-Jahr in Mill. Dollar (USIA: The Agency in Brief, Ausgabe 1969, S. 22; vgl. auch die Zahlenangaben für die Finanzjahre 1954–1960 in Kap. 1, Anm. 58).Google Scholar
  22. 22).
    Department of State (Ed.): American Foreign Policy, Current Documents 1963, Dept. of State Publ. 8111, Washington, U. S. GPO, 1967, S. 1306 und Educational and Cultural Diplomacy 1964, Dept. of State Publ. 7979, Washington, U.S. GPO, 1965, S.141. In diesen Zahlen sind auch die Aufwendungen für das Ost-West-Zentrum an der Universität Hawaii (Näheres im fünften Abschnitt dieses Kap.) enthalten.Google Scholar
  23. 23).
    Nach dem Stellenplan lauten die genauen Zahlen für die USIA-Angestellten in den Fiskal-Jahren 1963 (und 1964) wie folgt: USIA-Mitarbeiter in den USA: 3 087 (3 292); USIA-Angestellte in Übersee: a) Amerikaner: 1 469 (1 525); b) Nicht-Amerikaner: 7 324 (7 366); insgesamt: 11 880 (12 183). (USIA: The Agency in Brief, Ausgabe 1967, S.22).Google Scholar
  24. 24).
    Die hier skizzierte Organisationsstruktur ist in den Grundzügen bis heute beibehalten worden. Eine sehr detailreiche Studie über den Aufbau und die Verwaltungsstruktur der USIA lieferte Elder, op. cit..Google Scholar
  25. 25).
    Hierzu auch die Biographie Murrows von Kendrick: Prime Time; ferner: Bliss (Ed.): In Search of Light.Google Scholar
  26. 26).
    Siehe hierzu: Nominations of Edward R. Murrow to be Director, and Donald M. Wilson to be Deputy Director, of the United States Information Agency, U.S. Senate, Committee on Foreign Relations, 87th Cong., 1st Bess., Washington, U. S. GPO, 1961.Google Scholar
  27. 27).
    Schlesinger: A Thousand Days, S. 563; vgl.: Elder, S. 43, 69 f.. Vgl. hierzu auch die Würdigung von Murrows Leistungen als USIA-Direktor in: The Washington Post, 22. Jan. 1964, S. A 18:2; 2. Mai 1965, S. G 1.Google Scholar
  28. 28).
    Thomas C. Sorensen hat nach seinem Ausscheiden aus der USIA ein Buch über die amerikanische Auslandsinformation und Propaganda publiziert, in dem er ausführlich die Kennedy-Murrow-Jahre behandelt: Sorensen, Thomas C.: The Word War, hier: S. 122–131; siehe auch die Würdigung der Arbeit Murrows durch Sorensen, Thomas C., S. 217–224 und passim.Google Scholar
  29. 29).
    Vgl. zu diesem Abschnitt: The U.S. Ideological Effort: Government Agencies and Program’s, S. 15–25 und Davison, S.248–271.Google Scholar
  30. 30).
    Die “Stimme Amerikas” (VOA) ist nicht zu verwechseln mit den Rundfunkstationen der amerikanischen Streitkräfte (AFRS, AFN) in Übersee. Auch ist die VOA zu unterscheiden von Radio Free Europe und Radio Liberty, zwei mit deutscher Lizenz in München betriebene “private” amerikanische Rundfunkstationen, von denen 1967 bekannt wurde, daß sie größtenteils von der CIA finanziert wurden. Hierzu: Sorensen, Thomas C., S. 225 f.. Siehe auch Kap. 4.2, Anm. 30.Google Scholar
  31. 31).
    Die Sowjetunion und verschiedene andere Ostblockländer versuchten seit 1948, die in ihre Hoheitsgebiete einfallenden VOA- und andere westliche Sendungen mit beträchtlichem Kostenaufwand zu stören. Nach 1957 reduzierten sie diese Praxis allmählich; als Chruschtschow 1959 die USA besuchte, ließ die Sowjetunion die VOA-Sendungen ungestört, doch im Frühjahr 1960 entfaltete sie erneut eine heftige Störtätigkeit, die hernach wieder auf ca. 30% zurückging und Mitte 1963 gänzlich aufgegeben wurde. Danach versuchten die UdSSR, die Volksrepublik China, Bulgarien, die DDR und auch Kuba, zum Teil auf -selektiver Basis, den Empfang von VOA-Sendungen zu behindern. Vgl. hierzu: USIA: 22d Review of Operations (Jan. 1 - June 30, 1964), S. 7;USIA: Facts about USIA, Washington, U.S. GPO, 1965, S. 6 und USIA: The Voice of America, Washington, U.S. GPO, 1969, S. 7.Google Scholar
  32. 32).
