Advertisement

Datenverarbeitung, Planungsinformationen und Entscheidungshilfen: Wie sich der Computer für politische Planung nutzen läßt

  • Wolfgang Hartenstein
Part of the Politische Vierteljahresschrift Sonderhefte 8/1977 book series (PVS, volume 8/1977)

Zusammenfassung

Daß Politik ganz ohne Unterstützung durch die Wissenschaft auskommen könne, wird heute niemand behaupten wollen. Strittig allerdings ist das Ausmaß, in, dem sich politische Entscheidungen „verwissenschaftlichen“ lassen. Welche Rollenverteilung zwischen den Akteuren und den Beratern ist angemessen? Welche Techniken der Planung, Prognose, Simulation und Entscheidungsfindung lassen sich sinnvoll einsetzen? Kann dabei die Datenverarbeitung, die Informationen bereithält, verdichtet, verknüpft und darstellt, wirksame Hilfe bieten?

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Anmerkungen

  1. 1.
    Grundlage des Beitrages ist ein Vortrag zum Thema „Bedeutung DV-gestützter Planungshilfen für die öffentliche Verwaltung“ im Rahmen eines SIEMENS-Seminar für Führungskräfte der Bundesverwaltung „EDV im Staat“ am 28.4.1977 in Rothenburg o.d.T. Bestandsaufnahme und Schlußfolgerungen (d. h. die Abschnitte 2, 6 und 7) wurden praktisch unverändert übernommen, bleiben somit auf das Interesse von DV-Anwendern im öffentlichen Bereich zugeschnitten. Hinzugekommen und stärker auf den Anlaß dieses Heftes abgestellt sind einige Reflektionen über organisationssoziologischen Hintergrund und politologischen Stellenwert des Themas. Auf begriffliche Feinheiten und konsistente Wortwahl wird kein großer Wert gelegt. So wechseln die Worte Computer, Datenverarbeitung, DV, EDV und ADV („Automatisierte Datenverarbeitung“ als in der öffentlichen Verwaltung heute üblicher Ausdruck) ab. Auch „Politik“, „Verwaltung“, „Planung“ werden nicht schärfer definiert, als der schillernde praktische Gebrauch es zuläßt. Die Schwierigkeiten, „zu einem einheitlichen Planungsbegriff zu kommen“, werden in dem Beitrag von Gerhard W. Wittkämper („Planung in der BRD“) zum Wörterbuch der politischen Ökonomie (Hrsg. Gert von Eynern, Opladen 1973, Neuauflage vorgesehen) beinahe drastisch deutlich.Google Scholar
  2. 2.
    Hierzu vgl. Carl Böhret, „Entscheidungshilfen für die Regierung“ (Opladen 1970), Seite 142: „Die ‚Datenexplosion‘ führt jedenfalls von sich aus noch nicht zu ausreichender Information als Grundlage für politische Entscheidungen, weil die aktuellen Bedürfnisse des Entscheidungsträgers selten oder nur zufällig berücksichtigt werden.“Google Scholar
  3. 4.
    Eine gute Übersicht über den Stand der DV-Anwendungen in den Bundesbehörden gibt der von Peter Hoschka und Uwe Kalbhen herausgegebene Sammelband „Datenverarbeitung in der politischen Planung“ (1975), insbesondere die Beiträge von Reimut Jochimsen und Peter Hoschka. Seit neuestem gibt es eine vom BMI koordinierte jährliche Zusammenstellung von DV-Anwendungen in den Bundesministerien im Rahmen des „DV-Gesamtplans“. Für den kommunalen Bereich listet die DATUM-Studie „Computerunterstützte Informationsverarbeitung in der städtebaulichen Planung“ (Bearbeiter: Hans Hansen, 1973) die wichtigen Probleme auf.Google Scholar
  4. 7.
    Eine aktuelle Zwischenbilanz ziehen Alfred Kieser und Manfred Röber in TRANSFER 4 („Planung in öffentlicher Hand“, 1977) in ihrem Beitrag „Öffentliche Langfristplanung: Wie organisiert man sie?“. Ferner Nils Diederich im gleichen Heft.Google Scholar
  5. 8.
    Die Auflistung lehnt sich an den Beitrag von Hans Menge „Innovationsbarrieren und wie man sie überwindet“ in TRANSFER 4 (1977) an.Google Scholar
  6. 8a.
    Zum Thema ferner KGSt (Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsvereinfachung) „Automation und Planung — Bestandsaufnahme“ (Köln 1975) sowie Helmut Prinz „Planung und Automation. Probleme und Lösungen in einer Großstadtverwaltung“ in: IBM Fachserie Methoden und Techniken (Stuttgart 1975).Google Scholar
  7. 9.
    Kenneth L. Kraemer und John Leslie King „Transfer von Informationstechnologie: Amerikanische Erfahrungen“ in TRANSFER 4 (1977). Im gleichen Heft und mit ähnlichen Folgerungen: William Oxburgh „Technologie-Transfer: Wie es weitergehen soll. Eine britische Antwort“.Google Scholar
  8. 10.
    Eine ähnliche Diagnose stellt Carl Böhret „Entscheidungshilfen für die Regierung“ (1970), Seite 143: „Ob der oberste Entscheidungsträger seine Führungsfunktion erfüllen kann, hängt nach alledem von der zielgerichteten Organisation der Information ab: Die institutionalisierte, systematische Gewinnung, Verarbeitung und problemgerechte Benutzung von Information ist die Basis aller Entscheidungshilfe.“Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1977

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Hartenstein

There are no affiliations available

Personalised recommendations