Advertisement

Entwurf einer gewerkschaftlichen Strategie gegenüber den Multinationalen Konzernen (MNK)

  • Ernst Piehl
Part of the Politische Vierteljahresschrift Sonderhefte book series (PVS, volume 6)

Zusammenfassung

Der Gewerkschaftsbewegung in der kapitalistischen Welt der fünfziger und sechziger Jahre wird generell der Vorwurf gemacht, daß sie weder eine fundierte Gesellschaftsanalyse noch ein zusammenhängendes Zielsystem erarbeitet hatte. Stattdessen dominierte ein prinzipienarmer Pragmatismus und der Glaube an sog. Sachzwänge. Erst in den letzten Jahren hat ein Neubeginn grundsätzlicher Diskussionen über gesellschafts- verändernde Modelle eingesetzt. Angeregt wurden sie meistens von gegenüber dem Kapitalismus kritischen Gruppen innerhalb und außerhalb der Gewerkschaften, wobei eine deutliche Ungleichzeitigkeit der Entwicklung feststellbar ist. Während z.B. in Italien die Gewerkschaften der gleichen internationalen Richtung weitgehend antikapitalistische Strukturreformen mit breiten Mehrheiten in die Praxis umzusetzen versuchen, wachsen in der BRD die kapitalismuskritischen Minderheiten nur recht langsam.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Anmerkungen

  1. 3.
    Ch. Levinson drückt es in einem Interview kurz und bündig aus: „L’objectif, c’est de socialiser Tusine. Le reste, c’est du baratin“, in: L’expansion, Juillet-août 1972.Google Scholar
  2. 8.
    O. Brenner, Bilanz und Perspektiven der europäischen Integration, in: Für eine bessere Welt, Frankfurt/M. 1970, S. 87.Google Scholar
  3. 11.
    Levinson, Les Syndicats face au defi multinational, in: Preuves 9/1971, S. 108.Google Scholar
  4. 12.
    D.H. Blake, Multinational Corporation, International Union and International Collective Bargaining, in: Transnational Industrial Relations, hrsg. von H. Günter, London 1972, S. 172.Google Scholar
  5. 14.
    So auch das für Internationale Beziehungen verantwortliche Vorstandsmitglied der zum ehemalig christlichen Weltverband der Arbeitnehmer (WVA) zählenden CFDT, R. Salanne, in: Maire, Pour un socialisme democratique-contribution de la CFDT, Paris 1971, S. 144.Google Scholar
  6. 16.
    Vgl. W. Braun/G. Köpke, Die sozialen Auswirkungen der Wirtschaftskonzentration, in: Europäische Gemeinschaft 3/1971, S. 27.Google Scholar
  7. 28.
    So waren die ersten Arbeiterassoziationen von 1869 in Deutschland „Zweckverbände zur Organisierung von Streiks“. Dieter Schneider, Der Streik. Begriff und Geschichte, in: ders. (Hrsg.), Zur Theorie und Praxis des Streiks, Frankfurt 1971, S. 7 ff.Google Scholar
  8. 30.
    So auch Levinson, in: ICF-Bulletin, Januar-Februar 1971, S. 22.Google Scholar
  9. 31.
    Brenner warnte eindringlich vor der „Illusion, internationale Streikbewegungen, durchgeführt von internationalen Gewerkschaften, seien bereits möglich“, in: IBFG (Hrsg.), Bericht Nr. 2 von der Weltwirtschaftskonferenz 1971, S. 21.Google Scholar
  10. 35.
    Vgl. die Aussagen des EMB-Sekretärs G. Köpke zu diesem „Neuland“ gewerkschaftlicher Strategie, in: Gewerkschaftliche Monatshefte 7/1971, S. 398.Google Scholar
  11. 39.
    A. Gorz, Zur Strategie der Arbeiterbewegung im Neo-Kapitalismus, Frankfurt 1967, S. 225.Google Scholar
  12. 42.
    Vgl. R. Michel, Les investissements americains en Belgique, Brüssel 1971.Google Scholar
  13. 45.
    Vgl. die UAW-Vorschläge in: B. Barnouin, Die außenhandelspolitische Haltung der US-Gewerkschaften, in: Wirtschaftsdienst 10 1972, S. 533.Google Scholar
  14. 49.
    Eine diesbezügliche Initiative unternahm vor Jahren der ehemalige Staatssekretär im amerikanischen Finanzministerium,R. Roosa, in: Internationaler Bund der Privatangestellten, Protokoll der MNK-Tagung in Oslo, Genf 1970, S. 12.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1975

Authors and Affiliations

  • Ernst Piehl

There are no affiliations available

Personalised recommendations