    USIA: The Agency in Brief, Ausgabe 1964, Appendix C, S. 8. Nach Auskunft der USIA rangierte die VOA, gemessen an direkt gesendeten Programmstunden, auf dem dritten Platz hinter Radio Moskau und Radio Peking.Google Scholar
  33. 33).
    Besondere Publizität erlangte die am 9. Juli 1963 zwischen den USA und Indien getroffene Abmachung über den Bau bzw. “Verkauf” eines 1000 KW-Senders. Der geplante Sender in der Nähe Kalkuttas sollte der VOA täglich drei Stunden überlassen werden; ansonsten aber dem indischen Rundfunk zur Verfügung stehen. Nachdem dieser Handel innerhalb Indiens heftig kritisiert worden war, trat Nehru von der Vereinbarung zurück, so daß das Projekt scheiterte. (Dazu: Sorensen, Thomas C., S. 163 f.).Google Scholar
  34. 34).
    Siehe hierzu: USIA: The Voice of America Doubles Its Power. The New Greenville Complex, Washington, U:S. GPO, 1963. Ferner: CR, Febr. 7, 1963, S. A 589 ff.Google Scholar
  35. 35).
    Außer den Kurzwellensendern verfügte die VOA 1963 über sieben Sender im Mittel-und Langwellenband. Drei davon waren leistungsstarke Megawatt-Sender; sie standen in München, auf den Philippinen und auf Okinawa. (USIA: The Voice of America Doubles Its Power, S. 6).Google Scholar
  36. 36).
    Im Jahre 1962 ordnete die Führung des Informationsamtes an, daß das verbreitete USIA-Propagandamaterial nur noch dann das USIA-Etikett tragen sollte, wenn dies durch Gesetz oder gewohnheitsrechtliche Vorschriften im Ausland verlangt war; dadurch blieben ca. 75 v. H. des Presse-, Film-und Radiomaterials der Informationsabteilung ohne Herkunftsvermerk bzw. Absenderangabe. (Departments of State, Justice, and Commerce, The Judiciary, and Related Agencies Appropriations for 1964: Hearings before a Subcommittee of the Committee on Appropriations, House of Representatives, 88th Cong., 1st sess., Washington, U.S. GPO, 1963, S. 14, 184). - (Künftige Zitierweise dieser Quellen: Hearings on Appr. for.., House bzw. Senate, S.…).Google Scholar
  37. 37).
    United States Information Agency (Informationsheft), Washington, U. S. GPO, 1962, S. 8. Die Zahl dieser Sendungen hat sich stark erhöht. Siehe: Facts About USIA, Washington, U.S. GPO, 1965, S. 6.Google Scholar
  38. 38).
    Etwa 260 Rundfunkstationen in 15 Ländern Lateinamerikas schnitten 1963 zusätzlich VOA-Sendungen in spanischer Sprache mit und sendeten diese Programme über ihre eigenen Anlagen. (USIA: The Voice of America Doubles Its Power, S. 7).Google Scholar
  39. 39).
    Siehe hierzu: Browne: The History and Programming Policies of RIAS: Radio in the American Sector (of Berlin). University of Michigan, 1961, Ph. D., (Diss.). - Der Einzugsbereich der mit 300 KW relativ groß ausgelegten Sendeanlagen des RIAS in Berlin und Hof geht weit über die Grenzen der DDR hinaus.Google Scholar
  40. 40).
    Siehe hierzu Elder, S. 237.Google Scholar
  41. 41).
    Hearings on Appr. for 1963, House, S. 553; desgl. for 1964, House, S. 508; und! USIA (Ed.): Facts about USIA, 1965, S. 8.Google Scholar
  42. 42).
    Hearings on Appr. for 1964, House, S. 509.Google Scholar
  43. 43).
    Der Filmkatalog für 1963 (Stichtag 1. Febr. 1963) findet sich in den Hearings on Appr. for 1964, House, S.365–379. (Die Filmlisten sind in den jährlichen Hearings on Appr., House, abgedruckt).Google Scholar
  44. 44).
    Zu diesem Abschnitt: The Agency in Brief, Ausgabe 1964, Appendix C., S. 16 ff.; ferner: United States Information Agency (Informationsheft) 1962, S.3 f. und Facts about USIA, 1965, S. 2 ff..Google Scholar
  45. 45).
    Zu diesem Abschnitt: The Agency in Brief, Ausgabe 1964, Appendix C., S. 11 ff.; ferner: United States Information Agency (Informationsheft) 1962, S. 5 f.; Facts about USIA, 1965, S. 4 f.; Hearings on Appr. for 1964, House, 5.401-448.Google Scholar
  46. 46).
    Dieses schon seit 1948/49 bestehende Unterstützungsprogramm ist 1967 ausgelaufen, nachdem es bereits vorher der Kongreß wiederholt kritisiert hatte und offenbar von seiner Nützlichkeit nicht mehr zu überzeugen war.Google Scholar
  47. 47).
    Auch einige andere US-Regierungsbehörden verbreiten Bücher und US-Publikationen im Ausland. Dazu: Davison, S. 257.Google Scholar
  48. 48).
    Siehe hierzu auch: Hearings on Appr. for 1964, Senate, S. 2179.Google Scholar
  49. 49).
    Detaillierte Angaben über den Umfang der USIA-Englischkurse finden sich in den Hearings on Appr. for 1963, House, S.29, 50. Zusätzlich zu dem erteilten Sprachunterricht veranstaltete die USIA im Ausland jährlich über 100 Seminare, die von mehreren tausend Englisch-Lehrern besucht wurden. Außer der USIA erteilten noch die Agency for International Development, die Military Assistance Advisory Groups, das Peace Corps und das State Department Englischunterricht im Ausland.Google Scholar
  50. 50).
    Hierzu: United States Information Agency (Informationsheft) 1962, S.11; Facts about USIA, 1965, S. 9. Siehe zu dem Verhältnis zwischen offiziellen und privaten Aktivitäten im Bereich der internationalen Kommunikation auch Davison, S. 292–296 und Henderson: The United States information Agency, 5.222–231.Google Scholar
  51. 51).
    Näheres über den Aufgabenbereich des Office of Private Cooperation in: Winning the Cold War: Hearings, Part VI, 1964, S. 798–801. Das Office of Private Cooperation wurde 1967 aufgegeben. Dazu Henderson, S. 227.Google Scholar
  52. 52).
    NYT, 19. Okt. 1961, S. 24:1. Näheres hierzu: Sorensen, Thomas C., S. 186 f., Davison, S. 249 f.; Salinger: With Kennedy, S. 177 f.; USIA: 18th Review of Operations (Jan. 1-June 30, 1962), S.27 f..Google Scholar
  53. 53).
    Hierzu: The Agency in Brief, Ausgabe 1964, Appendix C, S. 3 ff.. Vor 1960 gab es nur vier Area Offices: Europa, Naher Osten und Afrika, Lateinamerika und Ferner Osten. Im Jahre 1960 wurde ein eigenes Regionalbüro für Afrika geschaffen, 1962 kam ein gesondertes Dezernat für die Sowjetunion und die Ostblockländer hinzu. (Elder, S. 121). - Die USIS-Vertretung in Jugoslawien wurde danach ebenso wie die Einrichtungen der USIA in West-Berlin (Amerika-Haus und RIAS) als “Special European Program” geführt.Google Scholar
  54. 54).
    Eine ausführliche Beschreibung des Aufbaus und der Arbeit der Regionalbüros gibt Elder im V. Kap. seines Buches.Google Scholar
  55. 55).
    Vgl. zu diesem Abschnitt: Henderson, Ch. V.Google Scholar
  56. 56).
    The Agency in Brief, Ausgabe 1964, Appendix A, S. 5–19. In der Zahlenangabe (Stichtag 1.Jan. 1964) sind die überseeischen Rundfunk-Installationen der USIA (Relais-Stationen, Programmbüros, Monitor-Anlagen) und einige USIS-Sondereinrichtungen wie etwa die USIS-Mission bei den Europäischen Gemeinschaften oder bei der NATO nicht berücksichtigt.Google Scholar
  57. 57).
    Die binationalen Zentren unterstehen nicht der USIA; sie sind autonome kulturelle Institutionen und werden in•der Regel von einem Gremium geleitet, in dem Vertreter des Gastlandes und Amerikaner gleichermaßen beteiligt sind. Vgl.: Hearings on Appr. for 1963, Senate, S. 492 f..Google Scholar
  58. 58).
    Zu den Ländern, in denen anfangs der sechziger Jahre besonders starke USIS-Kontingente tätig waren, gehörten; Indien (68/630), Japan (46/330), Bundesrepublik Deutschland (ohne West-Berlin und RIAS) (46/275), Brasilien (44/164), Pakistan (38/322), Italien (32/160), Thailand (30/170), Südvietnam (28/241), Frankreich (28/128), Mexiko (28/111), Indonesien (24/19x0), Südkorea (21/165), Iran (21/142). Die in Klammern angegebenen Zahlen bezeichnen die in den Ländern stationierten USIS-Bediensteten (Amerikaner/Einheimische) und gelten für das Fiskal-Jahr 1964. (The Agency in Brief, Ausgabe 1964, Appendix A, S. 5-19).Google Scholar
  59. 59).
    Für die Zwecke der Vorbereitung der verschiedenen publizistisch-propagandistischen Aktionen für die Ostblockländer befand sich in Wien ein besonders USIS-Büro. Siehe hierzu: Elder, S. 121 f.Google Scholar
  60. 60).
    Dazu: The Agency in Brief, Ausgabe 1964, Appendix C, S. 5 ff. und S. C-3 - C-6.Google Scholar
  61. 61).
    Das bereits erwähnte Koordinationsproblem stellte sich natürlich auch in den amerikanischen Auslandsvertretungen. Präsident Kennedy hat in einem persönlichen Brief vom 29. Mai 1961 an alle US-Botschafter die Koordinierungsund Führungsposition der Missionschefs nachdrücklich unterstrichen. Siehe hierzu die Studie: The Ambassador and the Problem of Coordination. A Study submitted by the Subcommittee on National Security Staffing and Operations, S. -Doc. No. 36, 88th Cong., 1st sess., Washington, U.S. GPO, 1963; darin abgedruckt auch der Brief Kennedys, S. 155 f..Google Scholar
  62. 62).
    Über Form und Inhalt eines solchen Länderplans (Country Plan) siehe die Ausführungen der stellvertretenden USIA-Direktoren Wilson und Sorensen vor dem Fascell-Committee: Winning the Cold War: Hearings, Part VI, 1964, S.768, 776 f.. Näheres hierzu findet sich auch bei Elder, S. 85–88, 312 ff. und passim.Google Scholar
  63. 63).
    Vgl. hierzu auch Davison, S. 261–266.Google Scholar
  64. 64).
    Siehe hierzu bes. die Ausführungen in Kap. 5.3.Google Scholar
  65. 65).
    Coombs, S.2.Google Scholar
  66. 66).
    Department of State (Ed.): Educational and Cultural Diplomacy - 1962. Dept of State Publ. 7612, Washington, U.S. GPO, 1963, S. 77.Google Scholar
  67. 67).
    Department of State (Ed.): American Foreign Policy, Current Documents 1963, Dept. of State Publ. 8111, Washington, U.S. GPO, 1967, S. 1306. (In dieser Zahl sind 3,3 Mill. Dollar für das Ost-West-Zentrum an der Universität Hawaii enthalten).Google Scholar
  68. 68).
    Department of State (Ed.): Educational and Cultural Diplomacy-1961, 1962, 1963, 1964, Dept. of State Publ. 7437 (released Oct. 1962), 7612 (released Dec. 1963), 7765 (released Dec. 1964), 7979 (released Nov. 1965).Google Scholar
  69. 69).
    So befanden sich im Etatjahr 1963 im Rahmen dieser Programme 2 467 Amerikaner in Übersee, während sich umgekehrt 7 470 Ausländer in den USA aufhielten; die Zahlen für FJ 1964: Amerikaner: 2 459; Ausländer: 8 217. (Educational and Cultural Diplomacy-1963, S. 138; - 1964, S. 140).Google Scholar
  70. 70).
    Educational and Cultural Diplomacy - 1962, S.87.Google Scholar
  71. 71).
    Siehe hierzu Battle: The Educational and Cultural Exchange Programs of the United States: Their Role in Foreign Relations, in: DoSB, Vol. XLVII, No. 1203, July 16, 1962, S.110–116, hier bes. S. 111 und•Battle: Foreign Students in America: Problems, Progress, and Prospects, in: DoSB, Vol. XLVIII, No. 1246, May 13, 1963, S. 752–758.Google Scholar
  72. 72).
    Die Kommission stand unter dem Vorsitz von Roy E. Larsen und Glenn G. Wolfe. Ihre Empfehlungen sind abgedruckt in: DoSB, Vol. XLVIII, No. 1229, Jan. 14, 1963, S.46. Nähere Einzelheiten (u. a. der Abdruck des Kommissionsberichtes) hierzu finden sich in CR, Jan. 10, 1963, S. 96–103.Google Scholar
  73. 73).
    Im FJ 1964 studierten 396 nicht-amerikanische Studenten und 184 US-Studenten am Ost-West-Zentrum. (Educational and Cultural Diplomacy-1964, S.106).Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1972

Authors and Affiliations

  • Manfred Knapp
    • 1
  1. 1.Frankfurt/M.Deutschland

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